Eishockey

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Eishockey ist die schnellste Mannschaftssportart und wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, einen Puck, der sich mit bis zu 190km/h bewegt, in das gegnerische Tor zu befördern.

Eishockey ist eine sehr körperbetonte Sportart, bei der es mittels so genannter Bodychecks möglich ist, den Gegner zu verdrängen, um den Puck zu erlangen. Hin und wieder kommt es beim Eishockey zu handfesten Auseinandersetzungen, die aber in der Regel ohne gröbere Verletzungen enden.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert und hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Eishockey mit freundlicher Unterstützung von pixelio.de
Eishockey
mit freundlicher Unterstützung von pixelio.de


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschichte

Eishockey wurde erstmals in Dänemark im Jahr 1134 erwähnt. Damals wurde vermutlich mit Schlittschuhen aus Knochen gespielt. In den Niederlanden wurde im 16. Jahrhundert ein Spiel entwickelt, das bis heute unter dem Namen Bandy bekannt ist und dem heutigen Eishockey sehr ähnlich ist.

Der Eishockeysport, in seiner heutigen Form entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die Bezeichnung Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“. Das erste richtige Eishockey-Spiel fand am 3. März 1875 in Montreal zwischen Studenten und Dozenten der McGill-Universität statt.

Früher war Eishockey vor allem dort sehr verbreitet, wo genügend natürliche Eisflächen vorhanden waren, da ein Betrieb mittels Kältemaschinen sehr teuer war. Durch die Entwicklung kostengünstiger Alternativen aus synthetischem Eis kam es zu einer größeren Verbreitung des Eissports.

In der Sowjetunion wurde bis in die 1950er Jahre vor allem Bandy gespielt. Das sowjetische Eishockey entwickelte sich jedoch in einem enormen Tempo und schon bei der Weltmeisterschaft 1954 sowie bei der ersten Teilnahme am Olympischen Eishockey Turnier gelang es dem sowjetischen Team die Goldmedaille zu gewinnen.

Das taktische Denken im Eishockey, das sich erst in den 1950er Jahren entwickelte, geht vor allem auf osteuropäische und sowjetische Vordenker zurück, die langsam ein Spielsystem etablierten. Davor gab es keine richtige Trennung der Positionen. Die Spieler konnten so spielen, wie sie wollten. Vor der Etablierung eines taktischen Systems konnte man strikt zwischen sowjetischem Eishockey, das von Kurzpassspiel bis zur Torchance geprägt war, und einer kanadisch-nordamerikanischen Spielweise mit mehr Körpereinsatz trennen. Heute sind diese Unterschiede nicht mehr so eindeutig sichtbar. Der Taktik wird bei Eishockey-Spielen mittlerweile eine größere Bedeutung zugemessen, da es technisch schwächeren Mannschaften mit guter Taktik schon oft gelungen ist, gegen talentiertere Teams zu gewinnen.

Während des Kalten Krieges erlangten die Spiele zwischen den USA und der UdSSR geschichtliche Bedeutung und galten als Ausdruck des Kampfes der Systeme. Die USA konnte beim Olympischen Eishockeyturnier 1980 das überlegenere Team der Sowjetunion schlagen, wodurch das Spiel als „Miracle on Ice“ in die Eishockey-Geschichte einging.

Vor allem nach dem Prager Frühling 1968 wurden die unterschiedlichen politischen Gesinnungen auch in die Spiele zwischen der UdSSR und der ČSSR getragen.

Die bedeutendste Eishockeyliga der Welt ist die National Hockey League (NHL), in der Mannschaften der USA und Kanadas vertreten sind. Die NHL hat nach dem Zusammenbruch der UdSSR einige der besten Spieler des Landes aufgenommen und lockt bis heute Spieler aus Europa und allen anderen Teilen der Welt durch finanzielle Anreize.

Heute ist Eishockey vor allem in den USA, Kanada, Russland, Tschechien, der Slowakei, der Schweiz, Lettland und den nordischen Ländern weit verbreitet. Die Gesamtsumme der Eishockey-Zuschauer in einer Saison liegt in diesen Ländern weit über derjenigen der Fußball-Zuschauer. Das große Interesse an Eishockey lässt sich vor allem durch die Athletik und die Schnelligkeit der Sportart erklären.


[bearbeiten] Spielfeld, Regeln und Taktik

Das Spielfeld besteht beim Eishockey aus einer 56-61 m langen und 26-30 m breiten Eisfläche mit abgerundeten Ecken. Sie wird von einer etwa 1,20 m hohen Bande umgeben, auf der zum Schutz der Zuschauer Fangnetze und eine Schutzglasscheibe angebracht sind. Die Tore bestehen aus roten Pfosten und sind ca. 1,80 m breit und ca. 1,20 m hoch. Der Torraum ist halbkreisförmig vor den Toren auf das Eis gezeichnet.

Die Spielfläche ist einerseits durch eine rote Mittellinie, auf der sich der Anspielpunkt (Bullypunkt) befindet, halbiert und wird andererseits durch zwei blaue Linien in drei gleichgroße Zonen (Angriff-, Neutrale- und Abwehrzone) geteilt. Es gibt fünf Anspiel- oder Bullykreise, einen in der Mitte des Feldes und jeweils zwei in den Verteidigungszonen. Da das Spielfeld um die Tore herumreicht, sind die roten Torlinien über das ganze Spielfeld durchgezogen. Die Strafbänke und die Zeitnehmung befinden sich gegenüber von den Spielerbänken.

Ein weltweit geltendes Regelwerk wird regelmäßig im Regelbuch der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) herausgegeben. Dieses Regelbuch gliedert sich in sechs Abschnitte: Spielfeld, Teams, Spieler und ihre Ausrüstung, Offizielle und ihre Pflichten, Spielregeln, Strafen und Besondere Regeln. Die NHL gibt ein eigenes Regelbuch heraus, dessen Inhalte zum Teil von den Vorschriften der IIHF abweichen.

Die Spielzeit eines Eishockeyspiels beträgt 60 Minuten (3 Drittel mit je 20 Minuten, dazwischen jeweils 15 Minuten Pausenzeit), verlängert sich jedoch aufgrund von Spielunterbrechungen, bei denen die Uhr angehalten wird.

Eine Angriffsmöglichkeit bei Eishockey-Spielen ist das Dump'n'Chase-Spiel, bei dem der Spielzug wird mit einem weiten Pass an die Hintertorbande eröffnet wird. Technisch versierte Spieler können durch einen Lauf durch die neutrale Zone zur Torchance gelangen. Daneben gibt es noch verschiedene Passwege, über die der Center einen Außenstürmer erreichen kann. Eine weitere Alternative stellt der Konter dar.


Im Abwehrverhalten unterscheidet man fünf Varianten, die jedoch häufig miteinander kombiniert werden:

  • Backchecking (der Puck soll nicht in die eigene Abwehrzone gelangen);
  • Forechecking (die abwehrende Mannschaft versucht schon in der Angriffszone, wieder an den Puck zu kommen);
  • Manndeckung;
  • Raumdeckung (vor allem bei Unterzahl angewandt, um so wenig wie möglich laufen zu müssen);
  • Zonenpressing (sowohl der scheibenführende Spieler als auch der Spieler, der den Puck wohl als nächstes bekommen soll, werden gedeckt).


Der Puck darf mit Hilfe des Schlittschuhs fortbewegt werden, sofern man dadurch kein Tor erzielt. Wird der Spieler am Schlittschuh getroffen, ohne dass eine aktive Kickbewegung zu sehen ist, und überquert der Puck die Torlinie, ist auf reguläres Tor zu entscheiden. Es ist auch zulässig, den Puck mit der Hand zu stoppen oder wegzuschlagen. Handpässe und ein Spiel des Pucks mit dem hohen Stock (Stock über Schulter oder über der Latte) sind allerdings verboten.

Ein Tor gilt beim Eishockey nur, wenn der Puck die Torlinie in vollem Durchmesser überquert, und der Schiedsrichter den Puck hinter der Torlinie gesehen hat. Wenn nicht mit Sicherheit eine Aussage darüber getroffen werden kann, ob der Puck auch tatsächlich die Torlinie in vollem Durchmesser überschritten hat, so ist auf "kein Tor" zu entscheiden. Beim Eishockey gibt es formell keine Eigentore, der Treffer wird dem Spieler der angreifenden Mannschaft zugeschrieben, der den Puck zuletzt berührt hat.

Der Schiedsrichter entscheidet innerhalb eines gewissen Rahmens über die Höhe der Strafen. Ein Foul wird durch Heben des Arms angezeigt, das Spiel läuft jedoch weiter bis die zu bestrafende Mannschaft in Puck-Besitz gelangt. Der Torhüter der anderen Mannschaft kann in dieser Zeit das Tor verlassen, um einen 6. Mann auf das Spielfeld zu schicken. Erzielt die gefoulte Mannschaft in dieser Phase ein Tor, ist die Strafe hinfällig.


[bearbeiten] Strafen

Die häufigsten Gründe, weswegen der Schiedsrichter Strafen ausspricht sind:

  • Bandencheck (boarding)
  • Behinderung (interference)
  • Beinstellen (tripping)
  • Cross-Check (auch Stock-Check)
  • Check gegen den Kopf (checking to the head)
  • Ellbogencheck (elbowing)
  • Haken (hooking)
  • Halten (Holding)
  • Hoher Stock (high-sticking)
  • Spielverzögerung (delaying the game)
  • Stockschlag (slashing)
  • Unsportliches Verhalten (unsportsmanlike conduct)
  • Übertriebene Härte (roughing)
  • Unerlaubter Körperangriff (charging)
  • Unkorrekte Ausrüstung


Um schwere Verletzungen zu vermeiden, hat die IIHF (der Weltverband) neue Strafen, Check gegen den Kopf- und Nackenbereich und Check von hinten, eingeführt. Beide Fouls ziehen mehr als eine normale 2-Minuten-Strafe nach sich und werden zusätzlich mit einer persönlichen Disziplinarstrafe verhängt (2+10).

Zum Schutz der Zuschauer und zur flüssigeren Gestaltung des Spiels wurde eine neue Regel eingeführt: Verlässt der Puck in direkter Folge eines Schusses seitwärts das Spielfeld, wird eine kleine Strafe gegen den verfehlenden Spieler wegen Spielverzögerung ausgesprochen.


Strafen und Strafzeiten

  • kleine Strafe (2 min) / kleine Bankstrafe (2 min gegen die Mannschaft)
  • kleine Strafe + automatischer Disziplinarstrafe (2 + 10 min)
  • große Strafe (5 min + automatisch Spieldauer-Disziplinarstrafe)
  • Disziplinarstrafe (10 min)
  • Spieldauer-Disziplinarstrafe (Restausschluss + 1 Spiel Sperre, Eintrag im Spielbericht: 20 min)
  • Matchstrafe (5 min + Restausschluss + evtl. Spielsperren, Eintrag im Spielbericht: 25 min)
  • Strafschuss (Penalty)


Die Zeitstrafen werden auf der Strafbank abgesessen. Der Torhüter geht nie auf die Strafbank, sondern wird bei kleinen Strafen oder der ersten Disziplinarstrafe durch einen Feldspieler vertreten, der zur Zeit des Vergehens auf dem Eis war. Größere Strafen können je nach Liga oder Wettbewerb Spielsperren nach sich ziehen.

Eine Mannschaft kann durch Strafen nie auf weniger als drei Feldspieler reduziert werden. Im Falle der dritten Strafe, die zu einem Mann weniger auf dem Eis führen würde, muss der betreffende Spieler zwar auf die Strafbank, die Strafzeit läuft jedoch erst los, nachdem die Strafzeit eines vorher bestraften Spielers abgelaufen ist (aufgeschobene Strafe).

Wird gegen beide Mannschaften gleichzeitig eine gleiche Anzahl von Strafen ausgesprochen, so müssen die betreffenden Spieler zwar die Strafe auf der Strafbank absitzen, die beiden Mannschaften bleiben aber im Feld in der gleichen Spielstärke wie vor den Vergehen.

Gelingt der in Unterzahl spielenden Mannschaft ein Tor, darf der Spieler (sofern er eine kleine Strafe verbüßt) sofort wieder aufs Eis. Auf große Strafen oder Disziplinarstrafen hat ein Tor keinen Einfluss. Sitzen zwei Spieler auf der Strafbank, darf derjenige, dessen Strafe die geringere Restzeit aufweist, wieder aufs Eis.


[bearbeiten] Teams

Beim Eishockey sollten Verteidiger und Stürmer nach Möglichkeit immer mit den gleichen Partnern spielen, das heißt es wird in Reihen bzw. Blöcken gespielt. 22 Spieler bilden für gewöhnlich eine Mannschaft, die sich in vier Verteidigungsreihen, bestehend aus insgesamt 8 Spielern, und vier Sturmreihen mit 12 Spielern, sowie zwei Torhüter gliedern. Während des Eishockey-Spiels dürfen sich maximal 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis befinden, wobei diese in der Regel aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart bestehen. Feldspieler können im Gegensatz zum Fußball nicht nur während Spielunterbrechungen, sondern auch „fliegend“ ausgewechselt werden. Ein Team muss einen Kapitän und zwei Assistenten bestimmen, die zu ihrer Erkennung ein „C“ (Captain) bzw. „A“ (Assistenz-Captain) auf der Brust tragen.

Da es beim Eishockey leicht zu Verletzungen kommen kann, ist für die Spieler und besonders für die Torhüter, die durch Torschüsse einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, eine umfassende Schutzausrüstung vorgeschrieben.


[bearbeiten] Offizielle

Die Offiziellen sind in Spiel-Offizielle und Off-Ice-Offizielle unterteilt. Die Spiel-Offiziellen bestehen aus einem Schiedsrichter (Referee) und zwei Linienrichtern (Linesmen). Sie haben beim Eishockey im Gegensatz zum Fußball die Möglichkeit, unter anderem durch das Aussprechen von Strafzeiten, einen größeren, unmittelbaren Einfluss auf das Spielgeschehen zu nehmen. In unteren Spielklassen wird daneben das System mit zwei Schiedsrichtern ohne Linienrichter verwendet. Der Schiedsrichter hat die allgemeine Aufsicht über das Spiel sowie die Kontrolle über Spieler und Offizielle.

Zu den Off-Ice-Offiziellen zählen neben dem Stadionsprecher und dem Spielzeitnehmer ein Punktrichter, ein Video-Torrichter, zwei Strafbankbetreuer sowie zwei Torrichter. In der DEL (Deutschen Eishockey Liga) wird kein Torrichter mehr eingesetzt und der Stand-By-Schiedsrichter übernimmt die Aufgabe des Video-Torrichters.


[bearbeiten] Internationale Wettkämpfe

Im Eishockey gibt es verschiedene bedeutende internationale Turniere, wobei das Olympische Eishockey-Turnier, das seit 1924 bei den Winterspielen ausgetragen wird, der offiziellen Rangfolge der Internationalen Eishockey-Föderation nach, das bedeutendste Eishockey-Turnier für die Nationalmannschaften darstellt. Die seit 1920 stattfindenden offiziellen Weltmeisterschaften der IIHF sind vor allem für die europäischen Eishockey-Teams von großer Bedeutung.

In den USA und Kanada wird den Eishockey-Weltmeisterschaften und den Olympischen Eishockey-Turnieren weniger Bedeutung beigemessen. Die NHL hat ihre Saison bisher nur 1998, 2002 und 2006 für die Teilnahme an den Olympischen Spielen unterbrochen. Aufgrund dessen, dass bis 1976 nur Amateure an den Weltmeisterschaften teilnehmen durften, wurden die Eishockey-Weltmeisterschaften in Nordamerika nicht anerkannt, da sie keinen echten Weltmeister küren würden. Die Gewinner amerikanischer Sportligen titulieren sich auch abgesehen vom Eishockey als World Champions, wodurch der Überlegenheit der Amerikaner in diesen Sportarten Ausdruck verliehen werden soll.

Der World Cup of Hockey gilt heute neben dem Olympischen Eishockey-Turnier als wichtigstes Spielereignis im Eishockey. Er wird von der NHL in Zusammenarbeit mit der IIHF ausgerichtet und fand bislang 1996 und 2004 statt. Das Turnier findet vor Beginn der NHL-Saison statt, weswegen die besten Spieler aller Nationen teilnehmen können und die Bedeutung dieses Eishockey Events deutlich erhöht wird.

Das bekannteste und traditionsreichste Vereinsturnier im Eishockey ist der Spengler Cup, der seit 1923 jährlich in Davos in der Schweiz ausgetragen wird, wobei der Gastgeber, der HC Davos, bisher Rekordsieger ist.

Der jährliche IIHF European Champions Cup stellt, als Nachfolger der European Hockey League, seit 2005 in Europa einen weiteren bedeutenden Vereinswettbewerb dar. Dabei treffen die sechs besten europäischen Eishockeyverbände der IIHF Weltrangliste aufeinander.


[bearbeiten] Wichtige Begriffe

  • Abseits (Offside): Beim Spiel aufs gegnerische Tor muss der Puck als erstes oder gleichzeitig mit dem ersten angreifenden Spieler die blaue Linie zwischen neutraler Zone und Angriffszone überschreiten. Wenn ein Spieler ein Tor erzielt, während er oder ein anderer angreifender Spieler sich im Torraum aufhält, ist das Tor ungültig und man spricht von einem Torraumabseits. Seit der Saison 2006/07 sind auch Tore gültig, bei denen der Angreifer im Torraum steht, solange der Torwart nicht behindert wurde.
  • Assist (Mithelfer): Bis zu zwei Spieler, die durch ihr Zuspiel dem Torschützen die Vorlage zum Torschuss geben.
  • Auszeit (Time-Out): Pro Spiel steht jeder Mannschaft eine Auszeit von 30 Sekunden zu.
  • Block: In der Regel bilden zwei Verteidiger und drei Stürmer zusammen einen Block, wobei ihre Aufgaben aufgrund des schnellen Spielverlaufs wechseln.
  • Bully (Face-Off): Wenn das Spiel nach einer Unterbrechung oder zu Beginn eines Drittels wieder angepfiffen wird, gibt es ein Bully.
  • Direktabnahme (One-timer): Einen direkt angenommenen Pass, der sofort aufs Tor geschossen wird, bezeichnet man als one-timer.
  • Empty-Net-Goal: Wenn eine Mannschaft ein Tor schießt, während die gegnerische Mannschaft den Torhüter gegen einen zusätzlichen Spieler ausgetauscht hat, wird das als Empty-Net-Goal bezeichnet.
  • Hoher Stock: Wenn der Stock oder ein Teil über der Schulterhöhe des Gegners gehalten und der Gegner damit berührt wird. Abhängig von der Gefährdung oder Verletzung des Gegners wird eine Strafe verhängt.
  • Power-Play: Wenn ein Spieler eine Bankstrafe absitzt, hat seine Mannschaft während seiner Strafzeit einen Spieler weniger auf dem Eis. Die nicht bestrafte Mannschaft hat demnach eine Überzahl, die bestrafte Mannschaft eine Unterzahl.
  • Puck: Der Puck ist eine Hartgummischeibe, mit eine Höhe von etwa 2.54 cm, einem Durchmesser von 7,62 cm und einem Gewicht von etwa 160 g.
  • Shorthander: Ein Shorthander bzw. ein Shorthanded-Goal bedeutet, dass eine Mannschaft in Unterzahl ein Tor schießt.
  • Slide: Bei Schüssen aus kurzer Entfernung lässt der Torwart seinen Körper aufs Eis gleiten, um zu verhindern, dass der Puck unter seinem Körper durchrutschen kann.
  • Spielerausrüstung: Schläger, Trikot und Schlittschuhe dienen den Spielern als Werkzeug, während Helm, Tief-, Bein-, Zahn-, Hals-, Schulter- und Ellenbogenschutz zu ihrem Schutz sind.
  • Strafschuss (Penalty Shot): Bei einem Strafschuss bewegt sich der ausführende Spieler alleine von der Mitteillinie aus auf den Torhüter zu und versucht, ohne sich dabei rückwärts zu bewegen, ein Tor zu erzielen. Nach dem ersten Schuss ist der Penalty Shot vorbei.
  • Unerlaubter Weitschuss (Icing): Wenn der Puck die rote Mittellinie und die gegnerische Torlinie überschreitet. Bei der "No-Touch-Icing" Regel wird abgepfiffen und es gibt Bully in der gegenüberliegenden Endzone. In vereinzelten Ligen besteht allerdings noch die "Touch-Icing" Regel. In Unterzahl gelten diese Regeln nicht.


[bearbeiten] Eishockey-Hall of Fame

  • Mario Lemieux (Kanada) begann seine Eishockey-Karriere bei den Montréal Hurricanes 1979 und wechselte im Jahr darauf zu Montréal Concordia sowie 1981 in die Juniorenliga QMJHL.1984 wurde er von den Pittsburg Penguins übernommen, denen er half, aus dem Tief zu kommen und sich mehrmals für die Playoffs zu qualifizieren. 1987 wurde er zum Superstar, als er mit dem kanadischen Team im Finale des Canada Cup kurz vor dem Schlusspfiff mit Hilfe von Wayne Gretzky den entscheidenden Treffer erzielte. 1990 gewannen die Penguins erstmals den Stanley-Cup. Drei Jahre darauf wurde bei Lemieux ein bösartiger Tumor festgestellt, er konnte aber schon nach wenigen Monaten wieder für die Penguins spielen. 1996 beendete Lemieux erstmals seine Karriere und wurde schon 1997 in die Eishockey Hall of Fame aufgenommen. Die Penguins schlitterten nach seinem Rücktritt in finanzielle Probleme, weshalb Lemieux das Team zwei Jahre nach seinem Rücktritt kaufte. Im Jahr 2000 sorgte er für eine Sensation als er bei den Penguins sein erfolgreiches Comeback feierte. Zwei Jahre darauf spielte er als Captain des kanadischen Nationalteams bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille ein und 2004 gewann er mit dem Team den World Cup of Hockey. 2006 beendete Lemieux endgültig seine Karriere.


  • Wayne Gretzky (Kanada) erzielte schon als Kind Rekorde in der Brantford-Atom-League (Ontario-Schülerliga). 1978 spielte der 17-jährige erstmals für die Indianapolis Racers und wurde bereits nach wenigen Spielen an die Edmonton Oilers in die NHL verkauft, mit denen er viermal die nordamerikanische Meisterschaft, den Stanley-Cup gewann. 1988 wechselte Gretzky zu den Los Angeles Kings, mit denen er unter anderem das Finale des Stanley-Cups erreichte. 1996 wechselte er zu den St. Louis Blues und im selben Jahr zu den New York Rangers. 1999 gab er seinen Rücktritt bekannt. Mit 894 erzielten Toren, 1963 Vorlagen und 2857 Scorepunkten belegt er den ersten Platz in der NHL.


  • Saku Koivu (Finnland) spielte drei Jahre bei TPS in der finnischen SM-liiga und führte die finnische Nationalmannschaft zu ihrem ersten und bisher einzigen Weltmeistertitel. 1995 schloss er sich den Montreal Canadiens an und wurde 1999 zum Captain ernannt. Trotz der Krebsdiagnose konnte Koivu in den Playoffs 2001/2002 wieder für die Canadiens spielen, musste aber aufgrund einiger Verletzungen immer wieder aussetzen.


  • Peter Forsberg (Schweden) begann seine Karriere 1990 beim schwedischen Verein MoDo HK und wurde im selben Jahr von den Philadelphia Flyers übernommen. Forsberg blieb aber vorerst noch bei MoDo HK und gewann bei den Olympischen Spielen 1994 mit dem schwedischen Nationalteam die Goldmedaille, wobei er das entscheidende Tor erzielte. 1994 spielte er für die Quebec Nordiques, die in der darauffolgenden Saison als Colorado Avalanche in Denver spielten. Forsberg gewann mit den Avalanche den Stanley Cup und konnte 1998 die Playoffs erreichen. 2001 wurde er ins schwedische All-Star-Team gewählt. 2005 wechselte Forsberg wieder zu den Philadelphia Flyers und wurde 2007 zu den Nashville Predators transferiert.


  • Wladimir Krutow (Sowjetunion) begann seine Karriere 1977 und spielte bald darauf für die sowjetische Nationalmannschaft. Er gewann bei den World Junior Championships 1979 die Goldmedaille, fünfmal mit der sowjetischen Nationalmannschaft die Eishockey-Weltmeisterschaften, zweimal die Olympischen Spiele, sowie 1981 den Canada Cup. Er spielte 1980 gegen die USA im legendären „Miracle on Ice“-Spiel, wo er seine größte Niederlage erzielte. Darüber hinaus wurde er in den Jahren 1983, 1985 und 1987 ins All-Star-Team gewählt. 1989 wechselte er zu den Vancouver Canucks, die sich allerdings nach einer schlechten Saison von Krutow trennten. 1990 spielte er zwei Jahre für den Zürcher SC und ab 1992 für drei Jahre bei Östersunds IK in Schweden. Bei Brunflo IK beendete er in der Saison 1995/96 seine Karriere.


  • Jaromír Jágr (Tschechien) war 1990 der erste tschechische Eishockey-Spieler, der von der NHL unter Vertrag genommen wurde und spielte zehn Jahre für die Pittsburgh Penguins, mit denen er zweimal den Stanley Cup gewann. 1999 wurde er zum besten Spieler der NHL gewählt. Mit dem tschechischen Nationalteam gewann er 1998 die Olympischen Spiele und 2005 die Eishockey-Weltmeisterschaft. 2000 wechselte Jágr zu den Washington Capitals und wurde 2003 zu den New York Rangers getauscht. 2006 gab Jágr seinen Austritt aus der tschechischen Nationalmannschaft bekannt und bestritt die Saison 2006/07 als Captain der New York Rangers.


  • Mike Modano (USA) begann seine Karriere als Junior bei den Prince Albert Raiders und den Minnesota North Stars, mit denen er 1990 das Finale des Stanley Cups erreichte. Die North Stars zogen nach Dallas und spielten dort als Dallas Stars weiter. 1998 gewannen sie den Stanley Cup. Modano spielte mit der Nationalmannschaft der USA 1998 und 2002 bei den Olympischen Spielen, wo sie die Silbermedaille gewannen. Er spielte bisher sechsmal beim NHL-Allstar-Spiel und wurde 2007 zum erfolgreichsten Amerikaner der NHL-Geschichte.


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