Basketball
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Basketball ist eine Ballsportart, wobei je zwei Mannschaften mit zwölf Spielern gegeneinander antreten. Pro Mannschaft sind fünf Spieler, immer mit eigener Position, auf dem Spielfeld aktiv. Eine höhere Punktzahl bestimmt am Ende eines Basketballspieles den Gewinner. Oft wird Basketball als „körperloser“ Sport bezeichnet, da die Schiedsrichter hier viel schneller und häufiger auf Foul entscheiden, als in den meisten anderen Team-Ballsportarten.
[bearbeiten] Geschichte
Basketball wurde von einer einzelnen Person, dem kanadischen Arzt und Pädagogen James Naismith im Jahre 1891 in Springfield, USA für seine Studenten erfunden und entwickelt. Weil in anderen Ballsportarten eine Kampfbetontheit dadurch entsteht, dass sich das ganze Spielgeschehen in derselben Ebene abspielt (so z.B. im American Football), suchte James Naismith, der dies erkannt hatte, eine weniger kämpferische Sportart mit einem geringen Verletzungsrisiko, um die 18 Studenten im Winter abzulenken. Die Körbe (engl. Baskets), damals Pfirsichkörbe, wurden deshalb in einer anderen Ebene als die Spieler auf eine Höhe von 3,10 Meter (10 Fuß) verlagert.
Hinter dem Korb wurde noch ein Brett montiert, so dass Zuschauer nicht von der Galerie aus Korbwürfe beeinflussen könnten. Mithilfe der Schulsekretärin Lyons erstellte Naismith 13 Grundregeln, die bis heute fast gleich geblieben sind. Am 20. Januar 1982 fand das erste offizielle Basketballspiel in Springfield statt. Nur ein Treffer wurde innerhalb der beiden Spielhälften, mit einer Halbzeit von fünf Minuten, erlangt, aber trotz der niedrigen Trefferquote setzte sich das neu entwickelte Ballspiel in den USA durch.
Frauen- Basketball wurde schon im folgenden Jahr in Northampton, Massachusetts eingeführt. Die von James Naismith entwickelten Grundregeln wurden von Senda Berenson Abbott, die zu dieser Zeit Frauen-Basketball sehr geformt hat, verändert und für Frauen angefertigt. Das erste Frauen- Basketballspiel fand am 22. März am Smith College statt. Daraufhin hat Senda Benson ein Magazin auf Frauen- Basketball spezialisiert.
[bearbeiten] College-Basketball
Diese Sportart konnte sich auch an Colleges und Universitäten in den USA durchsetzen.
Am 8. April 1983 konnte während des ersten Basketballspiels zwischen zwei College- Mannschaften in Beaver Fallsdas das Geneva College gegen New Brighton YMCA gewinnen.
Zunächst wurden die Basketballspiele mit sieben oder neun Spielern je Mannschaft fortgetragen, bis am 18. Januar 1896 das erste Spiel mit dem modernen Spielsystem (der Starting Five) in Iowa City, Iowa statt fand.
College- Basketball wurde in den nächsten Jahren immer beliebter innerhalb der USA. Die Mannschaften wurden von ihren eigenen Universitäten und Colleges unterstützt und gesponsert.
Im Jahre 1906 wurde aufgrund der vielen College- Mannschaften der Freiwilligenverband „National Collegiate Athletic Association“ (kurz NCAA) in Chicago gegründet.
Im Jahre 1939 wurde die erste NCAA- Basketballmeisterschaft der Männer vor 5500 Zuschauern in Evanston (Illinois) ausgetragen.
Weiterentwickelt hat sich auch der Frauen- Basketball an den Colleges und Universitäten. Die erste Basketballmeisterschaft für Frauen wurde schon 1926 von der Amateur Athletic Union organisiert, und seither finden jährlich NAIA- Meisterschaften der Frauen statt.
Basketballturniere zwischen Frauen und Männern wurden immer häufiger veranstaltet, angefangen in den 1930er Jahren, wobei immer die dem Männer- Basketball vorgeschrieben Regeln verwendet worden sind. Wegen zahlreicher Manipulationsskandale (sogenanntes Match Fixing), in denen professionelle Mannschaften eingeschlossen waren, verlor das College- Basketball in den Jahren 1948 bis 1951 an Bedeutung und Popularität.
[bearbeiten] Entstehung der ersten Mannschaften
Zwei berühmte Mannschaften bildeten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die daraufhin in der Basketball Hall of Fame aufgenommen wurden. Die Buffalo Germans zählten zu den stärksten Mannschaften am YMCA. Sie haben im Jahre 1904 bei den III. Olympischen Spielen demonstriert, da Basketball noch nicht offiziell bei den IOC anerkannt wurde.
Neben den Germans waren die Original Celtics eine der einflussreichsten Mannschaften. Die Germans und die Celtics wurden dann in den 1920er durch andere Mannschaften wie die New York Renaissance oder die Cleveland Rosenblums ersetzt.
Die American Basketball League (kurz. ABL) wurde im Jahr 1925 eingeführt, die das Basketballspiel in manchen Bereichen veränderte z.B. der Metalldraht wurde abgeschafft und durch Seile ersetzt und das Backboard hinter den Körben wurde offiziell eingeführt.
[bearbeiten] Mannschaften
Heute spielen immer zwei Mannschaften mit je fünf Feldspielern. Die Anfangsformation wird als Starting Five (deutsch: Erste Fünf) bezeichnet. Die müssen nicht immer die fünf leistungsstärksten und besten Spieler des Teams sein, obwohl es sehr wichtig ist, über eine starke und ausgeglichen besetzte Bank zu verfügen. Oft sind Bankspieler Spezialisten oder Rollenspieler, die in heiklen Situationen für den notwendigen Impuls im Spiel sorgen.
[bearbeiten] Die Entstehung der NBA
Die Basketball Association of America (kurz. BAA) wurde am 6. Mai 1946 gegründet von, unter anderen Walter Brown und Edward Gottlieb. Diese Amerikanische Liga wurde dann im Jahre 1949 in „National Basketball Association“ (kurz. NBA) umgetauft. Die Aufbauspieler Bob Davies und George Mikan waren die bekanntesten Spieler der 1940er Jahre.
Eigentümer der Fort Wayne Pistons (später Detroit Pistons) Fred Zollner, ein amerikanischer Unternehmer, hat viele Änderungen im Basketball- Bereich eingewiesen. Unteranderem half er der BAA und NBA finanziell und war an wichtigen Regeländerungen beteiligt. Am 1. Oktober 1999 dann, wurde er in die Basketball Hall of Fame als Förderer aufgenommen.
[bearbeiten] Basketball-International
Die Ballsportart wird zu Beginn des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Ländern der Welt präsentiert. Die Basketball- Regeln werden im Jahre 1902 erstmals in deutscher Sprache verfasst. In Italien wird Basketball vier Jahre später eingeführt, in Puerto Rico erst 1913. In den folgenden Jahren wird Basketball in vielen weiteren Ländern vorgestellt (u.a. 1916 in Bulgarien und 1917 in Albanien sowie Griechenland).
In Russland findet im Jahre 1923 die erste nationale Meisterschaft der Herren statt und bis zum Ende der 1920er Jahre gewinnt Basketball immer mehr an Beliebtheit. Noch im Jahre 1930 benannte die Internationale Olympische Komitee (kurz. IOC) das Basketball zur Olympischen Sportart, der erste Schritt für die internationale Anerkennung dieser Sportart.
Die internationalen Regeln wurden von dem Weltbasketballverband „FIBA“ der im Jahr 1932 in Genf gegründet wurde, festgelegt. Ein Umstand, der auch die Präsenz von Basketball weltweit hob.
In Deutschland entwickelte sich in den frühen 1930er Jahren Basketball unbeugsam weiter. Die erste Basketball- Abteilung „Vfl 1848 Bad Kreuznach“, setzte sich in den nächsten Jahren intensiv für die Verbreitung des Basketballs in Deutschland ein. Während des Zweiten Weltkrieges hat Basketballspielen nur für kurze Zeit pausiert. Inzwischen entsteht der erste deutsche Basketballverband, der Hamburger Basketball-Verband e.V.
Schließlich wird am 1. Oktober 1949 in Düsseldorf der "Deutscher Basketball Bund" gegründet, der seitdem für die Ausrichtung der deutschen Basketballmeisterschaft verpflichtet ist.
Eine professionelle Basketball- Liga in Deutschland wurde erstmals im Jahre 1966 mit der Gründung der Basketball- Bundesliga (kurz. BBL)erprobt.
Im Jahre 1936 wird Basketball bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin offiziell gespielt. Die amerikanische Nationalmannschaft konnte im Finale Kanada mit einem Ergebnis von 19:8 besiegen.
Die erste offizielle „Basketball-Weltmeisterschaft der Herren“ in Buenos Aires fand im Jahre 1950 statt.
Die erste offizielle „Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen“ fand in Santiago de Chile drei Jahre später statt.
Erst im Jahre 1976 wurde Frauen- Basketball vom IOC offiziell zu den Olympischen Sportarten aufgenommen.
Der Basketballsport hat in zahlreichen europäischen Ländern massenhaft an Anklang gewonnen (z.B. in Spanien oder Griechenland) als auch in südamerikanischen Ländern (z.B. in Brasilien oder Argentinien). Bedeutende Erfolge bei Weltmeisterschaften konnten u.a. Länder wie Spanien, Serbien, Montenegro, Jugoslawien oder Russland erringen.
[bearbeiten] Basketball heute
Im Jahre 1992 hatte das Basketball in der weltweiten Betrachtung einen großen Erfolg, als bei den Olympischen Spielen in Barcelona erstmals Profis zugelassen wurden und die amerikanische Nationalmannschaft (auch „Dream Team“ genannt) ihren legendären Siegeszug begann.
Die Präsenz von Basketball wurde auch in den Medien in den nachfolgenden Jahren immer mehr verstärkt. Bekannte Basketballspieler wie Micheal Jordan, der jahrelang der bestverdienendste Sportler weltweit war, glänzten auf Magazinen und repräsentierten diese Sportarten in bekannten Werbekampagnen.
International ist Basketball heute eine sehr populäre Sportart. In vielen Ländern finden immer mehr Trainings-Camps statt, die dem normalen Spieler das Grundprinzip und die Spielweise beibringen. Die meisten europäischen Länder besitzen auch eine eigene Basketball-Liga. Weiters gibt es neben den Spielen und Meisterschaften auch zahlreiche Events (z.B. die And1 Mixtape Tour), meistens von Firmen gesponsert und nur der Unterhaltung dienend.
[bearbeiten] Ausrüstung
- • Spielball
Im Laufe der letzten hundert Jahren wurde der Spielball entwickelt und verbessert. Anfangs wurde mit Paneel- Bällen gespielt, vergleichbar mit aktuellen Volleybällen. Bis in die 1940er wurden dann noch geschnürte Basketbälle verwendet, wobei man nun die „typische“ Form der Linien des Basketballs erkennen kann.
Der moderne Basketball ist etwa 600 - 650 g (Größe 7, bei Damen: 540 g, Größe 6) schwer, hat einen Umfang von 75–78 cm und besteht aus Gummi sowie Nylon-Fäden. Die Original-Bälle der NBA sind an der Vorderseite mit der Unterschrift des Commisionaren David Stern versehen. Er kündigte am 28. Juni 2006 den neuen „NBA Game Ball“ an. Das Oberflächenmaterial des Basketballes enthält anstelle von Leder nun synthetische Mikrofasern. Nach Kritik der Spielergewerkschaft wurde dies jedoch wieder rückgängig gemacht und seit Jahresbeginn 2007 wird wieder mit dem alten Lederball gespielt.
- • Bekleidung
Wegen der harten Spielweise und dem schlechten Zustand der Arenen war es erstmals während des Spieles Pflicht, Knie-, Ellenbogen- und Schienbeinschonern zu tragen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trugen Spieler auch Stoffhosen und Trikots aus Wolle. Die Bekleidung der Spieler hat sich aber in den 1960er Jahren durch die sexuelle Revolution wesentlich verändert. Nicht nur die Trikots wurden bequemer und freier, aber auch die Stoffhosen wurden durch komfortable und kurze Shorts ersetzt. Zunächst trugen die Spieler unpraktische Lederschuhe, aber auch die Basketballschuhe haben sich seither verändert. In den 1980er Jahren wurden die ersten Stars durch Verträge mit Sportartikel-Herstellern wie Nike, Adidas, Puma oder Converse verpflichtet, die modernste Schuh-Technologie und Schuh-Trends zutragen.
[bearbeiten] Spielprinzip
Das Prinzip des Spiels besteht darin, den Ball möglichst oft in den gegnerischen Korb zu werfen, der in einer Höhe von 3,05 Metern hängt. Der Sieger des Wettkampfes ist diejenige Mannschaft, die nach Ablauf der Spielzeit mehr Punkte erlangt hat als der Gegner . Um Punkte zu bekommen, muss der Basketball von oben in den Korb fallen, dabei kann aber der Ball auch über das Brett gespielt werden.
[bearbeiten] Spielfeld
Das Spielfeld, wo Basketballspiele immer ausgetragen werden, ist rechteckig. Die harte Oberfläche ist oft aus Holz und hat in der Regel eine Größe von 28 Meter Länge und 15 Meter Breite. Das Spielfeld besteht aus verschiedenen Markierungen sowie Kreisen, Linien und Zonen, die alle eine eigene Funktion haben. Eine Mittellinie teilt das Spielfeld in zwei Hälften. Der Mittelkreis liegt auf der Mittellinie und hat einen Radius von 1,80 Meter. Sobald man die Mittellinie überschritten hat, nähert man sich der "Drei-Punkte Zone" (ein Halbkreis mit einen Radius von 6,25 Meter um den jeweiligen Korb) und dem Freiwurfraum (der an der Begrenzungslinie 6 Meter breit, an der 5,80 Meter ins Spielfeld reichenden Freiwurflinie nur noch 3,60 Meter breit ist).
[bearbeiten] Schiedsrichter
Ein Basketballspiel wird prinzipiell von zwei Schiedsrichtern geleitet. In höheren nationalen und internationalen Ligen kommen jedoch drei Schiedsrichter zum Einsatz. Die Schiedsrichter haben unterschiedliche Beobachtungsbereiche und Verantwortungen. Maßgeblich ist hierbei die Position des Balls, jedoch sind alle Schiedsrichter gleichberechtigt.
Außerdem gibt es noch ein Kampfgericht am Anschreibetisch. Hier sitzen Anschreiber (alle Punkte und Fouls werden protokolliert), 24-Sekunden Zeitnehmer (man hat nur 24 Sekunden für einen Angriff) und Zeitnehmer (bei jedem Pfiff wird die Zeit gestoppt).
[bearbeiten] Zeiteinteilung
Ursprünglich spielte man zwei Halbzeiten mit je zwanzig Minuten, jetzt aber ist das eine Ausnahme und wird nur noch bei dem amerikanischen College Liga der NCAA beachtet.
Heute besteht ein Basketballturnier normalerweise aus insgesamt vier Vierteln. Jedes Viertel dauert zehn Minuten (in den Verbänden die zur FIBA gehören) und zwölf Minuten (in der NBA). Die neue Zeiteinteilung ist eine Übernahme aus der NBA, in der schon länger vier Viertel gespielt werden. Bei einem gleichstand am Ende des vierten Viertels, gibt es eine Verlängerung von je fünf Minuten („Overtime“), bis eine Mannschaft gewinnt und ein Sieger festgestellt werden kann. Es wird nur die reine Spielzeit gezählt, da die Zeitnahme bei Spielunterbrechungen gestoppt wird. Ein Spiel dauert in der Regel tatsächlich 80 bis 100 Minuten. Die Halbzeitpause nach dem zweiten Viertel dauert fünfzehn Minuten, wird aber in der Regel auf zehn Minuten verkürzt. Nach jedem Viertel und jeder Verlängerung gibt es eine Pause von zwei Minuten.
[bearbeiten] Punktgebung
Für einen Korbwurf innerhalb der Angriffsfläche, Korbleger oder Dunking werden grundsätzlich zwei Punkte vergeben. Ein Korbwurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie zählt drei Punkte, ein Freiwurf einen Punkt. Bei einem Foul während eines Korbwerfversuchs erfolgt ein Freiwurf von der Freiwurflinie (eng. Free-Throw-Line), die in 5,80 Meter Entfernung parallel zur Endlinie verläuft. Der gefoulte Spieler bekommt die gleiche Anzahl an Freiwürfen, wie Punkte mit einem erfolgreichen Wurf möglich gewesen wären. Ein erfolgreicher Freiwurf zählt immer einen Punkt. Der Spieler erhält zusätzlich einen Bonus- Freiwurf, wenn er trotz des Fouls mir seinem Wurfversuch trifft. Die Punkte werden regulär gezählt und somit hat er die Möglichkeit, inklusiv Freiwurf 3 (bzw. 4) Punkte zu beschaffen.
[bearbeiten] Begriffe
- • Assist:
Eine Passvorlage zu einem Spieler, der nun erfolgreich den Korb trifft und Punkte gewinnt. Die Anzahl der Assists jedes Spielers wird immer in Statistiken vermerkt.
- • Crossover:
Eine Dribbel- Bewegung, wo es zu Beginn zu einem Kreuzschritt und einem Handwechsel gleichzeitig kommt.
- • Double-double:
Am Ende eines Basketballspieles hat ein Spieler einen zweistelligen Wert in zwei statistischen Kategorien (z.B. Assists und Rebounds)
- • Triple-Double:
Am Ende eines Basketballspieles hat ein Spieler einen zweistelligen Wert in drei statistischen Kategorien (z.B. Assists, Rebounds und Punkte pro Spiel).
- • Dunking:
Wenn ein Spieler den Basketball mit einer Hand oder Zwei Händen senkrecht von oben durch den Ring stößt, wird dies als „dunken“ verstanden.
- • Korbleger (engl. Lay- Up):
Eine der Wurfarten im Basketball, die nur mit einer Hand und nah am Korb ausgeführt wird.
- • Rebound:
Das Fangen des Balles vom Verteidiger nach einem Abpraller, wird als defensiver Rebound bezeichnet, wobei das Fangen des Balles von dem Angreifer als offensiver Rebound bezeichnet wird. Die Anzahl der Rebounds wird zudem in Statistiken vermerkt.
- • Steal:
Ein „Steal“ wird als der Vorgang bezeichnet, wo ein Spieler seinem Gegner den Ball wegnimmt.
- • Turnover:
Ein Turnover ist der Ballverlust jeglicher Art z.B. durch einen Fehlpass oder Schrittfehler, wonach die gegnerische Mannschaft nun den Ball bekommt.
- • Playmaker:
Als Playmaker wird der Point Guard einer Mannschaft bezeichnet.
- • Zone:
Ein markierter Bereich. Auch Paint (weil er in der Regel farblich markiert ist) oder Key genannt weil, seine Form von oben betrachtet wie ein Schlüssel aussah, bis sie in den 1960ern verbreitert wurde) genannt, der von direkt unter dem Korb bis zur Freiwurflinie reicht.
[bearbeiten] Entwicklung der Basketballregeln
Es wird grundsätzlich weltweit nach den jeweils gültigen FIBA-Regeln gespielt die sich auch historisch entwickelt haben.
- 1895: Die Freiwurf-Linie wurde offiziell auf 4,6 m vom Korb gesetzt. Davor war die Freiwurf-Linie oft auf 6,1 m vom Korb gesetzt.
- 1896: Ein Treffer wurde von drei auf zwei Punkte heruntergesetzt. Freiwürfe wurden von drei auf einen Punkt heruntergesetzt.
- 1911: Spieler wurden nach ihrem vierten Foul disqualifiziert.
- 1914: Die Unterseite des Netzes wurde geöffnet, dadurch konnte der Ball durchfallen.
- 1922: Das Laufen mit dem Ball ohne zu dribbeln (travelling) führte dazu, dass die gegnerische Mannschaft den Ball bekommt.
- 1924: Der gefoulte Spieler musste selbst den Freiwurf werfen. Davor war es so, dass jede Mannschaft einen Spieler hatte, der die Freiwürfe warf.
- 1931: Die Größe des Basketballs wurde von 813 auf 787 mm (Umfang) reduziert.
- 1935: Die Größe des Basketballs wurde ein weiteres Mal reduziert (zwischen 749 und 768 mm).
- 1936: Der offensive Spieler durfte ab sofort nicht länger als drei Sekunden (mit und ohne Ball) vor der Freiwurf-Linie stehen.
- 1945: Fünf persönliche Fouls führen zum Ausschluss des Spielers. Das unbegrenzte Einsetzen der Ersatzspieler wurde eingeführt.
- 1949: Den Coaches wurde es erlaubt, während des Time-Outs mit den Spielern zu reden.
- 1956: Einführung der 30-Sekunden-Regel durch die FIBA.
- 1957: Die Freiwurf-Linie wurde offiziell auf 4,6 Meter vom Brett gesetzt.
- 1984: Die FIBA führt die Drei-Punkte-Linie (Entfernung 6,25 m) ein.
- 1985–1986: Die NCAA setzte die Angriffszeit auf 45 Sekunden fest.
- 1993–1994: Die Angriffszeit wurde von 45 auf 30 Sekunden verringert.
- 1994: Abschaffung der 1-und-1-Regel bei Mannschaftsfouls. Es werden immer zwei Freiwürfe zugesprochen.
- 2000: Die Angriffszeit wurde von 30 auf 24 Sekunden verringert.
- 2002: Der wechselnde Ballbesitz wurde anstelle von Sprungbällen eingeführt.
In der NBA sind eigene Regeln gültig, die sich ebenfalls historisch entwickelt haben und die auf die besonderen US-amerikanischen Anforderungen des Profi-Sports (z. B. Unterbrechungen des Spiels für TV-Werbeeinblendungen) ausgerichtet sind. Bei internationalen Turnieren (z. B. Olympische Spiele), die unter der Kontrolle der FIBA ausgerichtet werden, müssen sich alle NBA-Profis dann ggf. auf die FIBA-Regeln umstellen.
[bearbeiten] Spielregeln
Die beschriebenen Spielregeln im folgenden Abschnitt beziehen sich auf die offiziellen FIBA-Regeln. Zeitübertretungen
- • 24-Sekunden-Uhr (Shotclock)
Die Shotclock zeigt die verbleibende Angriffszeit an. Insgesamt stehen 24 Sekunden pro Angriff zu Verfügung. Im amerikanischen College-Basketball hat man für einen Angriff 35 Sekunden Zeit, was zu weniger Punkten als im Profi-Basketball führt. Ein Ballwechsel führt zum Neustart der 24-Sekunden-Uhr. Die Zeit wird auch neu gestartet nach „absichtliches Spielen des Balles mit dem Fuß“, oder nach jeder Ringberührung des Balles. Dagegen führt eine Ausball-Entscheidung, wenn der Ballbesitz nicht wechselt, nicht zum Neustart. Ein Korb zählt, wenn ein Spieler den Ball vor Ablauf der 24-Sekunden-Uhr abwirft, was zu sensationellen Szenen führt.
- • 8-Sekunden-Regel
Nach einen Einwurf muss die Mannschaft, die den Ball bekommt, innerhalb von acht Sekunden (bei 24 Sekunden) den Ball in die gegnerische Hälfte bringen. Wenn der Spieler, der den Ball hat, sich einmal in der gegnerischen Hälfte (Vorfeld) befindet, darf der Ball danach die Mittellinie nicht wieder überschreiten, um in die eigene Spielfeldhälfte (Rückfeld) zukommen. Eine Ausnahme gibt es, wenn ein Verteidiger den Ball ins Rückfeld zurücktippt (der Ballbesitz wird nicht gewechselt), oder der Ball von einem angreifenden Spieler ins Rückfeld gepasst und von einem gegnerischen Spieler abgefangen wird. Nach einem Verstoß der 8- Sekunden- Regel gibt es einen Einwurf der gegnerischen Mannschaft von der Seitenlinie; nächst der Stelle, wo der Spieler den Ball im Rückfeld berührt hat.
- • 5-Sekunden-Regel
Während einem Einwurf darf ein Spieler, bis er den Einwurf durchführt, den Ball nur maximal fünf Sekunden festhalten. Während dem Spiel, wenn er nah bewacht wird, muss er in dieser Zeit anfangen zu dribbeln, einen Korbwurf machen, oder den Ball abgeben.
- • 3-Sekunden-Regel
Die Spieler der angreifenden Mannschaft dürfen sich während eines Angriffs nicht länger als drei Sekunden am Stück in der gegnerischen Zone, also im Freiwurfraum, befinden, egal ob sie den Ball besitzen oder nicht. Wichtig ist nur, dass die eigene Mannschaft im Vorfeld im Ballbesitz ist. Auf hochklassigem Niveau wird eher selten von dieser Regel Gebrauch gemacht. Deswegen sind inzwischen die Schiedsrichter angeordnet, den 3-Sekunden-Verstoß nicht zu ahnden, wenn ein Angreifer zwar mehr als drei Sekunden in der Zone steht, aber während dieser Zeit nicht aktiv ins Spiel eingreift.
Die gegnerische Mannschaft erhält den Ball durch Einwurf an der nächstgelegenen Auslinie, sollte es einen Verstoß gegen einen dieser Regeln geben.
Wenn zwei gegnerische Spieler den Ball nicht unter eigene Kontrolle bekommen und sie deshalb den Ball gleichzeitig festhalten, kommt es zu einer Sprungballsituation.
Es kommt zum wechselnden Ballbesitz, der mit einem Richtungspfeil am Kampfgericht angezeigt wird. Nur in der NBA findet ein Sprungball in dem Kreis statt, nächst der Stelle, an der sich die beiden Spieler befinden.
[bearbeiten] Sonstige Regelübertretungen
- • Schrittfehler
Ein Spieler kann sich nur fortbewegen, indem er den Ball auf den Boden tippt, um zu dribbeln.
Wenn er dies nicht tut, dann ist das ein Schrittfehler (travelling) und der Gegner bekommt Einwurf an der Seitenlinie. Wenn ein Spieler aufhört zu dribbeln, aber noch in Bewegung ist, darf er noch zwei (in der NBA drei) Schritte machen, bevor er passt, oder auf den Korb wirft.
- • Doppeldribbling
Sobald ein Angreifer den Ball nach einem Dribbling aufnimmt, darf er nicht ein zweites Mal zum Dribbling ansetzen. Es kommt zu einem Einwurf für den Gegner von der Seitenlinie, falls es einen Verstoß dieser Regel gibt.
- • Goaltending
Es ist erlaubt, den Ball (gezielt auf den Korb geworfen) aus der Luft zu blocken, oder zu fangen, aber nur, wenn er sich in diesem Moment nicht in einer Aufwärtsbewegung befindet. Falls er bereits den Höhepunkt seines Fluges erreicht hat, oder sich bereits im Sinkflug befindet, muss der Ball erst den Korb berühren, bevor er wieder frei spielbar ist. Der Ball kann auch geblockt werden, nachdem er das Brett berührt hat. Der Ball ist aber trotzdem nicht frei, außer es ist offensichtlich, dass er daneben geht. Im Gegensatz zum Wurf mit Brett ist es beim Wurf ohne Brett egal, ob der Ball sich noch in der Aufwärts-, oder schon in der Abwärtsbewegung befindet. So bekommt die angreifende Mannschaft den Korbversuch als Korberfolg beurteilt. Als Goaltending kann man auch das Schlagen ans Brett, oder das Greifen ins Netz, wobei ein Korb verhindert wird, bezeichnen.
[bearbeiten] Fouls
Im Basketball gibt es nicht nur die „normalen“ Fouls des Verteidigers oder des Angreifers, aber auch unsportliche (früher absichtlichen), technische, und disqualifizierende Fouls.
- • Fouls des Verteidigers:
Durch Blockieren, Stoßen, Beinstellen, Rempeln und indem ein Spieler die Fortbewegung eines Gegenspielers durch Ausstrecken von Arm, Hand, Schulter, Bein oder Fuß behindert, begeht der Verteidiger ein Foul. Der angreifende Spieler darf nicht gestoßen werden, außer dieser sucht absichtlich den Körperkontakt. Wenn der verteidigte Angreifer den Ball hat, gibt es wenige Möglichkeiten für den Verteidiger. In diesem Fall darf der Angreifer nicht mit Beinen oder Armen behindert werden, sondern nur mit dem Körper. Hat der verteidigte Angreifer gerade keinen Ball, ist durchaus ein gewisses Schieben und Zerren erlaubt. Stehende Blöcke hingegen sind im Basketball erlaubt (nicht so wie beim Fußball, wo das sogenannte „Auflaufenlassen“ als Foul beurteilt wird. Aber wenn ein Spieler einen „bewegten Block“ (moving pick) setzt, ist dies ein Foul.
- • Fouls des Angreifers
Wenn ein Angreifer einen rückwärts bewegenden oder stehenden Verteidiger umrennt, begeht er ein offensives Foul. Er begeht auch ein Foul, wenn er mit der Schulter voran in den Gengenspieler läuft, oder wenn er seine Ellenbogen zu sehr ausfährt. Wenn der Schiedsrichter seine „geballte Faust“ einem Spieler zeigt, heißt dies, dass dieser Spieler ein Foul begangen hat. Es handelt sich um eine persönliche Strafe. Also wird trotzdem mit fünf gegen fünf Spielern weiter gespielt, nur darf der „Ausgefoulte“ nicht mehr spielen.
- • Unsportliche Fouls
Unsportliche Fouls gibt es, wenn das Foul absichtlich von einem Spieler begangen wurde, wie z.B. wenn der Spieler während einer Korbsituation ohne offensichtlicher Aussichtverhindert, den Ball zuspielen. Zwei unsportliche Fouls führen zum Ausschluss vom Spiel.
- • Technische Fehler
Für verwaltungsmäßige Vergehen sowie technische Fehler gibt es technische Fouls, wie z. B. Stören des Gegners (z.B. Klatschen während des Wurfversuchs), oder Disziplinlosigkeit von Trainern und Spielern (z. B. Herummeckern). Drei technische Fouls gegen die Bank oder zwei technische Fouls gegen einen Trainer führen zur Disqualifikation des Trainers.
- • Disqualifizierende Fouls
Disqualifizierende Fouls gibt es wegen grober Unsportlichkeit (Beleidigung, Prügeleien, etc.). Ein disqualifizierendes Foul führt ebenfalls zum Spielausschluss. Der disqualifizierte Spieler oder Trainer muss die Halle sofort verlassen.
[bearbeiten] Folgen der Fouls
Fünf Fouls (in der NBA sechs Fouls) führen zum Ausfall der Spielberechtigung für das derzeitige Spiel. Grundsätzlich führt aber ein Foul beim Korbversuch zu Freiwürfen. Bei Offensiv-Fouls werden keine Freiwurfstrafen verhängt, aber sie zählen jedoch zu den Teamfouls der jeweiligen Periode. Ein Foul ohne Korbversuch führt grundsätzlich auch nicht zu Freiwürfen. Eine Ausnahme gibt es. Wenn eine Mannschaft schon fünf Fouls hat, also ab dem 5. Mannschaftsfoul (die Foulgrenze, also alle persönlichen und technischen Fouls aller Spieler eines Teams pro Viertel), gibt es für jedes zusätzliches Foul grundsätzlich 2 Freiwürfe.
[bearbeiten] Varianten
- • Streetball
Eine Abwandlung des Basketballs ist das so genannte Streetball, das als Freizeitsportart immer populärer wird. Es gibt mehrere Regeln, die sich vom normalen Basketball unterscheiden. Die wichtigsten Änderungen sind z. B., dass Streetball meistens mit drei Spielern pro Mannschaft gespielt wird, es wird nur auf einen Korb gespielt, und es findet im Freien statt. Hier wird mehr Wert auf ‚moves‘ und Tricks als im klassichen Basketball gelegt und es gibt mehr Freestyle- Vermögen.
- • Einradbasketball
In dieser Variante werden die gleichen Regeln verwendet wie beim normalen Basketball. Der größte Unterschied ist, dass die Teilnehmer auf ihrem Einrad spielen müssen und aber trotzdem so oft wie möglich versuchen müssen, den Ball in den gegnerischen Korb zu bekommen. Diese Art von Basketball wird vor allem bei Wettbewerben der International Unicycling Federation (IUF) gespielt.
- • Rollstuhlbasketball
Der internationale Dachverband für diese Art von Basketball ist die International Wheelchair Basketball Federation. Diese Variante von Basketball wurde nach dem Krieg im Jahre 1946 in den USA erfunden, da einige ehemaligen Basketball Spieler trotz Kriegsverletzungen noch spielen wollten. Rollstuhlbasketball zählt seit 1960 zu den paralympischen Sportarten.
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[bearbeiten] Nützliche externe Links
- National Basketball Association (NBA) – englisch
- National Basketball Association (NBA) - deutsch
- Basketball-Bundesliga (BBL) – Deutschland
- Österreichischer Basketballverband (ÖBV)


