Kricket

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[bearbeiten] Kricket

[bearbeiten] Wie spielt man Kricket?

Kricket (engl. Cricket) wird von zwei Mannschaften gespielt, die innerhalb eines Durchgangs (Innings) versuchen, soviele Punkte (runs) wie möglich zu erzielen. Ein Spiel kann von einigen Stunden angefangen bis hin zu mehreren Tagen dauern. Normalerweise besteht jedes Team aus elf Spielern. In der einen Mannschaft wird der erste Werfer (bowler) bestimmt, der Rest der Mannschaft geht ins Feld (fielders). Die andere Mannschaft schickt zwei Schlagmänner (batsmen) auf das Feld, jeweils vor die beiden Tore (wickets). Die Anzahl der zu spielenden Durchgänge wird vor dem Spiel vereinbart.

In der Mitte des ovalen Spielfelds kann man einen Spielstreifen (pitch) sehen. Er ist ca. 20m (22yds) lang und ist mit weißen Linien (creases) markiert. An beiden Enden des Spielstreifens befindet sich jeweils ein Tor, welches eine Konstruktion aus drei hölzernen Stöcken ist, die nebeneinander aufrecht im Boden fixiert worden sind. Über diese drei Stöcke werden zwei Querbälkchen gelegt.
Beim Spielfeld müssen keine maximalen Größen eingehalten werden, es variiert aber meistens zwischen 137m (450 feet) und 150m (500 feet) in der Länge. Um die Grenzen des Kricketfeldes sichtbar zu machen wird meistens ein Seil auf den Boden gelegt. Geistig ist das Spielfeld der Länge nach in zwei Hälften geteilt. Die Hälfte, die vor dem Schlagmann (striker) liegt, wird als „off side“ bezeichnet, die hintere Hälfte als „leg/on side“. Aus der Sicht des Werfers, der einem Schlagmann (Rechtshänder) gegenübersteht ist „off side“ zur Linken und „leg side“ zur Rechten des Schlagmanns.

Der Werfer des Feldteams versucht nun, die Querbälkchen vom Tor des gegnerischen Teams abzuwerfen, indem er einen harten Lederball (meistens rot mit weißer Naht) auf das Tor zuwirft. Meistens springt der Ball einmal auf dem Boden auf, bevor er die andere Seite des Spielstreifens erreicht. Das gegnerische Team hat jeweils einen Schlagmann vor jedes Tor gestellt (auf oder in der Nähe der popping crease), um das angegriffene Tor mit einem Kricket-Schläger zu verteidigen. In der Zwischenzeit verteilen sich die Spieler des Werfers auf dem gesamten Feld, um geschlagene Bälle möglichst rasch zu retournieren. Einer der Feldspieler wird als Torwächter (wicket-keeper) hinter das Tor platziert, um mit dem Ball möglichst schnell die Querbälkchen erreichen zu können. Sollte der Schlagmann den Ball verpassen, fängt ihn der Tormann und der Ball ist fertig gespielt. Sollte der Ball hingegen geschlagen werden, können der erste (striker) und zweite (non-striker) Schlagmann anfangen die Plätze zu wechseln. Wenn der Austausch der beiden Schlagmänner gelingt, wird ein Punkt gutgeschrieben.

Kricket wird in Overs aufgeteilt. Ein Over besteht aus sechs vom selben Werfer gespielten Bällen. Nach jedem Over wechseln die Teams die Schlag- und Wurfplätze und der nächste Werfer des Feldteams kommt an die Reihe. Da die beiden Schlagmänner nach dem Over auf ihren Plätzen bleiben, wechseln ihre Positionen automatisch.

Falls beide Querbälkchen von den Stöcken katapultiert wurden, ist das Tor gebrochen. Sollten die Bälkchen aus irgendeinem anderen Grund als dem Ball vom Tor herunterfallen, während der Ball noch im Spiel ist, dann muss das Tor gebrochen werden, indem ein stump (einer der Stöcke) in Berührung mit dem Ball aus dem Boden gezogen wird.

[bearbeiten] Wie man richtig wirft (bowling)

Das wichtigste beim Werfen (bowling) ist der gestreckte Arm. Es ist nicht erlaubt den Ball auf herkömmliche Art zu werfen, sondern er muss overarm gebowlt werden. Es kann links oder rechts vom Tor geworfen werden, ein Seitenwechsel muss jedoch vorher gemeldet werden. Falls die Wurfhand des Werfers dem Tor zugewandt ist, spricht man von einem „over the wicket“ Wurf, wenn sie dem Tor abgewandt ist, nennt man den Wurf „around the wicket“.

Der Ball muss nicht zwingenderweise auf dem Boden aufspringen, bevor er das gegnerische Tor erreicht, aber generell ist es viel schwieriger einen solchen, indirekten, Ball zu schlagen, als einen direkten. Die meisten direkten Bälle wurden unabsichtlich so geworfen. In jedem Fall ist ein Ball, der über Hüfthöhe hinaus geworfen wird, ungültig (so wie jedes Vergehen den Werfer betreffend). Falls der Ball absichtlich so geworfen wird, gibt es eine Verwarnung. Nach zwei Verwarnungen wird der Werfer für das restliche Inning gesperrt.

Sollte der Schlagmann aufgrund von einer natürlichen Ablenkung, wie Staub oder Insekten seinen Platz verlassen, gilt der Wurf als abgebrochen. Sollte der Werfer den Anlauf beenden oder den Ball aus irgendeinem Grund nicht loslassen (also werfen) wollen, kann er dies ohne Strafe tun. Der Ball wird als „toter Ball“ (dead ball)registriert und muss wiederholt werden. Wenn er den Ball aber versehentlich zu früh loslassen sollte und dieser in die Richtung des Schlagmanns fliegt, wird er als gültig angesehen. Sogar wenn der Ball vor oder gleich neben dem Schlagmann zu liegen kommt, kann dieser versuchen ihn zu schlagen. Falls er dies aber nicht tut, ist es auch den Feldspielern nicht erlaubt, den Kricketball weiterzuspielen.

Werfer dürfen ihre Kleidung bzw. ein spezielles Tuch zum Abreiben des Balls mit Speichel oder Schweiß verwenden. Irgendeine andere Substanz zum Ein- oder Aufreiben des Balls ist nicht erlaubt. Es gilt sogar als Vergehen, den Ball im Rasen zu reiben. Sollte ein Spieler diese Regeln nicht beachten, ist es ihm nicht mehr erlaubt innerhalb dieses Innings zu werfen.

[bearbeiten] Wie man den Schlagmann ins Aus bringt

Das Ziel des Feldteams ist, den Schlagmann auszumachen. Es gibt zehn verschiedene Arten, dies zu tun:

  • Ausgeworfen (bowled): Der schnellste Weg einen Schlagmann ins Aus zu bringen, ist das Tor direkt mit dem Ball zu treffen und so die Querbälkchen herunterzuwerfen.
  • Gefangen (caught): Wenn der geschlagene Ball von den Feldspielern direkt aus der Luft gefangen wird, ohne vorher den Boden zu berühren.
  • Hantieren mit dem Ball (handle the ball): Falls der Schlagmann absichtlich ohne den Schläger oder Bewilligung der Feldseite mit dem Ball hantiert. Unabsichtliche Treffer des Balls auf die Hand des Schlagmanns sind von dieser Regel ausgenommen.
  • Den Ball zweimal geschlagen (hit the ball twice): Wenn der Schlagmann einen Ball schlägt und dann versucht den Ball noch ein weiteres Mal zu treffen, ohne dabei sein Tor zu verteidigen. Sollte der Ball in die Nähe der Tore rollen, ist es dem Schlagmann erlaubt, den Ball wegzustoßen, um einem Aus zu entgehen. In diesem Fall kann er aber keine Punkte erzielen.
  • Getroffenes Tor (hit wicket): Der Schlagmann kann sich auch selbst ins Aus befördern, indem er das Tor selbst durch ein Körperteil, den Schläger oder herumfliegende Teile seiner Ausrüstung bricht.
  • Bein vorm Tor (leg before wicket/LBW): Ins Aus kommt ein Schlagmann auch, wenn er mit seinem Körper versucht, den Ball vom Tor abzulenken.
  • Behindern des Feldes (obstructing the Field): Wenn ein Schlagmann die Gegenspieler absichtlich behindert oder ablenkt, zum Beispiel auch den Ball mit dem Schläger oder selbst zu werfen, während er sich auf dem offenen Feld befindet. Ausgenommen davon ist wenn der Schlagmann genau vor dem Feldspieler läuft, um sein Tor vor dem Feldspieler zu verteidigen.
  • Ins Aus rennen (Run out): Sollte der Schlagmann sein Tor erfolgreich verteidigen und einen Seitenwechsel starten, können die Feldspieler nun versuchen einen der Schlagmänner ins Aus zu bringen, indem sie ein Tor in der Nähe des jeweiligen Spielers zerstören.
  • Stumped: Der Torwächter kann die Feldspieler übergehen und mit dem gefangenen Ball die Querbälkchen selbst von den Stöcken katapultieren, während der Schlagmann die andere Seite erreicht.
  • Timed out: Sollte der neue Schlagmann mehr als zwei Minuten benötigen, um auf dem Spielfeld zu erscheinen nachdem der alte gegangen ist, bekommt er ein „Time out“.

Wenn ein Schlagmann im Aus ist, ist der Ball „tot“ (dead), das Tor ist „gefallen“ (the wicket has fallen) und das Feldteam hat „genommen“ (taken). Er wird vom nächsten Schlagmann ersetzt, wobei kein Schlagmann zweimal pro Inning schlagen darf. Weil der Ball als tot angesehen wird, sobald der erste Schlagmann im Aus ist, wird der zweite nicht ins Aus geschickt und bleibt am Spielstreifen. Das Inning ist vobei, wenn der zehnte Schlagmann ins Aus kommt und der elfte sich noch im Spiel befindet. In diesem Fall ist das Schlagteam „all out“ und tauscht nun seine Rolle mit dem Feldteam.

[bearbeiten] Wie man Punkte erzielt

Sobald der Schlagmann den Ball trifft, kann er Punkte (runs) machen. Dazu müssen beide Schlagmänner die gegenüberliegende Linie (popping crease) mit irgendeinem Teil des Körpers oder dem Kricket-Schläger (in der Hand) erreichen, nachdem sie die Mittellinie des Spielstreifens überquert haben. Sie können gleich noch einen Austausch dranhängen, aber sie müssen aufpassen, nicht vom anderen Team „ins Aus gerannt“ (run out) zu werden. Wenn es ein Feldspieler schafft, ein oder beide Querbälkchen während des Austauschs mit Hilfe des Balls zu Fall zu bringen, ist der Schlagmann, der sich am nächsten befindet, aus. Der Schlagmann mit der besseren Sicht auf die Lage entscheidet über den Start des Austauschs, indem er „ja“, „nein“ oder „warten“ schreit. Sollte ein Schlagmann einen multiplen Austausch vornehmen und beim Wenden den sicheren Boden hinter der entscheidenden Linie (popping crease) nicht berühren, wird den erzielten Punkten einer abgezogen.
Sollten die beiden Schlagmänner eine ungerade Anzahl an Austauschen vorgenommen haben, sind die Rollen des striker und non-striker für den nächsten Ball vertauscht (außer das Over ist zu Ende).

Wenn der Schlagmann die Spielfeldgrenze mit einem Schlag erreicht, erzielt er vier Punkte ohne dafür laufen zu müssen (außer er glaubt, selbst noch mehr Punkte zu erlaufen). Falls der Ball die Grenze komplett passiert hat, werden der Mannschaft sogar sechs Punkte gutgeschrieben. Sollte ein Feldspieler den Ball innerhalb der Grenzen aufheben, danach aber aus diversen Gründen damit über die Grenze hinausgelangen, werden dem Schlagmann vier Punkte gutgeschrieben. Wenn der Ball direkt aus der Luft gefangen wird und der Feldspieler dann damit aus dem Spielfeld kommt, werden dem gegnerischen Team ebenfalls sechs Punkte gutgeschrieben.

Normalerweise hören die Schlagmänner dann auf sich auszutauschen, wenn sie sehen, dass der Ball wieder in Richtung Spielstreifen (pitch) retourniert wird. Falls kein Feldspieler in der Nähe ist, um den Ball dabei aufzufangen und dieser deshalb wieder außerhalb des Spielstreifens landet, dürfen die Schlagmänner weiterlaufen. Dieser Situation wird overthrow genannt und vier Punkte werden automatisch dazugerechnet.

Es können auch Punkte erzielt werden, ohne dass der Ball vorher geschlagen werden muss. Am Ende des Spiels setzt sich das Ergebnis aus den individuellen Punkten der Schlagmänner und den Extras zusammen. Es gibt vier verschiedene Extra-Typen:

  • No ball: Wenn der Vorderfuß des Werfers die popping crease übertritt, oder der Hinterfuß sich nicht zwischen den beiden Umkehrlinien befindet während er wirft, hat er ein no ball geworfen. Der Schiedsrichter schreit sofort „no ball“. Auch wenn ein solcher Ball signalisiert worden ist, kann der Schlagmann immer noch ganz normal Punkte machen. Ins Aus wird er nur bei folgenden Verstößen geschickt: Hantieren mit dem Ball, den Ball zweimal geschlagen, ins Aus rennen und Behindern des Feldes. Falls der Schlagmann keine Punkte erzielen kann, wird immerhin ein Punkt beim Schlagteam hinzugefügt.
    Weil nun das Over durcheinandergeraten ist, muss der Werfer einen zusätzlichen Ball werfen, um den vorhergehenden auszugleichen.
  • Wide: Wird der Ball auf eine Art und Weise geworfen, die es dem Schlagmann unmöglich macht ihn zu schlagen, ruft der Schiedsrichter sofort „wide“. Der Schlagmann kann dadurch nicht durch ein getroffenes Tor (hit wicket) ins Aus gelangen. Sollte so ein weiter Ball passieren, bekommt das Team des Schlagmanns automatisch einen Punkt dazu und der Werfer muss einen extra Ball werfen, um das Over wieder zu vervollständigen.
  • Byes: Schlägt der Schlagmann daneben und der Tormann hinter ihm schafft es nicht, den Ball gleich in seinen Besitz zu bekommen, kann der Schlagmann anfangen zu rennen (er ist dadurch aber auch wieder vor dem Aus gefährdet). Diese Punkte (byes), die jetzt durch einen Austausch erzielt werden, werden als Extras registriert.
  • Leg Byes: Trifft der Ball den Körper des Schlagmanns, während dieser versucht, den Ball zu schlagen, darf er auch in diesem Fall einen Austausch vornehmen. Die hier erzielten Punkte werden leg byes genannt und werden ebenfalls unter Extras notiert. Glaubt der Schiedsrichter an ein absichtliches Abfälschen wird er einen „toten Ball“ (dead ball) signalisieren.

Wird ein Ball während eines (leg)bye bis zur Grenze geschlagen, werden vier (leg)byes gutgeschrieben.

[bearbeiten] Geschichte des Krickets

Kricket geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, wahrscheinlich ist das Spiel aber noch älter. Die Ursprünge des Spiels liegen wahrscheinlich in Südengland, wo es bereits sehr früh von Kindern gespielt wurde. Es gibt Beweise, dass Prinz Edward (Sohn von Edward I) um 1300 einem Spiel namens „creag“ sehr zugetan war.

Die erste offizielle Aufzeichnung über „kreckett“, einem Sport der in der Royal Grammar School in Guildford um 1550 betrieben wurde, entstammt einer Referenz in einer Gerichtsakte von 1598.

Im 17. Jahrhundert breitete der Kricketsport sich aus und wurde zu einem organisierten Erwachsenenspiel, nachdem er die Aufmerksamkeit von englischen Gentlemen erstmals auf sich gezogen hatte. Schon bald nachdem mächtige Aristokraten Spiele erstmals sponserten, etablierte sich der Sport und kam in Mode.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Kricket zum englischen Nationalsport geworden. Der Hambledon Club war in den 1760ern gegründet worden und war der größte Club bis zur Entstehung des Marylebone Cricket Clubs (MCC). Der MCC hat, auch heute noch, die Urheberrechte für die Laws of Cricket – Kricketregeln – und nach wie vor einen großen Einfluss auf die Welt des Kricket. Der Club besitzt den berühmten Lord’s Cricket Ground, welcher 1756 eröffnet wurde. Nun wuchs die Begeisterung für diesen Sport nicht nur innerhalb Großbritanniens, sondern auch in den anderen Staaten des Commonwealth wurde Kricket nun immer beliebter.

Der berühmte „overarm“- Wurf wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, während die ersten regionalen Vereine und die dazugehörigen Meisterschaften gegründet wurden.

Die Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg wurde das „Goldene Zeitalter des Kricket“ genannt. Diese Zeit ist bekannt für grandiose Spiele und Spieler und das Aufkommen vom Test Level. 1963 wurden die Regeln zugunsten eines Spiels mit bestimmtem Endergebnis abgeändert: es wurde nurmehr mit einer limitierten Anzahl von Overs pro Seite gespielt; schon bald darauf (1971) wurde das One-Day International (ODI) eingeführt. Der erste ODI Cricket World Cup wurde 1975 ausgetragen.

[bearbeiten] Fakten

Der harte Kricket-Ball besteht aus Kork und Faden und ist zum größten Teil mit rotem Leder überzogen. Durch die rote Farbe ist der Ball in künstlicher Beleuchtung besser sichtbar, weiße Bälle ebenfalls. Das Leder teilt den Ball in zwei Hemisphären, mit der Naht als Äquator um die Mitte.
Der Ball wiegt zwischen 156 und 163 Gramm (5,5 bis 5,75 Unzen).
Meistens wird der Ball nur auf einer Seite poliert, damit sie glatt wird, die andere wird mit der Zeit rau. Dies hilft dabei dem Ball mehr Schwung zu geben.

Der Kricket-Schläger ist aus Weidenholz und ist auf der Vorderseite abgeflacht, während er zur Verstärkung einen Buckel auf der Rückseite trägt. Der Schläger darf nicht breiter als 10,8 cm (4,25 Inches) sein und die maximale Länge beträgt 96,5 cm (38 Inches).

Die beiden Tore (wickets) sind zwei hölzerne Strukturen, die aus jeweils drei vertikalen Holzstöcken (stumps) im Boden und zwei horizontal darauf ruhenden Querhölzchen (bails), bestehen. Diese „Tore“ stehen an beiden Enden des Spielfeldes (pitch).

Die stumps bestehen aus jeweils drei hölzernen Stöcken mit dem Durchmesser von je 25mm (1 Inch) und einer Höhe von je 813mm (32 Inches). Die spitzen Enden der drei Stöcke werden in einer geraden Linie im Boden verankert. Die gesamte Reihe muss 228mm (9 Inches) lang sein, sodass die Stöcke gerade eng genug beieinander liegen, um den Ball nicht dazwischen durchzulassen. Am stumpfen oberen Ende der Stöcke befindet sich eine kleine Vertiefung für die Querbälkchen (bails). Die drei Holzstöcke werden in Anlehnung an die Aufteilung des Spielfeldes off stump, middle stump und leg stump genannt, je nach dem auf welcher Seite sie platziert sind.

Die bails sind zwei kleine hölzerne Querstücke, die oben quer über die stumps gelegt werden.

Im Kricket benötigen die Schlagmänner (striker und non-striker) Schutzbekleidung wie einen Helm, Beinschützer und Handschuhe, damit sie vor eventuellen Treffern geschützt sind. Für die Feldspieler ist es allerdings nicht erlaubt Handschuhe zu tragen. Schuhe sind beim Kricket meistens mit Spikes ausgestattet, da dies auf dem Feld einen besseren Halt verspricht. Lange Hosen sind auf dem Spielfeld Pflicht und wenn das Spiel mit einem roten Ball gespielt wird ist die offizielle Farbe der Spielerkleidung weiß. Sollte mit dem weißen Ball gespielt werden, hat jedes Team Uniformen in den individuellen Vereinsfarben zum Einsatz bereit.

[bearbeiten] Verschiedene Arten von Kricket

  • Test Cricket: die längste Art und Weise Kricket zu spielen. Der Name kommt von „Test der Stärke“ zwischen zwei Mannschaften – diese Variante des Sports wird als die ultimative Überprüfung des Krickettalents zweier im Wettbewerb stehender Nationen gesehen. Es wird auf zwei Innings pro Team gespielt und ein Zeitlimit von maximal fünf Tagen (manchmal sogar sechs) ist vorgegeben.
  • One-day Cricket: auch bekannt unter den Namen Instant Cricket /Limited overs match. Es wurde 1963 mit einer reduzierten Anzahl von Overs eingeführt. Im Allgemeinen wird One-day Cricket in farbigen Outfits gespielt.
  • Twenty20 Cricket: Dieses Spiel besteht aus 20 Overs pro Team, einem zusätzlichen Schlag nach einem no-ball, schlagfreundlicheren Spielstreifen, kurzen Grenzen und weiteren Regeln, die zur Belebung dieser etwas längeren Variante des Kricket verhelfen.
  • First Class Matches: Ein nationales/internationales Match, welches mindestens drei Tage auf natürlichem Rasen bedeutet. Es sind zwei Innings pro Team festgesetzt. Sollte das Spiel bis dahin noch nicht entschieden sein, wird der Gewinner ausgelost. Beide Teams benötigen den „erste Klasse Status“, um am First Class Match teilnehmen zu können.

[bearbeiten] Weitere Personen auf dem Feld

Der Spielleiter ist die höchste Instanz und beobachtet das Spielgeschehen von außerhalb des Spielfeldes. Eigentlich hat er nicht viel Einfluss auf das Endergebnis, aber er entscheidet über angebrachte Strafen bei Vergehen. In professionellen Matches bedeutet dies üblicherweise Geldstrafen.

Zwei Schiedsrichter achten auf den geregelten Spielablauf und entscheiden in unklaren Situationen. Einer der Schiedsrichter ist hinter dem Tor des „non-strikers“ platziert, der andere steht in einer Linie mit der popping crease des „strikers“. Der eine Schiedsrichter ist für die meisten Entscheidungen zuständig und überprüft beispielsweise, ob die Beine korrekt platziert sind. Der zweite Schiedsrichter nimmt eine andere Position und Blickwinkel ein, somit ist er für das stumping und die run-outs an seinem Ende verantwortlich. Die Schiedsrichter wechseln nie ihre Seiten, also tauschen sie ihre Rollen nach den Overs.
In professionellen Spielen wird (wenn die geeignete Technologie dazu zur Verfügung steht) gerne ein dritter Schiedsrichter eingesetzt, der das Spiel von außerhalb des Spielfeldes via Monitor verfolgt. Bei unklaren Situationen kann er kontaktiert und eine Videoaufzeichnung eingesehen werden. Diese zusätzliche Einrichtung kann aber nur bei Entscheidungen über run-outs und stumping zur Hilfe herangezogen werden. Sollte dennoch keine eindeutige Sicht der Dinge vorliegen, muss der Schiedsrichter zum Vorteil des Schlagmannes entscheiden.

Beschwerden beim Schiedsrichter gibt es nicht! Es wird nichts toleriert, was über eine höfliche Frage hinausgeht. Alles darüber hinaus wird zu einer Strafe durch den Spielleiter führen. Am meisten verpönt sind unhöfliche Gesten oder wütendes zu-Boden-werfen des Balls. Dies führt zu hohen Geldstrafen oder Spielausschluss!

[bearbeiten] International Cricket Council (ICC)

Der zweitbeliebteste Sport der Welt wurde in England geboren und ist nach wie vor der populärste Sport in England selbst, aber auch in den (früheren) Staaten des Commonwealth hält sich dieser Sport an der obersten Stelle der Rangliste.
Das International Cricket Council (ICC)hat seinen Hauptsitz heute in Dubai und repräsentiert 101 Mitglieder:

  • 10 Volle Mitglieder: Länder, die auch an Test Matches teilnehmen
  • 33 Teilmitglieder: Länder, in denen Kricket etabliert ist, die aber die Qualifikationen der Vollmitgliedschaft noch nicht erfüllen.
  • 58 anerkannte Mitglieder: Länder, in denen Kricket nach den Laws of Cricket gespielt wird.

England, Australien und Südafrika schickten ihre Repräsentanten zu einer Konferenz, im Rahmen derer die ICC 1909 unter dem Namen "International Cricket Conference" gegründet wurde. Nachdem der Name schon einmal geändert wurde (International Cricket Conference, 1965) wurde er 1989 erneut verändert in International Cricket Council.

[bearbeiten] Mitglieder des ICC

Jede Nation die Kricket spielt, besitzt eine nationale Kricket-Behörde. Von dort aus wird die Nationalmannschaft aufgestellt und die Spiele innerhalb und außerhalb des Landes organisiert.

Volle Mitglieder (mit Behörde):

Teilmitglieder (Nation/Team):

Anerkannte Mitglieder (Nation/Team):

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[bearbeiten] Nützliche externe Links

 
 
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