Jiu-Jitsu

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Jiu-Jitsu (Jiu/Ju-Jitsu/Justu, Yawara)bedeutet sanfte Kunst/Wissenschaft der Nachgiebigkeit. Das Ziel in diesem Kampfsport liegt darin sowohl einem unbewaffneten, als auch einem bewaffneten Gegner entgegentreten zu können. Es wird nicht versucht mit eigener Kraft auf eine Attacke zu reagieren, sondern die Kraft des Gegners gegen ihn zu kehren.

Mehrere Kampfsportarten haben ihren Ursprung im Jiu-Jitsu:

  • Brasilianisches Jiu-Jitsu: Eine moderne Variante des Jiu-Jitsu, die sich sehr auf den Bodenkampf spezialisiert hat.
  • Judo: Wurde von Jigoro Kano in erster Linie für die Polizei entwickelt. Judo spezialisiert sich eher auf Würfe, die aus Wurf-, Würge-, Hebel- und Haltetechniken des Jiu-Jitsu stammen. Im traditionellen Judo kann man aber auch Schlag-, Stoß- und Tritttechniken finden.
  • Aikido: Wurde von Morihei Ueshiba aus dem Daito Ryu Aiki JuJutsu entwickelt und hat seinen Fokus auf das Aufnehmen und Umkehren des Angriffs gelegt.
  • Deutsches Ju-Jutsu: Das deutsche Dan-Kollegium suchte Ende der 1960er Jahre nach einem System, welche Techniken des Jiu-Jitsu, Judo, Karate und Aikido kombiniert und erfand das deutsche Ju-Jutsu. Die Schreibweise sollte vom Jiu-Jitsu abgrenzen.
  • Goshindo: Ende der 1970er wurde im französischen Ju Jutsu Hauptverband über die Prüfungsrichtlinien gestritten. Aus diesem Grund eröffnete Roland Maroteaux mit seinem Schüler Alain Sailly den Französischen Verband für Goshindo mit acht Schulen. Goshindo verbindet die Techniken des Hakko-ryu und des Daito-ryu, welche neben Techniken aus dem Jiu-Jitsu noch Techniken aus dem Karate, Judo, Ringen und weiteren Stilen beinhalten.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschichte

Jiu-Jitsu entwickelte sich während der Japanischen Feudalherrschaft in den Kreisen der Samurai, die eine Kampftechnik suchten, mit der sie den Gegner auch nach Verlust der Waffe besiegen konnten. Unter verschiedenen Bezeichnungen wie Aiki (ju) jutsu, Hakuda, Kogusoku, Kumi uchi, Tai jitsu oder Shubaku wurde das heute genannte Jiu-Jitsu aber schon lange in die Ausbildung der Bushi / Samurai integriert.

Im 15. Jahrhundert entstand eine der ältesten Schulen des Bujutsu, die Tenshin Shoden Katori Shinto-ryu. Die Samurais bildeten sich nach diesem Kampfkunstsystem, welches aus den Elementen des Kenjitsu (Schwertkampf), des Shurikenjutsu (Wurfsterne) und Jiu-Jitsu (waffenloser Kampf) zusammengesetzt wurde.

Mit der Entstehung von öffentlich zugänglichen Ryu in der Tokugawa-Zeit (1603 – 1867) kamen auch die ersten öffentlich zugänglichen Schulen auf, deren Lehrpläne waffenlose Nahkampftechniken enthielten. In dieser Zeit entstand auch der Sammelbegriff für die Methoden des Nahkampfs, welche nach dem Prinzip „Ju yoku go o sei suru“ (das Weiche überwindet das Harte/“Sieg durch Nachgeben“) gebildet wurde. Innerhalb der Schulen wurden allerdings häufig die alten Namen beibehalten oder neue Bezeichnungen kreiert.

[bearbeiten] Kampfbekleidung

Ein Wettkämpfer muss im sauberen, ordentlichen Jiu-Jitsu-Gi erscheinen.
Die Jacke soll über die Hüfte und die Ärmel über die Hälfte des Unterarms, aber nicht über das Handgelenk hinaus reichen. Die Hose soll mindestens das halbe Schienbein bedecken.
Weibliche Wettkämpfer sind verpflichtet unter dem Gi ein weißes T-shirt oder einen Body zu tragen. Männlichen Wettkämpfern ist es hingegen verboten unter dem Gi ein T-shirt zu tragen.
Ein 4 Zentimeter breiter Gürtel sollte zweimal um den Körper geschlungen werden und die Gürtelenden sollten dann noch ungefähr 20 Zentimeter betragen.

Verpflichtend für beide sind Handschützer, erlaubt sind Schienbeinschützer, Suspensorium und Zahnschutz und bei Frauen auch ein Brustschutz.
Brillen sind nicht erlaubt, Kontaktlinsen können auf eigene Gefahr hin getragen werden.

[bearbeiten] Gürtelfarbe und Mindestalter

6. Kyu weiß kein Alterslimit
5. Kyu gelb 10 Jahre
4. Kyu orange 11 - 12 Jahre
3. Kyu grün 13 Jahre
2. Kyu blau 14 -15 Jahre
1. Kyu braun 16 - 17 Jahre
1. Dan schwarz 18 Jahre
2. Dan schwarz 20 Jahre
3. Dan,… schwarz 25 Jahre

Ab dem 2. Dan können alle weiteren Dangrade nur in 5-Jahresschritten erworben werden. Die Dangürtel sind grundsätzlich schwarz, der 6., 7. und 8. Dan wird aber oft durch einen rot-weiß gestreiften Gürtel repräsentiert. Träger des 9. oder 10. Dans können auch einen roten Gürtel tragen.
Lizenzträger werden immer einen schwarzen Gürtel mit weißem Streifen tragen, egal welchen Grad sie bisher erreicht haben.

Für das Erlangen des 6. bis zum 3. Kyu reicht es Würfe, Griffe und Falltechniken nur rechts oder links auszuführen. Wer den 2. Kyu erwerben will muss Würfe, Griffe und Falltechniken rechts und links ausführen können.

[bearbeiten] Gewichtsklassen

Gültig in der nationalen Kampfklasse von 18 bis 35 Jahren und in der Altersklasse über 35 Jahren:


Gewichtsklasse Damen
Federgewicht < 52 kg
Leichtgewicht 52 – 56 kg
Weltergewicht 56 – 60 kg
Mittelgewicht 60 - 65 kg
Halbschwergewicht 65 – 70 kg
Schwergewicht > 70 kg
Gewichtsklasse Herren
Bantamgewicht < 56 kg
Federgewicht 56 - 62 kg
Leichtgewicht 62 – 68 kg
Weltergewicht 68 – 74 kg
Mittelgewicht 74 - 80 kg
Halbschwergewicht 80 – 86 kg
Schwergewicht 86 - 92 kg
Überschwergewicht > 92 kg

Bei internationalen Wettkämpfen und anerkannten Weltmeisterschaften werden folgende Gewichtsklassen unterteilt:

Frauen

-55 kg
-62 kg
-70 kg
>70 kg

Männer

-62 kg
-69 kg
-77 kg
-85 kg
-94 kg
> 94 kg

Bei den Worldgames werden die Gewichtsklassen je nach Teilnehmerzahl/Anzahl der Kämpfer pro Klasse festgesetzt.

[bearbeiten] Wettkämpfe

Um sich im Jiu-Jitsu mit anderen vergleichen zu können, werden auch Wettkämpfe ausgetragen.

Die Veranstaltungsfläche muss insgesamt 12 x 12 Meter groß und mit Tatamis bedeckt sein. Ein 1 Meter breiter Randstreifen am äußeren Rand der Wettkampffläche signalisiert die Sicherheitsfläche. Der nächste Meter zur Mitte hin wird mit roten Tatamis ausgelegt und wird fortan Warnfläche genannt. Kämpfer dürfen sich nur maximal 5 Sekunden auf der Warnfläche aufhalten.
Der Bereich der Kampffläche (innere Fläche) muss also ein Ausmaß von 8 x8 Metern erreichen. Die Kampffläche und die Warnfläche werden gemeinsam als Wettkampffläche bezeichnet und müssen demnach ein Ausmaß von 10 x 10 Metern erreichen.

Alle Würfe müssen innerhalb der Wettkampffläche angesetzt werden, wobei der Gegner in der Warn- oder Sicherheitsfläche landen darf.

Es gibt drei Arten sich zu messen:

[bearbeiten] Traditionelles Kampfsystem

Ein Freikampfsystem ohne Schlagtechniken, welches in Österreich schon seit den 1920er Jahren in ähnlicher Form ausgetragen wird.

Die Kampfzeit beträgt zwei mal drei Minuten mit einer Pause von einer Minute dazwischen beziehungsweise zwei mal zwei Minuten mit einer Pause von jeweils einer Minute bei den Junioren.

Erlaubt sind folgende Handlungen:

  • alle bekannten Würfe, Gegenwürfe und Griffe aus dem Jiu-jitsu oder verwandten Kampfsportarten wie Judo, die nicht verboten sind.
  • selber kreierte Aktionen, sofern sie nicht unter die verbotenen Handlungen fallen
  • Zangen, Scheren und alle Hebel ausser den Finger-, Zehen-, Nacken- oder Rückgrathebeln;
  • Würger mit Jacke, Hose, Gürtel und Unterarm
  • Würgegriffe durch Verhebelung (ausgenommen mit den Fingern)
  • Festhaltegriffe

Alle Jacken- und Hebelwürger sowie alle erlaubten Hebelgriffe dürfen im Stand und am Boden durchgeführt werden.

Verboten sind:

  • Haare reißen, Ohren ziehen, in das Gesicht greifen
  • Beissen, zwicken, spucken
  • Einsatz von Finger- oder Zehenhebeln
  • Einsatz von Nacken- oder Rückgrathebeln
  • Schläge, Stöße, Tritte
  • Ruckartiger Einsatz von Würge- oder Hebelgriffen, die ein Verletzungsrisiko bedeuten
  • Würgen mit bloßen Händen
  • den Gegner aus dem Stand umzustoßen
  • auf den Gegner fallen lassen
  • Scheinkämpfe, vorgetäuschte Verletzungen
  • beleidigende oder unpassende Bemerkungen gegenüber Anwesenden
  • den Gegner Richtung Mattenrand zu werfen
  • Nervendruck (kleinflächig), mit Finger, Ellogenspitze oder Handkante)

Der Kampfrichter kann dem Teilnehmer bei einer verbotenen Aktion eine Ermahnung, eine Verwarnung oder einen Strafpunkt erteilen. Bei wiederholtem Vergehen wird der Teilnehmer disqualifiziert.

Strafpunkte vergeben bei:

  • Kreuz- oder Nackenhebel
  • Finger- oder Zehenhebel
  • Bei eindeutigen Schlägen oder Tritten
  • Würgen mit bloßen Händen
[bearbeiten] Wertung

Traditionelle Wettbewerbe können auf zwei Arten ausgetragen werden:

  • Jeder gegen Jeden

Entscheidend hierbei ist die Anzahl der Kampfpunkte und bei Gleichstand wird auf die Anzahl der Wertungspunkte zurückgegriffen beziehungsweise entscheiden der Mattenkampfrichter und die beiden Seitenkampfrichter mit Hilfe von Fähnchen, welcher Kämpfer den besseren technischen Ansatz gezeigt hat. Ist nur ein Kampfrichter für den Kampf zuständig, wird noch eine Minute lang weitergekämpft. Bei einem Sieg erhält der Kämpfer zwei Punkte.

  • Poolsystem

Es gewinnt derjenige, der keinen Kampf in seiner Klasse verloren hat. Auch hier kann das Kampfrichterkollegium mit den Fähnchen über Sieg und Niederlage bei Gleichstand entscheiden. Ist nur ein Kampfrichter vor Ort, wird der Kampf um eine Minute verlängert.

[bearbeiten] Fighting System

Internationales Freikampfsystem mit Schlagtechniken, bei dem die Kämpfer in drei-Minuten Runden gegeneinander antreten. Die eingesetzten Techniken werden mit Punkten bewertet und derjenige mit der höchsten Punktezahl gewinnt am Ende.

Die Kampfzeit beträgt 2 Runden à 2 Minuten mit einer Minute Pause dazwischen in nationalen Kämpfen. Auf internationaler Ebene steht der Sieger nach nur eine Runde á drei Minuten fest.

Beim JJIF Fighting System wird in drei Teilen gekämpft:

Part 1: Schläge, Stöße und Tritte, die nur auf Kopf, Gesicht, Nacken, Bauch, Brust, Rücken, Seite ausgeübt werden dürfen.
Part 2: Hebeltechniken, Take-downs, Würfe und Würgetechniken (alle Würgetechniken erlaubt, außer solche, die mit Händen/Fingern durchgeführt werden).
Part 3: Boden-, Hebel- und Würgetechniken

Der Kampf beginnt damit, dass sich die Kämpfer in der Mitte der Wettkampffläche mit etwa zwei Metern Abstand und dem Gesicht zueinander aufstellen. Sobald der Mattenkampfrichter das Kommando Hajime gibt, beginnt der Kampf mit Part 1.
Bevor die Kämpfer vom ersten in den zweiten Part wechseln können, müssen sie Aktionen (Kombinationen aus Schlägen, Stößen, Tritten) gesetzt haben. Sobald sie dies umgesetzt haben, beginnen sie mit Part 2. Hier muss versucht werden den Gegner zu Boden zu bringen, wobei nun Schläge, Stöße und Tritte nicht mehr erlaubt sind.
In Part 3 muss aktiv versucht werden den Partner festzuhalten beziehungsweise sich aktiv aus dem Festhaltegriff zu befreien.

Der Mattenkampfrichter gibt den Sieger am Ende bekannt. Die Kämpfer verbeugen sich voreinander und danach vor den Kampfrichtern.

[bearbeiten] Punkte

Vergeben die drei Kampfrichter eine unterschiedliche Punktezahl, wird das Mittel errechnet. Falls einer der Kampfrichter die Aktion nicht sehen konnte, wird der niedrigere Wert der zwei anderen notiert.

In Part 1 wird ein ungeblockter Schlag, Stoß oder Tritt mit einem Ippon (2 Punkte) belohnt, ein teilweise geblockter kann ein Waza ari (1 Punkt) einbringen.

In Part 2 wird für folgende Situationen ein Ippon (2 Punkte) vergeben:

  • Würger und Hebel, die der Mattenkampfrichter mit „Matte“ stoppen muss, weil der Gegner nicht mehr abklopfen kann.
  • Würger und Hebel, bei denen der Gegner abklopft
  • Perfekte Würfe / zu Boden bringende Techniken

Ein nicht ganz so perfekter Wurf /zu Boden bringende Technik bringt einen Waza ari (1 Punkt).

In Part 3 werden Ippons (3 Punkte) vergeben wenn:

  • Würger oder Hebel eingesetzt werden, wobei der Gegner nicht mehr abklopfen kann und der Kampf mit „Matte“ gestoppt werden muss.
  • Bei Osae komi, Würger und Hebel, bei denen der Gegner abklopft

Ippons mit einem Wert von 2 Punkten werden vergeben, wenn ein kontrollierter Osae komi durchgeführt wird, der 15 Sekunden dauert. Dauert der Osae komi 10 Sekunden, wird ein Waza ari (1 Punkt) vergeben.

Wenn eine kontrollierte Aktion innerhalb der Kampfzeit begonnen wird, darf diese auch zu Ende geführt werden.

[bearbeiten] Strafen

1. Shido
Bestrafung bei leichten verbotenen Handlungen, der Gegner erhält dabei einen Waza ari. In folgenden Situationen wird ein Shido vergeben:

  • Passivität eines oder beider Kämpfer
  • Mobobe
  • Absichtliches Betreten der Sicherheitsfläche mit beiden Füßen
  • Den Gegner absichtlich auf die Sicherheitsfläche stoßen
  • Absichtliches Schlagen oder Treten des Gegners in Part 2
  • Starten einer Aktion nach dem Kommando Matte
  • Absichtliche Schläge, Stöße oder Tritte auf die Beine
  • Absichtliche Schläge, Stöße oder Tritte auf den am Boden liegenden Gegner
  • Finger- oder Zehenhebel
  • Nierenscheren
  • Würgen mit bloßen Händen / Fingern
  • Unvorbereiteter Kampfantritt / Zu-Spät-Kommen
  • Absichtliches Zeitschinden

2. Chui
Bestrafung bei verbotenen Handlungen, der Gegner erhält dabei zwei Waza ari. In folgenden Situationen wird ein Chui vergeben:

  • Harte Schläge, Stöße, Tritte auf den gegnerischen Körper
  • Den Gegner absichtlich in die Warn- oder Sicherheitsfläche werfen, oder auch darüber hinaus
  • Ignorieren der Anweisungen des Mattenkampfrichters
  • Unpassende oder beleidigende Bemerkungen gegenüber Anwesenden
  • Ausführen von unkontrollierten Aktionen („Rundum“-Schläge,…)
  • Gerade Schläge und Tritte auf den Kopf gerichtet

3. Hansoku make
Sollte ein Kämpfer nach einer verbotenen Handlung noch eine zweite begehen, hat er automatisch mit Hansoku make verloren. Es gibt noch weitere Aktionen, die mit der sofortigen Niederlage bestraft werden:

  • Techniken anwenden, die den Gegner verletzen können
  • Den Gegner mit Hebel oder einem Würgegriff (versuchen) zu werfen.
  • Einsatz von Rückgrat- oder Nackenhebel
  • Einsatz von gedrehten Fuß- oder Kniehebel

Sollte ein Teilnehmer im Wettkampf einen Kampf mit Hansoku make verlieren, werden ihm alle bisherigen Punkte abgezogen und der Gegner erhält 14 Punkte. Wenn er noch einen Kampf mit Hansoku make verliert, wird er vom Turnier ausgeschlossen.
Bei einem Kampf, in dem beide Kämpfer mit einem Hansoku make bestraft werden, muss dieser wiederholt werden.

[bearbeiten] Duo System

Internationaler Technikbewerb, bei dem 20 typische Notwehrsituationen vorgegeben werden und jeweils zwei Wettkämpfer müssen 12 davon vorzeigen. Bewertet werden hier die realitätsnahe Ausführung, Effektivität, Kontrolle, Schnelligkeit und Eleganz der Bewegungen. Es gewinnt das Paar mit den meisten Punkten.

Es gibt keine Gewichtsunterteilung sondern nur die Unterteilung der Bewerbe in Männer, Frauen und Gemischt.

Attacken werden in vier Gruppen (jeweils fünf Angriffe) unterteilt, die in der folgenden Reihenfolge präsentiert werden:

  1. Gegriffene Attacken
  2. Umklammerungen und Nackenhebel
  3. Schläge, Stöße und Tritte
  4. Waffen (es dürfen Soft-sticks und Gummimesser verwendet werden)

Die Abwehr wird vom Verteidiger selbst gewählt. Die Rolle von Angriff und Verteidigung kann nach eigenem Belieben gewechselt werden.

[bearbeiten] Wertung

Bewertet werden:

  • Auftreten/Haltung
  • Kontrolle
  • Effektivität
  • Realität
  • Kraft
  • Geschwindigkeit

Die Punkte können von 0 bis 10 sowohl in ganzen als auch in halben Punkten vergeben werden. Die höchste und die niedrigste Punktzahl werden nicht in die Wertung miteinbezogen.

Sollten die Paare dieselbe Punktezahl erhalten haben (Hikiwake), wird der Kampf so lange fortgeführt, bis ein Gewinner feststeht.
Falls ein Paar nicht zum Kampf erscheint, gewinnt das andere Paar durch Fusen-gachi.
Gibt ein Paar während des Kampfes etwa verletzungsbeding auf, gewinnt das andere Paar durch Kiken-gachi.

[bearbeiten] Kampfrichter

Innerhalb der Wettkampffläche befindet sich der Mattenkampfrichter, der den Kampf leitet.

Im Fighting System assistieren ihm die Seitenkampfrichter, welche sich in der Sicherheitsfläche befinden. Sie sind es auch, die eventuell Punkte vergeben.

Beim Duo-System gibt es neben dem Mattenkampfrichter noch eine Jury, bestehend aus fünf lizensierten Kampfrichtern, die auf Anweisung des Mattenkampfrichters ihre Wertungen (auf Karten) hochhalten.

Zusätzlich gibt es noch einen (manchmal zwei) Tischkampfrichter, der die Verantwortung über die Listeführung hat. Er diktiert dem Listenführer die Punkte und Strafen.

[bearbeiten] Organisationen

  • Ju-Jitsu European Union (JJEU)
  • Ju-Jitsu International Federation (JJIF)
  • Jiu-Jitsu Verband Österreich (JJVÖ)
  • Österreichischer Jiu-Jitsu Bund
  • Schweizerischer Judo- und Ju-Jitsu Verband
  • World Ju-Jitsu Federation (WJJF)
  • World Ju Jitsu/Kobudo Organisation (WJJKO)
  • International Martial Arts Federation (IMAF)
  • Kokusai Budoin
  • World Jiu-Jitsu / Judo Do Center (WJJC)
  • Deutscher Fachsportverband Jiu Jitsu (DFJJ)
  • Deutsche Jiu-Jitsu Union (DJJU)
  • Deutscher Jiu Jitsu Bund (DJJB)
  • Canadian Jiu-Jitsu Association (CJA)
  • United States Ju-Jitsu Federation (USJJF)
  • International Brazilian Jiu-Jitsu Federation
  • International Gracie Jiu-Jitsu Federation (IGJJF)
  • Gracie Jiu-Jitsu Academy

Um an anerkannten Weltmeisterschaften oder den World Games teilnehmen zu können, muss man entweder Mitglied der General Association of International Sports Federation (GAISF) oder der International World Games Association (IWGA) werden.

 
 
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