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STECKBRIEF

Jamie Gold

Letztes Update: 29. März 2014
 
888 Poker
„Ich habe den Poker-Weltmeistertitel wirklich verdient!“
Jamie über seinen Sieg beim Main Event der WSOP 2006
25.08.1969
Kansas City, US
Jungfrau
Ledig
Malibu, US
USA
Studium des Unterhaltungsrechts an der Universität von Kalifornien
Fernsehproduzent
Poker
Will Ferrel
...als Kind mit seiner Mutter und seinem Großvater
Hold'em
Aggressiv
Johnny Chan, Daniel Negreanu
Hätte aufgrund seines SAT-Tests bereits im sechsten Schuljahr das College besuchen dürfen, arbeitete als Agent für bekannte Hollywoodstars, gewann das höchste Preisgeld, das je bei einer Sportveranstaltung ausbezahlt wurde (Stand März 2008), ließ sich selbst für einen guten Zweck versteigern, ist mit Johnny "The Orient Express" Chan befreundet, den er als seinen Mentor bezeichnet

Kindheit und berufliche Laufbahn

Die Familie zog nach Paramus, New Jersey, wo Jamie von seiner Mutter und seinem Adoptivvater aufgezogen wurde. Seinen Abschluss absolvierte er an der Paramus High School im Jahre 1987. Bereits in seiner Kindheit wurde sein Interesse für Kartenspiele geweckt. Seine Mutter und sein Großvater, mit denen er Poker und Gin Rummy spielte, legten also den Grundstein für Jamies spätere Pokerkarriere. Aufgrund seines außergewöhnlichen Resultates beim SAT-Test (standardisierter Test in den USA, der hauptsächlich von Studienplatz-Bewerbern an amerikanischen Universitäten gefordert wird) von 1.300 Punkten, hätte Jamie Gold bereits im sechsten Schuljahr das College besuchen dürfen. Dies lehnte er aber ab, weil er, eigenen Aussagen zufolge, nicht „uncool“ sein und Zeit mit Kindern seines Alters verbringen wollte.

Bereits mit 16 Jahren gelang es Jamie Gold, ein Praktikum an der namhaften New Yorker Michael Bloom & Associates Talentagentur zu bekommen. Nach seinem Abschluss an der State University von New York in Albany zog er im Jahre 1991 nach Kalifornien, um sich dort an der UCLA (University of California, Los Angeles) dem Studium des Unterhaltungsrechts zu widmen. Dank der wertvollen Erfahrung, die er während seines Praktikums bei der besagten New Yorker Talentagentur gemacht hatte, wurde er bei mehreren äußerst bekannten Agenturen in Los Angeles angenommen. Er galt mit nur 21 Jahren als jüngster Agent dieser Industrie, der unter anderem Stars wie Felicity Huffman (Desperate Housewives), Lucy Liu (Drei Engel für Charlie), Kristin Davis (Sex and the City) und James Gandolfini (Die Sopranos) betreute. Einige Jahre später arbeitete er bei Universal Studios, um sich mit der Produktion einer Fernsehsendung auseinanderzusetzen. Des Weiteren ist Jamie Gold heute als Fernsehproduzent tätig und verbringt den Großteil seiner Zeit als Kopf einer Firma namens Buzznation, die Reality Shows produziert.

Erste Schritte in die Pokerszene

Seinen Erfolg als international bekannter Pokerspieler verdankt Jamie Gold, neben seiner Mutter und seinem Großvater, vor allem der Pokerlegende Johnny Chan, von dem er schon lange Zeit ein großer Fan war. Kennen gelernt hatten sich die beiden, als sie zusammen mit Chris Moneymaker an einer Poker-Fernsehshow arbeiteten und Jamie Gold gerade damit begann, No Limit zu spielen.

Gold schlug Chan folgenden Deal vor: „Ich helfe dir in der Unterhaltungsbranche und du machst dafür aus mir einen großartigen Pokerspieler.“

Gold bezeichnete Johnny Chan von da an als seinen Mentor, von dem er sich viele Tricks abschauen konnte. Die Pokershow an der sie arbeiteten war aber nicht halb so erfolgreich, wie die Pokerlektionen, die Johnny Chan seinem „Schüler“ Jamie Gold gab. Bei den World Series of Poker (WSOP) nahm Jamie Gold zum ersten Mal im Jahre 2005 teil, und saß danach an mehreren Finaltischen bei diversen Pokerturnieren. Im April 2005 gewann er sein erstes großes No Limit Texas Hold’em Turnier und verdiente dabei $ 54.225.

Der große Sieg

Bei den WSOP 2006 allerdings gelang ihm eine Weltsensation: Er erreichte den Finaltisch und setzte sich dort mit seinem aggressiven Spiel als Big-Stack (mindestens 30% mehr Chips als der zweitbeste Gegner am Tisch) gegen die Konkurrenz durch. Jamie Gold gewann sein erstes Goldenes Armband bei der Hauptveranstaltung der World Series of Poker 2006. Er triumphierte über ein Feld von insgesamt 8.772 Teilnehmern und strich dafür ein Preisgeld von unglaublichen $ 12.000.000 ein; übrigens die größte Summe, die bis dato je bei einer Sportveranstaltung ausbezahlt wurde. Unter anderem gelang es ihm in der Endphase dieses Turniers, den Finaltisch haushoch zu dominieren, indem er persönlich sieben von acht Spielern, unter anderem den berühmten Pokerprofi Allen Cunningham, vom Tisch nahm.
Schon zu Beginn des Duells zwischen Jamie Gold und seinem Gegner im Heads Up, Paul Wasicka, herrschte eine große Ungleichheit in Chips: Während Jamie Gold mehr als 78 Millionen Chips hatte, konnte sich Wasicka auf nur etwas mehr als 11 Millionen Chips stützen. Das bedeutete, dass Gold mit einem Chipvorsprung von fast 7:1 in das Finalduell gegen Wasicka ging.

Die entscheidende Hand wurde gespielt, als Jamie Gold im Pre-Flop auf 1,7 Millionen Chips erhöhte und Wasicka bezahlte. Der Flop brachte Q♣, 8 und 5 . Paul Wasicka setzte 1,5 Millionen und Gold ging All In. Nun zögerte Paul Wasicka und Jamie Gold versuchte, ihn zu einem Call zu bewegen. In der Annahme, dadurch eine Schwäche bei Jamie Gold entdeckt zu haben, bezahlte Wasicka mit 10 und 10♠ . Jamie Gold sprang auf und sah äußerst euphorisch aus, als er Wasicka die Q♠ und 9♣ zeigte und somit ein Top Pair aus zwei Damen hatte.
Im Turn kam das Aund im River die 4♠ und machten Gold, am vierten Tag dieses Turniers, dem 10. August 2006, zum WSOP-Gewinner, was nicht nur Laien, sondern auch Poker-Experten überraschte.
Nach einem Finaltisch, der sich über 13 Stunden zog, genügten nur sieben Hände im Heads Up, um einen neuen Pokerweltmeister zu krönen.

Dennoch muss an dieser Stelle gesagt werden, dass er seinen Erfolg bei den WSOP 2006 vor allem seiner Erfahrung bei großen Turnieren in richtigen Casinos zu verdanken hat, was ihn von den meisten seiner Gegner am Finaltisch, mit Ausnahme von Allen Cunningham, bei der World Series of Poker 2006 unterschied.

Jamie Gold unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag bei Bodog Poker, der für ihn neben den Buy-Ins für diverse Turniere und Werbeauftritten, auch eine Fernsehproduktion im Wert von einer Million US-Dollar beinhaltete. Abgesehen davon repräsentierte er gleichzeitig eine zeitlang Aced Poker und wechselte später zu PPNPoker.

Negative Schlagzeilen

In Folge seines Sieges der WSOP 2006 wurde in der Öffentlichkeit ein Skandal bekannt:

Der Fernsehproduzent Crispin Leyser hatte beim Bezirksgericht in Las Vegas ein Verfahren gegen Jamie Gold eingeleitet, in dem er die Hälfte des WSOP-Gewinnes 2006 von Gold einforderte. Crispin Leyser behauptete, einen Vertrag mit Jamie Gold zu haben, der besagt, dass Leyser, beauftragt von Jamie Gold, einige Prominente dazu überredet hatte, während des Hauptevents der World Series of Poker 2006 Werbung für den Online-Pokerraum Bodog zu machen. Als Gegenleistung dafür sollte Gold dafür sorgen, dass Leyser von Bodog einen Sitz in der WSOP erhält. Der Online-Pokerraum hatte aber beschlossen, nur einen Sitz für diese Werbeaktion zu vergeben, welcher natürlich an Jamie Gold ging. Deshalb versprach Jamie Gold dem TV-Produzenten, die Gewinnsumme mit ihm zu teilen, sollte er das Goldene Armband gewinnen. Aufgrund dieser Abmachung müsste Gold die Hälfte seines Gewinns an Leyser abgeben. Sogar der US-Bezirksrichter Roger L. Hunt bestätigte während einer Anhörung, dass Leyser große Chancen hatte, den Fall zu gewinnen.
2007 wurde in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sich die beiden Parteien außergerichtlich geeinigt haben und die gerichtliche Auseinandersetzung beendet war.

Die Pressemitteilung vermeldete: „Jamie Gold hat zugestimmt, seinen WSOP Gewinn mit Crispin zu teilen. Jamie und Crispin sind glücklich darüber, diesen Streitfall mit einer gütlichen Einigung abschließen zu können. Beide sind froh darüber dieses Kapitel zu beenden und freuen sich auf eine weiterhin erfolgreiche Zukunft".

Gold kann sich nun die Hälfte seines Gewinnes auszahlen lassen. Zuvor nämlich war das Geld bis zum Abschluss der Rechtsstreitigkeiten eingefroren gewesen, was bedeutete, dass Jamie Gold keinen Zugriff darauf hatte. Die andere Hälfte, die nun Crispin Leyser zugesagt wurde, war bis zum Zeitpunkt, zu dem ein abschließendes, beurkundetes Dokument die Abwicklung der außergerichtlichen Einigung bestätigte, treuhändisch hinterlegt. Es scheint also, als hätte sich diese unerfreuliche Angelegenheit nun erledigt.

Dennoch wird sich diese Geschichte nicht gerade positiv auf die Pokerwelt auswirken, da Pokerspieler schon einem alten Klischee nach des Öfteren als Betrüger gelten, denen man nicht vertrauen sollte. Möglicherweise wird dieser Vorfall in der Öffentlichkeit dieses Vorurteil wieder bekräftigen.

Nicht nur aufgrund dieser Vorkommnisse scheint es, als hätte Jamie Gold, zumindest in der Welt des Internets, nicht besonders viele Fans und Befürworter. In einem Forum existiert sogar “The Official Jamie Gold is an asshole-thread“ (Der Offizielle Jamie Gold ist ein Arschloch- Thread), in dem Pokerfans die Möglichkeit haben, sich über Jamie Gold aufzuregen und über ihn zu schimpfen. Darin bezeichnet ihn ein Mitglied dieses Forums als „zu blöd, um zu verstehen, wie viel Glück er [bei den WSOP] hatte.“ Ein anderes Mitglied wiederum wirft Jamie Gold in diesem Thread vor, seine Gegner schlecht zu machen, nachdem er sie besiegt hatte.

Am 25. Januar 2007 beendete Bodog die Geschäftsbeziehungen mit Jamie Gold, weil die Verantwortlichen bei Bodog entschieden hatten, alle Offline- Vermarktungsinitiativen in den USA einzustellen. Stattdessen wollte man versuchen, Bodog auch in Europa und Asien bekannt zu machen. Trotz dieser öffentlichen Erklärung blieben die US-Amerikaner Davie Williams und Josh Arieh sowie die Kanadierin Evelyn Ng Teammitglieder von Bodog.

Neben Jamie Golds zahlreichen TV-Produktionsverträgen und Auftritten bei Poker-Sendungen im Fernsehen, unter anderem bei “Poker After Dark“ auf NBC und in der dritten und vierten Staffel „High Stakes Poker“ auf GSN, versuchte er seinen Titel als Pokerweltmeister bei den WSOP 2007 zu verteidigen. Dies gelang ihm allerdings nicht, da er bereits am ersten Tag ausschied.

Abseits der Pokertische

Über sein Privatleben hält sich Jamie Gold äußerst bedeckt, weil er es hasst, im Mittelpunkt zu stehen. Er will vermeiden, dass ihn Kameras auf Schritt und Tritt verfolgen, weil er es, als Fernsehproduzent gewohnt ist, im Hintergrund anderer, berühmter Leute zu stehen.

„Ich finde es toll, andere Menschen berühmt zu machen, aber ich fühle mich sehr unwohl, wenn ich im Scheinwerferlicht stehe. Ich mag mein Privatleben und ich will außerdem nicht, dass ich als Botschafter des Pokerspiels betrachtet werde. Was Greg Raymer macht ist großartig und gut für ihn. Aber ich will meinen Beruf nicht aufgeben, weil ich mag, was ich tue. Ich brauche das Geld nicht unbedingt und ich pokere nicht des Geldes wegen. Ich liebe einfach nur die Herausforderung.“

Eine weitere Aussage Jamie Golds bestätigt seine diesbezügliche Sichtweise: „Ich weiß, was der Ruhm mit den Menschen anstellt. Und es ist nicht einmal, dass ich nicht damit fertig werden würde: Ich will es nur nicht.“

Nur sehr wenig ist also über Jamie Golds Privatleben bekannt, man weiß aber zumindest, dass er derzeit ledig ist.
Sein geliebter Adoptivvater, den er selbst wie seinen leiblichen Vater sah, erkrankte im Jahr 2006 am Lou Gehrig Syndrom, einer degenerativen Krankheit des motorischen Nervensystems. Aufgrund der tragischen Krankheit seines Vaters, der er am 13. Dezember 2006 erlag, spielte Jamie Gold kaum noch bei Turnieren, um in dieser schweren Zeit bei seinem Vater sein zu können. Nach dieser tragischen Erfahrung äußerte Jamie Gold in mehreren Interviews seine Pläne, ein Wohltätigkeitsturnier zu veranstalten, vom dem Menschen, die ebenfalls am Lou Gehrig-Syndrom leiden, profitieren sollten.

Jamie Gold setzt sich gerne für wohltätige Zwecke ein: Er hat schon häufig an Pokerturnieren teilgenommen, die einem solchen Zweck dienten. Jamie wurde oft selbst „versteigert“ und absolvierte Gastauftritte bei diversen Fernsehproduktionen. Unter anderem nahm er auch an „Ante Up For Africa“ und an Andy Roddick’s Poker-Wohltätigkeitsturnier teil. Heute lebt Jamie Gold in Malibu, Kalifornien und hat dort auch einen äußerst berühmten Nachbarn: den WSOP 2000-Gewinner Chris Ferguson.

Jamies Erfolgsrezept

Dank seiner Erfahrung mit Schauspielern, mit denen er tagtäglich zu tun hat, kennt er die Menschen und hat die unheimliche Gabe, zu erahnen, welche Karten seine Gegner haben. Er spricht während eines Turniers ununterbrochen und berechnet in seinem Inneren seine Siegeschancen.

Jamie Gold ist ein äußerst professioneller Pokerspieler, der es schafft, sich hundertprozentig auf seine Gegner einzustellen und zeigte sich, kurz nach seinem Triumph bei der World Series of Poker 2006, seinem Team gegenüber sehr dankbar:

„Ich hatte Glück. Ich habe noch nie so gut Poker gespielt. Ich fühle mich wirklich sehr glücklich, dass die Karten so kamen, wie sie gekommen sind… Das alles wäre niemals ohne diese unglaublichen Menschen passiert, die mich lieben und die für mich sorgen. Ich habe die besten Menschen um mich herum. Es ist keine Frage, dass das ohne sie nicht passiert wäre. Ich bin sehr hilfsbedürftig. Ich brauchte Massagen, Wasser, Blaubeeren und Nahrung. Sie hielten mich davon ab, verrückt zu werden und sorgten dafür, dass ich glücklich und konzentriert war. Ich fühle mich wie der glücklichste Mensch auf der Welt. Nicht, weil ich dieses Turnier gewonnen habe, sondern wegen dieser Menschen. Sie haben schon immer an mich geglaubt.“

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