Hermann Maier
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Hermann Maier ist neben Toni Sailer der erfolgreichste österreichische alpine Skifahrer aller Zeiten und insgesamt auch einer der ganz Großen im alpinen Skisport.
Maier hält bis dato (Stand August 2008) bei 53 Weltcup-Siegen, wobei ihm der letzte davon im Januar 2006 gelang und 4 Gesamtsiegen sowie insgesamt 10 kleinen Kristallkugeln im FIS Weltcup. Neben seinen vielen Weltcuperfolgen hat Hermann Maier auch bei Weltmeisterschaften und Olympia Großes geleistet und hält bei insgesamt 10mal Edelmetall, davon 5mal Gold.
Der Flachauer, der von Beruf Maurer ist, war ein Spätstarter wie er im Buche steht. Seine Weltcup Karriere begann 1996 kurioserweise als Vorläufer bei einem Riesenslalom in seinem Heimatort, in dem er den 12. Platz belegt hätte, wäre seine Zeit gewertet worden. Nur etwas mehr als ein Jahr später, feierte er bereits seinen ersten Weltcupsieg im Riesentorlauf (RTL) in Garmisch Partenkirchen, was der Beginn einer beeindruckenden Siegesserie werden sollte. Im darauffolgenden Jahr feierte Hermann Maier Sieg um Sieg, teilweise mit Rekordvorsprüngen vor der Konkurrenz und bekam schon bald den Spitznamen "Herminator" verliehen, was in Anlehnung an den "Terminator" Arnold Schwarzenegger geschah. 2 Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Nagano waren der Höhepunkt einer sensationellen ersten echten Saison und machten ihn nicht zuletzt aufgrund seines legendären Horrorsturzes im Olympia-Abfahrtstraining, der ihm bloss ein paar blaue Flecken bescherte, zur absoluten Ski-Legende.
Im Windschatten der großen Erfolge Hermann Maiers entwickelten sich das ÖSV-Team zu einer fast unschlagbaren Equipe und Fahrer wie Stefan Eberharter und Hans Knauss liessen sich ob der Dominanz der Hermiantors nicht entmutigen und feierten ebenfalls große Erfolge.
Als ein abendlicher Motorrad-Ausflug in Radstadt Maiers Karriere schlagartig zu einem Stopp brachte, und es für kurze Zeit so aussah, als müsste das verletzte Bein amputiert werden, hatte sich wohl niemand ausgemalt, dass Maier jemals wieder in den Weltcup zurückkehren könnte, geschweige denn, wieder Siege feiern würde. Doch Maier kam zurück und zwar mit einem Paukenschlag. Er gewann in einem der ersten Rennen seines Comebacks den SuperG in Kitzbühel und unterstrich, dass für einen Hermann Maier nichts unmöglich und kein Superlativ eine Übertreibung war. Nur wenige Wochen darauf sicherte er sich ex aequo mit Bode Miller die WM Silbermedaille im SuperG und gewann in der darauffolgenden Saison den Gesamtweltcup zum 4. Mal. 2005 wurde Maier, trotz keiner besonders guten Leistungen während der Saison Weltmeister im Riesentorlauf und hatte – zum wiederholten Male – alle Kritiker, die ihn schon abgeschrieben hatten, Lügen gestraft.


