Poker

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Poker ist ein Sammelbegriff für eine ganze Familie von Kartenspielen, die üblicherweise mit einem Deck á 52 Karten gespielt werden. Das Grundprinzip beim Poker ist, Geld oder Chips auf sein eigenes Blatt zu setzen, wobei man jedoch über die jeweiligen Hände seiner Gegner nur Vermutungen anstellen kann. Daher ist für einen starken Pokerspieler taktische versiertes Spiel, das sogenannte Bluffen und besonders auch psychologischer Scharfsinn grundlegende Fertigkeiten. Zudem ist es für professionelles Spiel essentiell, dass man die Gewinnchancen seiner Hand gemäß den Prinzipien der mathematischen Wahrscheinlichkeit gut einschätzen kann.

[bearbeiten] Anfänge: Five Card Draw und Seven Card Stud

Das moderne Poker entwickelte sich aus verschiedenen europäischen Vorläufern, die sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen. Auch in Asien und Nordafrikan sind schon früh Spiele mit gewissen Ähnlichkeiten zu Poker nachgewiesen. Im 19. Jahrhundert begann das Spiel sich dann von New Orleans ausgehend über den nordamerikanischen Kontinent auszubreiten. Die älteste der modernen Pokervarianten ist das sogenannte Five Card Draw Poker. Diese Variante entstand während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, wo sie für Soldaten auf beiden Seiten eine willkommene Zerstreuung bildete. Außer Five Card Draw spielte man vor allem Seven Card Stud. Diese Spielart war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die meistgespielte Poker-Variante in amerikanischen Casinos und nahm ihren Ursprung ebenfalls in der Bürgerkriegszeit.

[bearbeiten] Texas Hold‘em

Wenn heutzutage von Pokern die Rede ist, ist in den allermeisten Fällen Texas Hold’em gemeint. Die Ursprünge dieser Pokervariante lassen sich nicht klar nachweisen, soviel allerdings ist bekannt: Hold’em Poker, wie es ursprünglich genannt wurde, entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts, angeblich in einer texanischen Kleinstadt namens Robstown. Den Sprung in die Casinos von Las Vegas schaffte das Spiel allerdings erst Ende der 60er Jahre. Pokergrößen wie Doyle Brunson und Amarillo Slim waren maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt.

Erst konnte man das Spiel nur in einem einzigen Casino in ganz Las Vegas spielen, mittlerweile hat es sich jedoch als absoluter Spitzenreiter unter den verschiedensten Pokervarianten durchgesetzt. Der Grund dafür ist vermutlich die besondere Wettstruktur von Texas Hold’em: eine zusätzliche Wettrunde (im Unterschied zu Draw Poker) betont bei dieser Pokervariante den strategischen Aspekt ungemein stärker. Mehr als bei irgendeiner anderen Variante muss man seine eigenen Gewinnchancen sowie die möglichen Kartenkombinationen seiner Gegner abschätzen können, um erfolgreich zu spielen. Texas Hold’em ist daher mit den Worten von Pokerlegende Doyle Brunson eher „ein Spiel für Denker“. Nicht von ungefähr ist No Limit Texas Hold’em auch die Königsdisziplin in der World Series of Poker (WSOP), dem prestigeträchtigsten zeitgenössichen professionellen Pokerturnier.

[bearbeiten] Online Poker

Ungefähr ab der Jahrtausendwende ist für die Popularität von Poker ein enormer Anstieg zu beobachten. Ein wichtiger Faktor für diesen Beliebtheitsanstieg in den letzten Jahren ist wohl Chris Moneymaker’s spektakulärer Sieg bei der World Series of Poker 2003, welcher ihn über Nacht zum Superstar machte. Auch die steigende TV-Präsenz von bedeutenden Turnieren spielte eine wesentliche Rolle. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die Bedeutung von Online Pokerräumen für den Boom des Spiels. Tagtäglich vermehrte sich die Zahl der Pokercasinos im Internet, wodurch das Spiel einer breiten Masse nähergebracht werden konnte. Pokerschulen, Spielgeldtische und ähnliche anfängerfreundliche Funktionen waren dabei wichtig, um unerfahrenen Spielern den Einstieg schmackhaft zu machen und das Erlernen des Spiels zu erleichtern.

Willkommensboni, Gratisturniere (Freerolls) und Satellitenturniere, durch die man sich für professionelle Liveturniere qualifizieren kann, gehören inzwischen zum Standardangebot im hartumkämpften Online Poker-Markt. Um Datenschutz, Sicherheit und Fairness zu garantieren und sich so das Vertrauen der Spieler zu sichern, investierte die Pokerindustrie enorme Summen in die Entwicklung sensibler Sicherheitsprogramme. Zusätzlich sind alle Online Pokerräume unabhängigen Schlichtungs- und Lizenzierungsstellen wie dem IGC (Interacticve Gaming Council) unterstellt, die sich für die Rechte und den Schutz von Online Spielern einsetzen.

 
 
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