Snooker
Aus GamblingButlerWiki DE
Snooker ist ein Billard-Variante
Billard ist der Überbegriff für eine Reihe verschiedener Spiele die üblicherweise von zwei Gegnern an mit Stofftuch bespannten Tischen von unterschiedlicher Größe gespielt werden. Die Tischfläche wird durch erhabene Banden aus ebenfalls bespanntem vulkanisiertem Gummi begrenzt. Queues dienen dazu, Kugeln zu stoßen und dadurch über den Tisch zu lenken, wobei die genaue Anzahl der Kugeln von der jeweiligen Spielart abhängig ist.
Im Hinblick auf die jeweilige Beschaffenheit der für die Spiele benötigten Tische lassen sich zwei größere Unterkategorien voneinander abgrenzen:
- Carambolage-Varianten werden auf Tischen ohne Taschen gespielt
- Pool Billard wird an Tischen mit sechs Taschen gespielt
- Snooker, das wegen seiner unterschiedlichen Herkunft und Terminologie oft als eigenständige Kategorie betrachtet wird, ist streng genommen eine Variante von Pool Billard.
Weniger weit verbreitete Varianten verwenden Hindernisse und Ziele auf dem Tisch.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Spielaufbau beim Snooker
Snooker ist eine Pool Billard Variante, die auf einem Tisch von 12 Fuß (3,6 m) Länge und 6 Fuß ( 1,8 m) Breite gespielt wird.
Auf dem Tisch befinden sich 22 aus Phenolharz gefertigte Kugeln mit 52,5 mm Durchmesser, die im Snooker als Bälle bezeichnet werden:
1 weißer Spielball (cue ball)
15 rote Bälle (Punktewert: 1)
6 farbige Bälle:
- gelb (Punktewert: 2)
- grün (Punktewert: 3)
- braun (Punktewert: 4)
- blau (Punktewert: 5)
- pink (Punktewert: 6)
- schwarz (Punktewert: 7)
Diese Bälle müssen in einer besonderen Konstellation auf dem Tisch angeordnet werden:
gelb, braun, grün entlang der Baulk Line von rechts nach links
blau am Center Spot
pink am näheren der beiden übrigen Spots
schwarz am entferntesten Spot
Die 15 roten Bälle werden mithilfe des Dreiecks so zwischen dem schwarzen und dem pinken Ball angeordnet, dass die Basis der Dreiecksformation parallel zum oberen Ende des Tisches liegt und die Spitze möglichst nahe dem pinken Ball, ohne diesen jedoch zu berühren.
[bearbeiten] Das Ziel beim Snooker
Üblicherweise spielen beim Snooker zwei Kontrahenten gegeneinander. Gewinner ist derjenige Spieler, der innerhalb einer vorher festgelegten Anzahl von Frames (Einzelspielen) die meisten gewonnen hat. Bei der Snooker Weltmeisterschaft zum Beispiel gewinnt derjenige Spieler, der von 35 Frames als erstes 18 gewinnt.
[bearbeiten] Snooker-Regeln
Der erste Spieler spielt den weißen Ball von einem beliebigen Punkt auf oder innerhalb der Linien des "D". Der erste Stoß jedes Frames und jeder Runde ist auf einen roten Ball gerichtet. Gelingt es dem Spieler nicht, einen roten Ball zu versenken, ist sein Gegner an der Reihe und wird seinerseits versuchen, einen roten Ball in einer der Taschen zu versenken. Gelingt es dem ersten Spieler jedoch, einen roten Ball zu versenken, so muss er als nächstes versuchen, einen beliebigen farbigen Ball zu versenken. Gelingt ihm dies, wird der farbige Ball wieder an seinem ursprünglichen Spot am Tisch aufgesetzt und der Spieler vesucht wieder einen roten zu versenken. Gelingt es ihm nicht, den farbigen Ball zu versenken, übernimmt sein Gegner, der wieder mit einem roten Ball beginnt.
In einem Stoß kann eine beliebige Anzahl von roten Bällen versenkt werden im Gegensatz zu farbigen, von denen pro Stoß nur jeweils einer versenkt werden darf.
Darüber hinaus müssen farbige Bälle so lange nach dem Versenken wieder auf den Tisch aufgesetzt werden, bis alle roten Bälle versenkt wurden.
Sobald sich keine roten Bälle mehr auf dem Tisch befinden, werden die farbigen in der Aufsteigenden Reihenfolge ihres Punktewerts versenkt und bleiben nunmehr vom Tisch.
Der Frame ist zu Ende, sobald der schwarze Ball den Regeln gemäß eingelocht wurde.
Der Spieler mit der höchsten erzielten Punktezahl gewinnt den Frame.
[bearbeiten] Punkteerwerb
Die Spieler erhalten für jeden Ball, den sie den Regeln gemäß versenken konnten die Anzahl der Punkte, die der jeweilige Ball wert ist, d. h. einen Punkt für einen roten, zwei für den gelben usw.
Ein Spieler kann auch dann Punkte erhalten, wenn er von seinem Gegner gefoult wird. In diesem Fall werden dem gefoulten Spieler die Punkteanzahl des Werts des Balles, mit dem gefoult wurde zugeschrieben. Hat dieser Ball einen niedrigeren Wert als 4 Punkte, so werden dem gefoulten Spieler dennoch 4 Punkte gutgeschrieben.
Die Gesamtanzahl von Punkten, die ein Spieler durch aufeinanderfolgendes Versenken innerhalb eines einzelnen Frames erspielt, wird Break genannt. Das höchstmögliche Break ist 147 Punkte wert und wird erzielt, indem der Spieler nach jedem einzelnen roten Ball den schwarzen versenkt und anschließend auch alle farbigen Bälle versenkt. Ein Break von 147 Punkten wird Maximum Break genannt.
[bearbeiten] Fouls
Ein Foul liegt vor wenn
- ein Spieler den falschen Ball versenkt (einen roten, wenn ein farbiger on war oder umgekehrt)
- ein Spieler einen anderen Ball als den Ball On zuerst trifft
- ein Spieler den weißen Ball versenkt
- der weiße Ball während eines Stoßes keinen anderen Ball berührt
- ein Ball vom Tisch springt
- ein Stoß nicht im vorgesehenen Zeitrahmen ausgeführt wird (60 Sekunden)
- ein Spieler einen anderen Ball außer den weißen mit dem Queue berührt
- ein Spieler einen Ball mit etwas anderem außer der Spitze des Queues berührt
Der Spieler, der gefoult hat, muss den entsprechenden Ball wieder an seinen ursprünglichen Spot am Tisch setzen. Er kann jedoch so lange punkten, bis der gefoulte Spieler auf das Foul aufmerksam macht. Geschieht dies erst nachdem der foulende Spieler seine Runde beendet hat, erhält der gefoulte Spieler keine Kompensationspunkte.
Nach einem Foul hat der gefoulte Spieler das Recht, die Bälle entweder so zu spielen, wie sie auf dem Tisch liegen, oder seinen Gegner zu bitten, selbst weiterzuspielen.
[bearbeiten] Die wichtigsten Snooker-Begriffe
- Ball in Hand
- Der weiße Ball darf nach Belieben auf oder innerhalb der das D definierenden Linien aufgesetzt werden
- Am Beginn eines Frames oder nach einem Foul
- Ball in Play
- diejenigen Bälle, die noch nicht endgültig versenkt wurden
- die Bälle, mit denen noch gespielt wird
- Ball On, On-Ball
- der Ball, den der Spieler den Regeln gemäß treffen und/oder versenken will
- Nominated Ball
- der Objektball, den der Spieler als denjenigen bezeichnet, den er anspielen will, wenn der Ball On nach einem Foul nicht getroffen werden kann
- Snooker
- eine Situation, in der der übernehmende Spieler eine Ballkonstellation vorfindet, die es unmöglich macht, den Ball On direkt anzuspielen, da andere Bälle die Bahn versperren
- Free Ball
- Wenn der gefoulte Spieler nach einem Foul des Gegners gesnookert ist und sich dennoch dazu entschließt, selbst weiterzuspielen, so kann er jeden Ball auf dem Tisch als Ball On nominieren. Dieser Ball wird im Verlauf des Stoßes genauso behandelt, als wäre er tatsächlich der Ball on. Er erhält auch dessen Punktewert. Wurde ein farbiger Ball nominiert, muss dieser nach einem eventuellen Versenken wieder auf seinen ursprünglichen Spot gesetzt werden. Wurde ein roter Ball nominiert, ist er im Falle eines Versenkens aus dem Spiel.
- Forced off the Table
- Kommt ein Ball während eines Stoßes anderswo als im Spielfeld des Tisches oder einer seiner Taschen zur Ruhe, so gilt er als vom Tisch verdrängt und muss in seine ursprüngliche Position zurückgebracht werden.
- Besetzter Spot (Spot Occupied)
- Der ursprüngliche Spot eines versenkten farbigen Balles wird durch einen anderen Ball besetzt. In diesem Fall muss der farbige Ball so nahe wie möglich an seinem ursprünglichen Spot aufgesetzt werden, ohne den den Spot besetzenden Ball (oder irgendeinen anderen) zu berühren.
- Durchstoß (Push Stroke
- wenn der Queue den weißen Ball länger berührt als während des ursprünglichen Anstoßes
- wenn der Queue den weißen Ball berührt während dieser einen Objektball zentral berührt
- Jump Shot
- wenn der weiße Ball über einen anderen springt
- ein Ball darf nicht übersprungen werden, so lange er noch nicht vom weißen Ball getroffen wurde. Es ist jedoch kein Foul wenn der weiße Ball einen anderen überspringt, nachdem er den Ball On berührt hat. Der Ball On kann übersprungen werden, wenn er zuvor vom weißen berührt wurde und dieser vor dem Sprung einen anderen Ball oder die Banden berührt hat.
- es gilt nicht als Jump Shot wenn der weiße Ball springt und einen anderen Ball berührt, ohne ihn zu überspringen.
- Miss
- wenn ein Spieler den Ball On verfehlt und der Schiedsrichter entscheidet, dass er nicht nach seiner besten Fähigkeit versucht hat, ihn zu treffen. Ein Miss gilt als Foul.
[bearbeiten] Snooker-Zubehör
- Queue
- Gemäß WPBSA-Regelung muss ein Queue eine Mindestlänge von 3 Fuß (914 mm) aufweisen. Der sich zur Spitze hin verjüngende Stock besteht üblicherweise aus Holz, fallweise in Kombination mit anderen Materialien wie Graphit oder Glasfaser.
- Eine Hülse (Ferrule) aus Elfenbein, Kohlenstofffaser oder Plastik trägt die Queuespitze und verringert zudem die Kraft des Aufpralls auf den Schaft selbst.
- Die Spitze des Queues (dt. auch Pomeranze genannt), mit der die weiße Kugel berührt wird, besteht üblicherweise aus Leder und hat einen Durchmesser von 9,5 mm. Diese Lederspitze ermöglicht es, den Bällen Drall zu geben und verhindert das Abrutschen des Queues beim Anstoß.
- Kreide
- Queue-Kreide ist ein gepresstes Pulver auf Kalziumkarbonat- und Talkbasis.
- Sie wird idealerweise nach jedem Stoß auf die Queuespitze aufgetragen.
- Verhindert das Abrutschen des Queues beim Anstoß.
- Handpuder
- Wird auf die Bridge-Hand aufgetragen, um fließendere Queueführung zu ermöglichen.
- Nachteile sind die daraus resultierende Verschmutzung des Tuches sowie Hautirritationen.
- Handschuhe
- Werden üblicherweise dem Handpuder vorgezogen.
- Reduzieren die Reibung zwischen Bridge-Hand und Queue und ermöglichen so einen ruhig und präzise geführten Anstoß.
- Brücke
- Stock mit einem Metall- oder Kunststoffkopfteil, auf dem der Queue in einer Vertiefung aufgelegt werden kann.
- Ermöglicht sichere Queueführung in Situationen, in der die Hand nicht als Brücke benützt werden kann.
- Nicht alle Brückentypen sind zu Wettbewerben zugelassen
- Queue-Verlängerung (Extension)
- Anschraubbar am Ende des Queues.
- Ermöglicht sichere Queueführung in Situationen, wo der weiße Ball mit normaler Queuelänge nur schwer erreicht werden kann.
- Alternative zur Brücke.
- Dreieck (Rack)
- Dreieckiger Rahmen zur korrekten Anordnung der roten Bälle zu Spielbeginn.
[bearbeiten] Profi-Snooker
Der Dachverband der professionellen Snookerwelt ist die World Professional Billiards and Snooker Association (WPBSA), die 1968 gegründet wurde. Damals wurde sie Professional Billiards Player's Association genannt. Oft wird die WPBSA mit World Snooker gleichgesetzt. Dies ist allerdings inkorrekt, da World Snooker ein mit der Organisation und Austragung der Veranstaltungen des professionellen Snooker-Zirkus beauftragter Zweig der WPBSA ist, der seinen Sitz in Sheffield (England) hat.
[bearbeiten] Snooker World Rankings
Die offizielle Snooker-Weltrangliste wurde 1976 von der WPBSA eingeführt und legt den Qualifikationsstatus und Startliste für professionelle Tourniere fest.
Die Snooker World Rankings für die jeweilige Saison sind keine bewegliche Rangliste. Sie ergeben sich aus den in den Wertungstournieren (Main Tour) erreichten Punkten der beiden vorhergegangenen Saisonen und werden nach jeweils nach der Weltmeisterschaft aktualisiert, um die Weltrangliste für die nächste Saison zu ermitteln.
Jedes Tournier ist mit einem gewissen Punktewert versehen (üblicherweise 5.000 Punkte; 7.500 für die UK Championship, 10.000 für die World Championship). Die Punkte werden so vergeben, dass die Spieler in jeder Runde des Tourniers, die sie erreichen, mehr Punkte erhalten als noch in der Runde zuvor. Spieler, die zwar einen Startplatz erhielten, aber in der ersten Runde ausscheiden, erhalten die halbe Punktezahl derjenigen Runde.
Die bestplatzierten Spieler sind automatisch für die meisten Tourniere qualifiziert. Die 16 besten qualifizieren sich automatisch für die Weltmeisterschaft, während niedriger platzierte Spieler Qualifikationsrunden durchlaufen müssen.
2007/2008 wird die Main Tour aus folgenden Tournieren bestehen:
Shanghai Masters
Royal London Watches Grand Prix
Nordern Ireland Trophy
UK Championship
Welsh Open
China Open
World Championship im Crucible Theatre in Sheffield (England)
[bearbeiten] Die Top 16 von 2007/2008
- John Higgins (Schottland)
- Graeme Dott (Schottland)
- Shaun Murphy (England)
- Ken Doherty (Irland)
- Ronnie O'Sullivan (England)
- Peter Ebdon (England)
- Neil Robertson (Australien)
- Stephen Hendry (Schottland)
- Ding Junhui (China)
- Stephen Maguire (Schottland)
- Mark Selby (England)
- Mark J. Williams (Wales)
- Stephen Lee (England)
- Allister Carter (England)
- Steve Davis (England)
- Ryan Day (Wales)
[bearbeiten] Die Top 16 von 2006/2007
- Stephen Hendry (Schottland)
- Ken Doherty (Irland)
- Ronnie O'Sullivan (England)
- John Higgins (Schottland)
- Shaun Murphy (England)
- Graeme Dott (Schottland)
- Peter Ebdon (England)
- Mark J. Williams (Wales)
- Stephen Maguire (Schottland)
- Stephen Lee (England)
- Steve Davis (England)
- Barry Hawkins (England)
- Neil Robertson (Australien)
- Matthew Stevens (Wales)
- Allister Carter (England)
- Anthony Hamilton (England)
[bearbeiten] Die Top 16 von 2005/2006
- Ronnie O'Sullivan (England)
- Stephen Hendry (Schottland)
- Stephen Maguire (Schottland)
- Matthew Stevens (Wales)
- Paul Hunter (England)
- John Higgins (Schottland)
- Peter Ebdon (England)
- Jimmy White (England)
- Mark J. Williams (Wales)
- Stephen Lee (England)
- Ken Doherty (Irland)
- Alan McManus (Schottland)
- Graeme Dott (Schottland)
- Joe Perry (England)
- Steve Davis (England)
- Ian McCulloch (England)
[bearbeiten] Die provisorische Weltrangliste (Provisional Rankings)
Die provisorische Weltragliste ist eine veränderliche Rangliste, die neben den erzielten Punkten der vorangegangenen auch die der laufenden Saison berücksichtigt. Dadurch ist die provisorische Weltrangliste meist besser geeignet, die tatsächliche Stärke der einzelnen Spieler zum jeweiligen Zeitpunkt zu veranschaulichen als die World Rankings.
[bearbeiten] Snooker-Weltmeisterschaft
Die erste Snooker-Weltmeisterschaft fand 1927 statt. Sie wurde von dem berühmten Billardspieler und Snookerliebhaber Joe Davis gewonnen, der auch eine wichtige Rolle bei der Organisation dieser ersten Weltmeisterschaft gespielt hatte. 13 Jahre lang verteidigte er seinen Titel erfolgreich.
Während des zweiten Weltkrieges konnte keine Weltmeisterschaft ausgerichtet werden.
Eine Auseinandersetzung zwischen einigen Spielern und den Hauptorganisatoren der Weltmeisterschaft wurden 1952 zwei Tourniere parallel zueinander veranstaltet: das World Matchplay, das die Spieler selbst initiiert hatten, sowie das BA&CC-Tournier, das nach 1952 nicht wieder ausgetragen wurde, nachdem sich in diesem Jahr nur zwei Spieler dafür qualifiziert hatten.
Zwischen 1958 und 1963 gab es erneut keine Weltmeisterschaften. 1964 wurden sie als Challenge-Tournier neu eingeführt, 1969 wieder ins ursprüngliche Knock Out-Format zurückgeführt.
In den 70er Jahren wurde Snooker mehr und mehr von Öffentlichkeit und Medien verfolgt. 1977 wurde das Crucible Theatre in Sheffield zum Austragungsort der Weltmeisterschaften gewählt, wo sie auch heute noch ausgetragen werden.
Auf der Liste ehemaliger Snooker-Weltmeister befinden sich unter anderem Joe Davis, sein jüngerer Bruder Fred Davis, John Pulman, Stephen Hendry, Marc Williams, John Higgins und Graeme Dott.
[bearbeiten] Die Geschichte des Snooker
Verglichen mit Billard, aus dem es sich entwickelt hat, besitzt Snooker selbst eine relativ kurze Geschichte.
Im Falle von Billard geht man allerdings davon aus, dass es sich bereits im 14. Jahrhundert aus Rasenspielen entwickelte, die dem Croquet von heute ähnlich gewesen sein dürften.
Bereits einhundert Jahre später finden sich die ersten Billard-Tische in den Haushalten von Adeligen und Aristokraten. Zu diesem Zeitpunkt wurde Billard allerdings noch mit einem Knüppel gespielt, so wie er in den Rasenspielen verwendet wurde. Der heute übliche Queue wurde erst um 1800 eingeführt.
Billard und seine zahlreichen Spielarten stellten für die Offiziere der britischen Armee eine beliebte Freizeitbeschäftigung dar.
Obwohl die genauen Ursprünge des Snooker nicht hundertprozentig ausgemacht werden können, geht man im Allgemeinen davon aus, dass es im Jahre 1875 von dem in Jubbulpore (Indien) stationierten Colonel Neville Chamberlain aus der Billard Variante Black Pool entwickelt wurde.
Black Pool wird mit 15 roten und einem schwarzen Ball gespielt. Um Extrapunkte erzielen zu können, fügte Chamberlain zuerst den gelben, grünen und pinken Ball hinzu. Braun und Blau wurden erst einige Jahre später hinzugefügt.
Das Spiel erhielt seinem Namen von dem Ausdruck, der für junge, unerfahrene Kadetten der British Army gebraucht wurde (Snookers).
Die Armee der britischen Kolonialmacht stellte ein ausgezeichnetes Netzwerk dar, über das Snooker in relativ kurzer Zeit einer großen Anzahl von Menschan auf der ganzen Welt beigebracht werden konnte.
1882 stellte Chamberlain in Ootacamund (Indien) ein erstes Snooker-Regelwerk zusammen.
Snooker und seine Regeln erlangten jedoch erst 18 Jahre später offizielle Anerkennung durch die Billiards Association.
Der Grundstein für die spätere Beliebtheit des Snookers auf den britischen Inseln wurde 1885 gelegt, als der damalige Billard-Meister John Roberts Jr. in Indien auf Chamberlain traf, der ihn gründlich im Snooker unterwies, so dass Roberts den Sport in Großbritannien einführen konnte.
Es dauerte nicht lange, bis sich Snooker zu einem der am häufigsten in England gespielten Billard-Varianten entwickelte. Während der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts ersetzte es schließlich English Billiards als beliebteste Billard-Variante in England.
1927 wurden auf Betreiben des professionellen Billardspielers und passionierten Snookerspielers Joe Davis die ersten Snooker-Weltmeisterschaften veranstaltet. Joe Davis ging daraus als erster Weltmeister hervor und dominierte die professionelle Snookerszene für Jahrzehnte.
In den 50er und 60er Jahren schwand das Interesse der Briten am Snooker, und erst als die BBC 1969 Snooker dazu verwendete, um die Vorzüge des Farbfernsehens zu demonstrieren, wurde dieser Trend wieder rückläufig, bis Snooker schlussendlich zu dem Mainstream-Sport wurde, den es heute in Großbritannien darstellt: Snooker ist nun die beliebteste aller Billard-Varianten und zweitbeliebteste aller Sportarten nach Fußball.
Geschichtsabrisse des Snooker sind meist dezidiert anglozentrisch gefärbt, sodass es notwendig ist darauf hinzuweisen, dass Snooker seit seinen Anfängen und heute mehr denn je ein weltweit ausgeübter Sport ist, der auch außerhalb Großbritanniens ausgezeichnete Spieler hervorgebracht hat.
[bearbeiten] Bedeutende Snooker-Spieler
- Neville Francis Fitzgerald Chamberlain
- (England; 1856-1944)
- Colonel der British Army in Indien, stationiert in Jubbulpore.
- Chamberlain gilt als Erfinder des Snooker und spielte eine bedeutende Rolle in seiner Verbreitung und der Verfassung seiner Regeln.
- Karen Corr
- (Nordirland; * 1969)
- 4-fache Snooker-Weltmeisterin
- Karen Corr begann im Alter von 15 Jahren, professionell Snooker zu spielen und gewann ihren ersten Weltmeistertitel 1990. Diesem folgten noch drei weitere. Da es ihr nicht möglich war, mit dem Preisgeld für Damen-Tourniere ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, entschloss sie sich dazu, in die Vereinigten Staaten auszuwandern, wo sie erfolgreich in der professionellen Pool Billard-Szene spielt.
- Joe Davis
- (England; 1901-1978)
- allererster Snooker-Weltmeister
- 15-facher Weltmeister
- Davis begann seine Karriere mit 18 Jahren im Profi-Billard. Seier großen Leidenschaft für Snooker folgend, half er bei der Organisation der ersten Snooker-Weltmeisterschaft 1927. Jahrzehntelang dominierte Davis die professionelle Snooker-Szene. Bis zu seinem Rückzug aus dem professionellen Betrieb 1964 (als amtierender Weltmeister) wurde Davis kein einziges Mal bei einer Weltmeisterschaft besiegt. Obwohl Davis die herausragendste Figur der frühen professionellen Snooker-Szene war, bezweifeln viele Experten dass sein Spiel sich mit dem heutiger Profispieler messen könnte.
- Ken Doherty
- (Irland; * 1969)
- “The Darlin’ of Dublin” “Krafty Ken”
- Weltmeister 1997
- Doherty ist einer der drei einzigen Spieler von außerhalb des Vereinigten Königreichs, die jemals Snooker-Weltmeister wurden.
- Graeme Dott
- Schottland; * 1977
- “The Pocket Dynamo”, “Dott the Pot”, “The Dot”, “Pot the Lot Dott”
- Weltmeister 2006
- Tony Drago
- Malta; * 1965
- “The Tornado”
- Obwohl Drago niemals einen Weltmeistertitel errang, machten ihn seine schnellen Stöße und sein überbordendes Temperament zu einem bekannten und beliebten Spieler. Drago erreichte das zweithöchste aller jemals erfassten Breaks, als er 149 Punkte gegen Nick Manning erzielte. Dragos höchste Platzierung auf der Weltrangliste war Platz 10.
- Peter Ebdon
- England; *1960
- Weltmeister 2002
- “Ebbo the Great”
- Ebdon begann seine professionelle Snooker-Karriere 1991. Bereits im darauffolgenden Jahr erreichte er das Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Für diese Leistung erhielt er den WPBSA Young Player of the Year Award. In 2002 schlug Ebdon Stephen Hendry im Weltmeisterschaftsfinale und erreichte damit seine bisher beste Platzierung in der Weltrangliste (Nummer 3).
- Allison Fisher
- England; * 1968
- 9-fache Snooker-Weltmeisterin, 11-fache Pool-Weltmeisterin
- “Duchess of Doom”
- Allison Fisher gewann ihre erste Damen-Weltmeisterschaft mit 17 Jahren.
- Da sie nicht zufrieden war mit dem Respekt, der Aufmerksamkeit und dem Preisgeld, das Frauen im professionellen Snooker in Großbritannien erhalten, entschloss sie sich, in den USA professionell Pool zu spielen. Dort konnte sie sich mit den Frauen zur Verfügung stehenden Preisgeldern ganz auf ihre Karriere konzentrieren. Seit ihrer Auswanderung in die USA hat Alliso Fisher bei weitem die größte Anzahl von Siegen (unter sowohl Männern als auch Frauen) errungen, darunter über 80 nationale Titel und 11 Weltmeisterschaftstitel.
- Kelly Fisher
- England; * 1978
- 5-fache Snooker-Weltmeisterin, Damen-Billard Weltmeisterin 2001
- Wie ihre Kolleginnen Allison Fisher und Karen Corr spielt Kelly Fisher nun professionell 9 Ball Pool in den USA.
- Stephen Hendry
- Schottland; * 1969
- 7-facher Snooker-Weltmeister
- “The Golden Boy”, “The Maestro”, “The Ice Man”, “The Rolls Royce of Snooker”
- Hendry gewann seine erste Weltmeisterschaft 1990, fünf Jahre nachdem er zuerst begonnen hatte, professionell Snooker zu spielen.
- Mit nur 21 Jahren wurde er somit der jüngste Snooker-Weltmeister aller Zeiten. Hendry dominierte die professionelle Snookerwelt mit Abstand für 10 Jahre.
- Alexander Hinggins
- Nordirland; * 1949
- 2-facher Weltmeister
- “Hurricane Higgins”
- Higgins wurde 1971 professioneller Snooker-Spieler und wurde im darauffolgenden Jahr bei seinem ersten Versuch Weltmeister. 1976 und 1980 erreichte er die Finalrunde, unterlag dann jedoch. 1982 wurde er zum zweiten Mal Weltmeister, nachdem er Ray Reardon geschlagen hatte, gegen den er 1976 im Finale verloren hatte.
- Higgins hat sich bereits aus dem Profi-Snooker zurückgezogen. Er ist berühmt für seine unkonventionelle Queueführung und seinen rock'n'roll Lebensstil: Higgins rauchte und trank Alkohol am Snooker-Tisch, zwertrümmerte Hotelzimmer, drohte mit Mord und wurde Weltmeisterschaftsfunktionären gegenüber handgreiflich.
- Paul Alan Hunter
- Enlgand; 1978-2006
- “Beckham of the Baize”, “The Man with the Golden Cue”
- Hunter wurde 1995 mit 16 Jahren Profi-Spieler, und erreichte im selben Jahr Platz 4 bei den UK Masters. Dies machte ihm zum jüngsten Spieler aller Zeiten unter den Top 4 bei einem Ranking-Wettbewerb.
- Hunters großer Erfolg in jungen Jahren machte ihn bald zu einer Berühmtheit und führte dazu, dass sich zunehmends mehr jüngere Menschen für Snooker interessierten. Seine beste Weltranglistenplatzierung war Nummer 4 2004/2005, ein jahr bevor er seinem Darmkrebs im Alter von 27 Jahren erlag.
- Perrie Mans
- Südafrika; * 1940
- Mans begann seine Profi-Karriere 1961. Er war der erste Südafrikanische Snooker-Meister, ein Titel, den er insgesamt 19 Mal innehatte.
- 1976 erreichte Mans das Semifinale der Weltmeisterschaft, verlor jedoch gegen Ray Reardon, zu der Zeit einer der stärksten Spieler. 1978 begann er den Crucible Curse (Kein erstmaliger Weltmeister konnte dort jemals im darauffolgenden Jahr seinen Titel verteidigen), als er den amtierenden Weltmeister John Spencer in der ersten Runde besiegte. Im selben Jahr erreichte er Platz 2 der Weltrangliste, seine persönliche Bestplatzierung.
- John Pulman
- England; 1923-1998
- 7-facher Weltmeister
- Pulman war einer der erfolgreichsten Profi-Spieler der Nachkriegszeit. Er verteidigte seinen Weltmeisterschaftstitel sechs Mal, bis die Weltmeisterschaft 1969 wieder zu einem Knock Out-Tournier gemacht wurde. Pulman zog sich 1982 aus dem Profi-Snooker zurück und wurde Snooker-Kommentator für die BBC. Er starb 1998 im Alter von 75 Jahren.
- Ronnie O’Sullivan
- England; * 1975
- 2-facher Weltmeister
- “The Rocket”, “The Essex Exocet”, “The Magician”
- O’Sullivan begann seine Profi-Karriere 1992. Im darauffolgenden Jahr gewann er die UK Championship und wurde der jüngste Spieler, der jemals ein Ranking-Tournier gewann. O’Sullivan, der für seinen schnellen Spielstil bekannt ist, ist Rekordhalter des am schnellsten erzielten Maximum Breaks aller Zeiten (5 Minuten, 20 Sekunden bei den Weltmeisterschaften 1997).
- Einige Experten halten O’Sullivan für einen der talentiertesten Snooker-Spieler aller Zeiten.
- John Roberts Jr.
- England; spätes 19., frühes 20. JH.
- Amtierender Englischer Billard-Meister zur Zeit der Erfindung von Snooker.
- John Roberts Jr. brachte das Spiel nach Großbritannien und machte es unter Billard-Begeisterten beliebt.
- Cliff Thorburn
- Kanada; * 1948
- Weltmeister 1980
- “The Grinder”
- Thorburn ist neben Ken Doherty und Horace Lindrum der einzige Spieler von außerhalb des Vereinten Königreichs, der jemals Snooker-Weltmeister wurde. 1983, drei Jahre nach seinem Weltmeisterschaftssieg, wurde er zudem der erste Spieler, der in einer Weltmeisterschaft ein Maximum Break erreichte. Thorburn zog sich 1992 aus der Profi-Szene zurück.
- Jimmy White
- England; * 1962
- 6-facher Weltmeisterschaftsfinalist
- “The Whirlwind”, “The People’s Champion”
- Obwohl White ein hervorragender Spieler ist, hat er es bisher noch nicht geschafft, den wichtigsten Titel des professionellen Snooker zu gewinnen. Dennoch, oder gerade deswegen genießt Jimmy White beim Snooker-Publikum große Beliebtheit.
[bearbeiten] Grundlegende Snooker-Tipps
- Bleiben Sie ruhig und konzentriert
- Planen Sie ihre Stöße, versuchen Sie, sie sich bildlich vorzustellen
- Konzentrieren Sie sich stets auf den Objektball, den sie treffen wollen, nicht auf den weißen Ball oder den Queue
- Spielen Sie auf verschiedenen Tischen in unterschiedlichen Situationen
- Zögern Sie nicht, die Brücke zu verwenden
- Ihr Unterarm und der Queue sollten einen rechten Winkel bilden
- Halten Sie Ihr Handgelenk beweglich, Sie sollten nicht steif werden
- Sie sollten niemals komplizierte Stoßbahnen wählen, wenn auch einfachere Stöße möglich sind
[bearbeiten] Snooker-Glossar
- Anstoß
- das einmalige kurze Berühren des weißen Balls mit dem Queue um dem Ball seinen Bewegungsimpuls zu geben
- Baize
- siehe Kammgarntuch
- Ball In Hand
- Der Ball kann nach Belieben auf oder innerhalb der das D definierenden Linien platziert werden
- am Beginn eines Frames oder nach einem Foul
- wird auch In Hand genannt
- Ball in Play
- die Bälle, die noch nicht endgültig versenkt wurden
- die Bälle, mit denen noch gespielt wird
- Ball On
- ein Ball, der gemäß den Regeln als erstes vom weißen Ball getroffen werden kann
- wird auch on(-)ball genannt
- Banden
- erhobene Einfassung des Spielfeldes
- besteht aus mit Kammgarn-Tuch überzogenen vulkanisiertem Gummi
- ermöglicht Lenken der Bälle durch Abprallen in bestimmetm Winkel
- engl. cushion
- Baulk
- die Fläche zwishen der baulk line dem baulk cusion
- Baulk Cushion
- die Bande gegenüber der oberen Bande, untere Bande
- Baulk Line
- eine gerade Linie, die im Abstand von 29 Inches (73,44cm) von der unteren Bande auf dem Snooker-Tisch markiert ist.
- besetzter Spot
- Situation, in der ein wiederaufzusetzender Ball nicht an seinen ursprünglichen Spot zurückgesetzt werden kann, da sich auf diesem ein anderer Ball befindet
- engl.: "spot occupied"
- Black Pool
- eine Billard-Variante
- Break
- die Summe aller durch Versenken in Folge erzielter Punkte eines Spielers in einem einzelnen Frame.
- to break
- der allererste Stoß eines Frames, der das Dreieck der roten Bälle aufbrechen soll.
- Bridge Hand
- die Hand des Spielers, auf dem der Queue beim Stoßen gestützt wird
- Brücke
- längerer Stab mit einem Metall- oder Plastikkopfteil, auf dem der Queue in einer Vertiefung sicher geführt werden kann
- Carambolage
- Billard-Varianten, die auf einem Tisch ohne Taschen gespielt werden
- Century (Break)
- ein Break von mindestens 100 Punkten
- Challenge-Tournier
- Crucible Curse
- Kein erstmaliger Weltmeister konnte seit der Austragung der Weltmeisterschaften im Crucible Theatre seinen Titel im darauffolgenden Jahr verteidigen.
- Crucible Theatre
- in Sheffield, England
- Austragungsort der Snooker-Weltmeisterschaften seit 1977
- Cue
- siehe Queue
- to cue
- engl. Snooker-Begriff
- das Anstoßen des weißen Balls mit dem Queue
- Cue Ball
- der weiße Ball
- der einzige Ball, der mit dem Queue berührt werden darf
- Cushion
- siehe Banden
- D, Das
- eine einen Halbkreis beschreibende Linie mit 29,2 cm Radius (11,5 Inches) hinter der Baulk Line. Der Mittelpunkt des Halbkreises fällt mit dem Schnittpunkt einer das Spielfeld längs halbierenden gedachten Linie und der Baulk Line zusammen.
- Durchstoß
- Situation, in der die Queuespitze nach dem Anstoß noch den weißen Ball berührt
- außerdem wenn der weiße Ball einen Objektball während des Anstoßes mit dem Queue zentral berührt
- engl.: "Push Stroke"
- Forced off the Table
- Situation, in der ein Ball anderswo als auf dem Spielfeld oder in einer der Taschen zur Ruhe kommt oder von einem der Spieler aufgehoben wird, obwohl er noch in Play ist.
- Frame
- ein einzelnes Snooker-Spiel (vom ersten Anstoß bis zum endgültigen Versenken des schwarzen Balles)
- Free Ball
- wenn ein Spieler nach einem Foul seines Gegners gesnookert ist und sich dennoch dazu entschließt, selbst zu spielen, so kann er jeden Ball auf dem Tisch als den Ball On nominieren. Dieser Ball, der Free Ball wird dann während dieses Stoßes genauso behandelt, als wäre er der Ball On. Der Spieler erhählt auch die Punktezahl des Ball On, sollte er den Free Ball versenken. War der Free Ball ein farbiger, muss er an seinen ursprünglichen Spot zurückgesetzt werden. War es jedoch ein roter, bleibt er vom Tisch.
- gesnookert sein
- sich in einer Situation befinden, in der der Ball On nicht direkt angespielt werden kann, da andere Bälle die Stoßbahn blockieren.
- Handpuder
- Talkpuder, das auf die Bridge Hand aufgetragen wird, um Reibung mit dem Queue zu verringern und somit die Queueführung zu verbessern
- engl. "Hand Chalk"
- In Hand
- siehe Ball In Hand
- Jump Shot
- wenn der weiße Ball einen anderen Ball überspringt
- es gilt nicht als Jump Shot, wenn der weiße Ball springt und einen Objektball berührt, ohne ihn zu überspringen.
- Kammgarn-Tuch
- spezieller Stoff mit dem das Spielfeld sowie die Banden des Tisches überzogen sind
- engl.: baize
- Knock Out-Tournier
- Kreide
- gepresstes Puder
- wird auf die lederne Queuespitze aufgetragen
- Life Pool
- eine Billard-Variante
- lochen
- siehe versenken
- Main Tour
- umfasst alle für die Wertung in der Weltrangliste relevanten Tourniere
- Maximum Break
- das höchstmögliche Break mit 147 Punkten
- wird erreicht durch Versenken des schwarzen Balls nach jedem der roten und anschließendem Versenken aller farbigen Bälle
- Miss
- Situation in der ein Spieler den Ball On verfehlt und der Schiedsrichter entscheidet, dass der Spieler sich nicht nach seinem besten Können bemüht hat, ihn zu treffen.
- Ein Miss gilt als Foul
- Nine-Ball Pool
- eine Billard-Variante
- On-Ball
- siehe Ball On
- Objektball
- jeder beliebige Ball auf dem Tisch mit Ausnahme des weißen.
- Pockets
- siehe Taschen
- pocketing
- siehe versenken
- Pocket Billiard
- siehe Pool Billard
- Pomeranze
- die lederne Queuespitze
- Pool Billiard
- Billard-Varianten, die auf einem Tisch mit Taschen gespielt werden
- auch Pocket Billard
- Pot
- engl. für das Versenken eines Balles
- potting
- siehe versenken
- Provisional Rankings
- veränderliches Wertungssystem, in dem die Rangliste der besten Spieler aus den Ergebnissen der vergangenen Saison sowie denen der laufenden ermittelt wird
- Push Stroke
- siehe Durchstoß
- Pyramid Pool
- eine Billard-Variante
- Queue, der/das
- ein sich nach unten hin verjüngender Stock mit einer Mindestlänge von 3 Fuß (914mm)
- wird zum Anstoßen des weißen Balles eingesetzt
- Rahmen
- die üblicherweise hölzerne Einfassung eines Tisches an der die Banden angebracht sind
- engl.: "rails" (Pl.)
- Rails
- siehe Rahmen
- respotting
- auch "spotting"
- siehe Wiederaufsetzen
- Snooker
- a) das Spiel Snooker an sich
- b) Der Umstand des Snookerns oder Gesnookert-Seins
- snookern
- das Spiel an den Gegner so übergeben, dass er den Ball On nicht direkt anspielen kann, weil die Stoßbahn durch andere Bälle blockiert wird
- Snooker World Rankings
- unbewegliches Weltranglistensystem für eine Saison, das aus den Ergebnissen der beiden vorhergehenden Saisonen ermittelt wird
- Spot
- jeder der sechs auf einem Snooker-Tisch markierten Punkte, an denen die farbigen Bälle am Frame-Beginn aufgesetzt, bzw. nach einem Foul oder einem Versenken vor dem Endspiel auf die Farben wiederaufgesetzt werden müssen.
- spotting
- auch "respotting"
- siehe Wiederaufsetzen
- Spot Occupied
- sieh besetzter Spot
- Stoß
- das einmalige Anstoßen des weißen Balles und die daraus resultierende Bewegung der Objektbälle über den Tisch
- engl "stroke"
- Stroke
- siehe Stoß
- Taschen
- teilweise in das Spielfeld, die Banden und den Rahmen des Tisches geschnittene runde Löcher, in welchen die Objektbälle versenkt werden müssen.
- engl.: pockets
- versenken
- das Manövrieren eines Objektballs in eine der Taschen über Impulsübertragung durch den weißen Ball oder einen anderen Objektball, der zuvor vom weißen getroffen wurde
- auch "lochen genannt"
- engl.: potting für Snooker, pocketing für Billard im Allgemeinen
- Wiederaufsetzen
- das erneute Platzieren eines versenkten farbigen Balles an seinen ursprünglichen Spot wenn mit dem Ball ein Foul begangen wurde oder solange das Endspiel auf die Farben noch nicht begonnen hat
- engl.: "spotting", "respotting"
- World Snooker
- ein Zweig der WPBSA
- Organisator der professionellen Tourniere der WPBSA
- WPBSA
- World Professional Billiards and Snooker Association
- Dachorganisation professioneller Billard- und Snooker-Spieler


