Markus Golser alias "Jumper17"

Blogeintrag erstellt am: 10. September 2008
Letztes Update am: 12. September 2008
Eintrag von 10. September 2008    

Immer diese Asse...

Es ist schon einige Zeit her, als ich meinen letzten Online-Turnierabend abgehalten habe. Letzten Sonntag war es wieder einmal soweit. Ich spielte das 10k WCOOP, das 1k Second Chance WCOOP, ein 500 Dollar Buy-in Turnier und ein 200 Dollar Buy-in.

An dieser Stelle möchte ich euch allerdings nur von dem 500 Dollar Buy-in Turnier erzählen, da ich mich aus allen anderen bereits vor den Geldrängen verabschieden musste. Zuerst mal zu den harten Fakten, nämlich der Teilnehmerzahl die bei diesem Turnier über 7200 lag. Und dann auch schon zur ersten Spielsituation: nachdem ich in den anderen Turnieren die ich gespielt habe, vier Coinflips verlor, war es mir in besagtem 500 Dollar Turnier endlich vergönnt, mit A-K gegen Pocket Jacks zu gewinnen. Von da an, spielte ich plötzlich wie losgelöst, jeder Move ging auf, meine Raises platzierte ich an den richtigen Stellen und ich gewann sogar noch einen Coinflip mit A-K gegen T-T.

Als sich die Spieleranzahl auf 1.000 dezimiert hatte, bewegte ich mich kontinuierlich unter den Top 30 nach Chipcount. Doch mein gutes Gefühl in diesem Turnier bekam einen jähen Dämpfer, als ein Spieler aus Late Position raist, ich mit Pocket Jacks reraise und All-in gecallt werde von A-A. Am Flop treffe ich zwar meinen Jack, doch die Freude darüber wehrt nur sehr kurz, denn am Turn fällt schon die Ass. Das ganze ist jetzt für mich nicht weiter schlimm, da ich mich auch nach diesem Verlust unter den Top 50 Spielern bewege.

Nun sind die Blinds schon ziemlich hoch und ich bin der einzige Spieler am Tisch der aufgrund seiner Stacksize nicht unter Druck steht und dann kam es zu folgender Situation: ein Spieler raist, ich reraise mit Q-Q, mein Gegner spielt All-in, ich calle und muss schon wieder gegen die Asse spielen und kann sie auch dieses mal nicht knacken. Nur wenige Hände später geht der Button für 16 Big Blinds All-in. Ich sitze im Small Blind, finde A-Q und entschließe mich zu einem Call. Mein Gegner hält Q-8, doch auch diesen Karten muss ich mich geschlagen geben, denn am Turn kommt eine 8. Damit sinkt mein Stack auf Average, was natürlich immer noch ok ist, allerdings eine Anpassung meines Spielstils verlangt. Ein weiterer Grund für die Veränderung meines Spiels ist der Umstand, dass nun zwei Big Stacks zu meiner Linken sitzen. Wieder bekomme ich Pocket Queens geteilt. Ein Spieler der etwa 40% meines Stacks hat, raist vor mir, ich reraise wieder, mein Gegen spielt All-in und ihr werdet es vielleicht schon erraten haben, gegen welche Karten meine beiden Damen antreten müssen? Genau, gegen die Asse natürlich und natürlich klappt es auch diesmal nicht für mich.

Naja, so was nennt man wohl unglückliche Konstellationen. Zu diesem Zeitpunkt ist es übrigens schon 5:30 morgens und nach meiner zweimonatigen Pause ist das wirklich anstrengend für mich so lange zu spielen. Allerdings ist mir ohnehin kein langes Turnierleben mehr beschieden gewesen. Ich sitze im Small Blind mit A-4o, der cut off raist – ein Spieler zu dem ich mir schon Notizen gemacht habe – und entschließe mich nun meine Hand All-in zu pushen. Ohne zu zögern, callt der CO mein All-in mit K-6s für 65% seines Stacks. Am Flop grinst mir höhnisch ein König entgegen und besiegelt damit mein Turnier. Platz 528 ist es geworden, wofür ich knappe 1.000 Dollar bekomme.

Ganz kurz möchte ich an dieser Stelle noch mal auf meinen letzten Blogeintrag, der sich teilweise um das Thema Golf gedreht hat, Bezug nehmen, denn immerhin gab es dazu ganz schön viele Kommentare. Und zwar möchte ich sagen, dass Golf weder nur ein Sport für Personen 50+ ist, noch das meine Liebe zu diesem Sport daher kommt, dass ich aufgrund meines täglichen Zigarettenkonsums keine anderen Sportarten wie Tennis oder Fußball betreiben kann. Golf wird vor allem was die körperlichen Anstrengungen anbelangt von vielen unterschätzt. Bei meiner ersten 18 Loch Golfrunde, die ich mit zwei Freunden gegangen bin, mussten wir 12 km bergauf, bergab zurücklegen und trotzdem bei jedem Schlag mental fit und konzentriert sein. Natürlich gibt es auch jene Golfer die sich vor allem aufgrund der gesellschaftlichen Komponente auf den Rasen begeben, aber zu diesen Spielern zähle ich mich nun wirklich nicht. Und eines noch: nach Stabhochsprung ist Golf die technisch kompliziertest Sportart.

Also meine lieben Leser, vielleicht bekommt ja der eine oder andere von euch doch Lust mal am Golfplatz vorbeizuschauen. Ich kann euch nur sagen, dass es sich wirklich lohnt.

Bis bald

Euer Markus Golser




10,00        1
 

Ich kann mich da nur anschliessen: "IMMER DIESE ASSE" :(  
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