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Foto zur Verfuegung gestellt von Full Tilt Poker
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John Juanda Der professionelle Pokerspieler Johnson „John“ Juanda, der auch unter seinem Spitznamen JJ bekannt ist, wurde am 8. Juli 1971 als Sohn chinesischer Einwanderer in Medan, Nord-Sumatra, Indonesien geboren. Kindheit und Jugend in Indonesien„Dies“, erklärt John „war die asiatische Kultur. Man lebte bis zur Hochzeit bei seinen Eltern und dann zog man aus und bekam Kinder. Als meine Eltern 1970 heirateten, zogen sie aus und ein Jahr später kam ich zur Welt. Weil sie aber zu der Zeit so beschäftigt waren, passten meine Großeltern auf mich auf. Rückblickend war bei meinen Großeltern aufzuwachsen vielleicht eine der großartigsten Erfahrungen die ich machen durfte. Ich und meine Geschwister wussten, dass unsere Eltern nur versuchten unser Leben besser zu machen, also hatten wir Verständnis. Und dazu kommt, dass ich viele wertvolle Lektionen gelernt habe, die niemals gelehrt werden könnten.“ „Ich war ein sehr guter Athlet.“, erinnert er sich. „Ich war wahrscheinlich der beste Athlet in meiner Junior High School. Ich war im Leichtathletik-Team und ich war der Schnellste über alle Entfernungen, von 200 Meter bis zu 5.000 Meter.“ Johns Zeit als Lang- und Kurzstreckenläufer erklärt auch sein wettkampfbetontes Wesen, das für ihn auch heute als professioneller Pokerspieler von Nutzen ist. Obwohl John ein sehr guter Schüler war, war er doch auch ein sehr rebellisches Kind – sozusagen ein kleiner „James Dean Asiens“. Fast stolz erzählt Juanda heute: „Ich bekam ständig Schwierigkeiten und war ziemlich rebellisch. Da gibt es dieses großartige Foto von mir, als ich gerade mal vier oder fünf war. Ich trage eine Sonnenbrille und sitze mit übereinandergeschlagenen Beinen und einer (nicht angezündeten – Anm. des Autors) Zigarette im Mund da und lächle in die Kamera. Ich habe wirklich geglaubt, dass ich cool sei.“ Natürlich war seine Mutter nicht gerade erfreut darüber, wie sich ihr Sohn entwickelte. Sie war der Meinung, dass John sein ganzes Potenzial zum Fenster rausschmiss. Sie schmiedete für ihren Sohn Pläne für eine Auswanderung nach Amerika, um ihn von seiner problembehafteten Umgebung zu trennen. Auch Johns Vater war nicht gerade das beste Vorbild für den Jugendlichen: Durch ihn kam John zum Glücksspiel, was seiner Mutter ebenfalls ein Dorn im Auge war. Immerhin gelang es John, sein Spiel zu kontrollieren, wohingegen sein Vater Hadi immer tiefer in die Spielsucht hineinrutschte. “Er hat immer verloren.“, erzählt John über die Spielgewohnheiten seines Vater. „Er war verrückt nach Sportwetten, spielte Bakkarat oder Chinesisches Poker und er verlor immer; meistens, weil er nebenbei auch noch trank. Außerdem spielte er üblicherweise um sehr viel Geld und in Indonesien (wo das Glücksspiel verboten ist) ist es üblich, dass die Leute, gegen die man spielt ständig versuchen zu betrügen.“ Zu jener Zeit also, als Johns Mutter wirklich sehr hart arbeitete, verbrachte sein Vater viel Zeit damit, sich dem Glücksspiel zu widmen. Diese Situation war es schlussendlich auch, die seine Mutter in dem Entschluss bestärkte, John in die USA zu schicken, wo er das College besuchen und Arzt, Anwalt oder Geschäftsmann werden sollte. „Eben alles, nur nicht Spieler, wie mein Vater.“, verrät John. Pokerunterricht über den Wolken1990 verließ John also seine Heimat um in den USA zu studieren. Als er zusammen mit zwei seiner besten Freunde im Flugzeug von Indonesien nach Amerika saß, kam John Juanda erstmals in Berührung mit der Faszination Poker. Einer seiner Freunde erklärte ihm die Pokerregeln und die grundlegendsten Strategien der einzelnen Spielvarianten. Außerdem erfuhr er, hoch über dem Pazifischen Ozean, wie wichtig es ist, die gegnerischen Spieler zu lesen. Bereits als das Flugzeug in Oklahoma landete, hatte John ein neues Hobby: Pokern. Zu seiner eigenen Verwunderung war seine erste Hand ein Royal Flush. Ein solches Blatt ist allgemein schon sehr ungewöhnlich, doch umso ungewöhnlicher als erste Hand. John glaubte nicht, dass man so viel Glück haben konnte, weil er wusste, wie unwahrscheinlich ein Royal Flush ist. Er vermutete, dass etwas faul war und sollte mit dieser Annahme recht behalten: Sein Kumpel hatte gemogelt, um John glauben zu machen, er sei beim Pokern ein echtes Glückskind und müsse deshalb auf jeden Fall weiter spielen. Aus dieser Erfahrung lernte John Juanda, dass man besser an Wettchancen als an Glück glaubt, was schließlich zu einem fundamentalen Baustein seiner Karriere wurde. Wenn Sie es mit Spielern wie John Juanda aufnehmen wollen, dann versuchen Sie es bei PokerStars, unserem persönlichen Favoriten. Wenn Sie sich über BonusBonusBonus bei PokerStars anmelden, erhalten Sie darüber hinaus einen großartigen Willkommensbonus! Studium in den USAJohn bemerkte relativ schnell, dass das Leben in den USA trotzdem nicht ganz so einfach war, wie er es sich vorgestellt hatte. Da er kaum Englisch sprach, fiel es John nicht leicht, sich in seinem neuen Wohnort einzuleben. Also machte er es sich zur Gewohnheit, die Menschen genau zu beobachten und ihnen aufmerksam zuzuhören. Weil er die Wörter, die gesprochen wurden, nicht verstand, musste er sich auf seine intuitiven Fähigkeiten verlassen um zu verstehen, was die Leute sagten. „Als ich nach Hause zurückkam, hatte ich eine Kreditkarte mit einem relativ hohen Limit und ich weiß nicht, ob es deshalb war, weil ich wieder unter alten Freunden war oder weil ich zu viel trank, aber bevor ich mich versah, hatte ich mehr als $ 15.000 Schulden bei einem der Casinos in Indonesien. Da war ich also: Ich hatte zwar gerade meinen Collegeabschluss gemacht, fühlte mich aber trotzdem richtig dumm.“, erinnert er sich an seine Gefühle von damals. Vom stillen Beobachter zum Profizocker1996 betrat John Juanda zum ersten Mal ein amerikanisches Casino und entdeckte die Herausforderung des Texas Hold’em für sich. Das Kuriose an dieser Geschichte ist, dass er zu Beginn mehrere Tage nur damit verbrachte, den anderen Spielern zuzusehen und sie zu beobachten. John war schon immer ein guter Blackjack-Spieler gewesen und nun, da sein Interesse für das Pokerspiel geweckt war, marschierte er in den erstbesten Buchladen und kaufte sich mehrere Pokerbücher. Erst einige Wochen später, als er das Gefühl hatte, das Spiel einigermaßen verstanden zu haben, spielte er selbst. „Bald wird es eine neue professionelle Pokerliga geben, in der die besten Spieler dafür bezahlt werden, zu spielen. Und wenn das passiert wird keiner der exzellenten Spieler mehr bei der WPT teilnehmen wollen.“, meint John Juanda. Aggressiver Spielstil und beeindruckende MenschenkenntnisIn weniger als zehn Jahren war aus John Juanda ein weltweit bekannter Pokerstar geworden und er gilt heute als einer der weltbesten Turnierspieler. JJ bevorzugt Turnierpoker gegenüber Cash Games und spielt am liebsten No Limit Texas Hold’em und Pot Limit Texas Hold’em. Er sucht sich die Turniere, an denen er teilnimmt sehr genau aus und spielt nur in Turnieren mit hohen Buy-Ins und sehr angesehenen Veranstaltungen. „Ich habe nichts gegen diesen Ruf, weil er mir oft hilft zu gewinnen… Es gibt Leute, die Angst davor haben, gegen mich spielen zu müssen, weil sie ̕wissen΄, dass ich auch gegen sie Glück haben werde. Und es gibt noch viele andere Varianten und Wege, damit mein Ruf sie dazu veranlasst, schlecht zu spielen.“ „Viele Leute setzen schnell, wenn sie bluffen und wenn sie eine gute Hand haben brauchen sie sehr lange, um nachzudenken. Dann sehen sie weg oder fangen an, mit ihren Chips zu spielen. Wenn man genau aufpasst, weiß man dann genau, dass sie die „Nuts“ (das bestmögliche Blatt innerhalb einer Einsatzrunde) haben.“, meint John. Seine Fähigkeit, die anderen Spieler zu analysieren führt John darauf zurück, dass er, als er nach Amerika kam, darauf angewiesen war zu verstehen, was die Menschen ihm mitteilen wollten, obwohl er ihre Sprache nicht verstand: „Als ich in dieses Land kam, konnte ich fast kein Englisch. Als ich also mit meinen Freunden abhing, habe ich meistens nur zugehört, alles beobachtet und sehr wenig geredet. Ich glaube, dass man sehr viel mehr durch Hören als durch Sprechen lernt. Als ich 1996 anfing, Poker zu spielen, konnte ich die Menschen gut einschätzen, obwohl ich ihnen nur zusah. Die Jahre, in denen ich Menschen nur zugehört und sie beobachtet habe, erlaubten es mir, die Fähigkeit zu entwickeln die Menschen ziemlich gut zu verstehen, nicht nur im Poker, sondern auch im richtigen Leben. Wenn du mich in ein Spiel steckst, bei dem ich gegen Menschen antreten muss, die ich noch nie zuvor gesehen habe, werde ich trotzdem schnell eine Vorstellung davon haben, wie diese Personen ticken. Es ist wie im Kino: Man beobachtet die Charaktere und ist in der Lage, den guten vom bösen Kerl zu unterscheiden.“ Pokerstar und Gentleman - John ist ein Vorbild in jeder HinsichtDoch John ist nicht nur ein großartiger Pokerspieler, nein: er hat ein gelassenes und unbekümmertes Wesen, das vor allem in der heutigen Welt mit vielen arroganten Pokerspielern, die sich gerne daneben benehmen, erfrischend ist. Er ist immer freundlich und höflich und wird niemals ausfallend. John ist ein vorurteilsfreier Mensch und findet, dass auch dies einen Teil seines Erfolges ausmacht. Es sei einfacher das Verhalten der Spieler am Tisch zu verstehen, wenn man ihnen ein aufrichtiges Interesse entgegenbringt. Ein weiteres Beispiel für Johns unglaubliche Persönlichkeit ist die Tatsache, dass er sein Geld, das er mit dem Pokern verdient hat, unter anderem dafür verwendet, seiner kleinen Schwester ihre College-Ausbildung zu bezahlen. Sogar seine Profipokerkollegen verehren John Juanda für sein ruhiges Verhalten am Tisch, weshalb er auch unter dem Namen „Mr. Nice Guy“ „Das Geld kommt und geht, aber es ist die Konkurrenz, die mich zurück an den Tisch bringt." Wenn er sich selbstbewusst genug fühlt, spielt John auch manchmal $ 2.000 - $ 4.000-Cash Games. „Viele Spieler verlieren bei $ 400- $ 800-Spielen und versuchen ihr Glück dann bei $ 1.000- $ 2.000- Spielen um ihr Geld zurückzugewinnen. Das ist aber ein absolutes Tabu, wenn man erfolgreich sein will.“, sagt John. Wenn John bemerkt, dass er gerade in eine kleine Unglücksserie schlittert, spielt er in leichteren, kleinen Limits. Er findet, dass es keine besonders intelligente Idee ist, in einem solchen Fall beim Big Game (die Cash Games, an denen die besten Spieler der Welt teilnehmen) zu bleiben. Viel besser sei es, ein einfacheres Spiel zu finden, wo man seine Bankroll und sein Selbstvertrauen wieder aufbauen kann. Man muss dann erst wieder das Gefühl: „Wow, jetzt habe ich schon zwei Nächte hintereinander gewonnen!“ bekommen und sich langsam zurückarbeiten. FreundschaftenJohn ist mit einigen anderen Pokerprofis befreundet und ist ein Mitglied der „Crew“, einer sehr kleinen Pokergemeinschaft. Zu dieser Gruppe gehören neben John Juanda auch Daniel Negreanu, Allen Cunningham und Phil Ivey, die John als seine besten Freunde bezeichnet. Allen Cunningham ist sich sogar sicher: „Wir werden alle irgendwann erwachsen werden und es ist nur natürlich, dass man sich weiterentwickelt. Aber für manche Leute; es ist wie in der High School, wo man immer sagt, dass man den Kontakt halten wird, aber man macht es dann nicht. Das wird uns nie passieren, sogar wenn wir alle einmal in total verschiedene Richtungen gehen werden, als jene, mit der wir begonnen haben. Aber die Freundschaft, die wir hatten und noch immer haben, wird glaube ich immer eine der einzigartigsten in der Pokerwelt sein.“ Zu seinen besten Kumpels zählt aber auch Mike Matusow, der wie Daniel Negreanu, ein sehr guter Spieler ist. Trotzdem sind beide schon einmal komplett pleite gegangen. John Juanda selbst spielt nun schon mehrere Jahre lang professionell Poker und hatte noch nie eine wirklich lange Durststrecke. „Ich bin ganz alleine in die USA gezogen. Wenn ich also pleite gegangen wäre, wäre das mein Ende gewesen.“, findet John. Johns Freund Daniel Negreanu erzählt zu diesem Thema: „Seine Fähigkeit, mit Geld umzugehen ist manchmal richtig ekelerregend. Es gab Zeiten, wo ich pleite war ich und zu ihm kam um ihn zu bitten, dass er mir eine bestimmte Summe Geld leiht, damit ich wieder auf die Füße kommen könnte. Und noch bevor er anfing, die Summe mit mir zu diskutieren, fragte er mich jedes Mal, was passiert sei und hielt mir einen Vortrag darüber, was ich falsch gemacht habe und wie schlecht ich gespielt habe. Und die ganze Zeit stehe ich nur da und höre ihm zu, wie er mich belehrt und mir erzählt, dass ich unbedingt anfangen muss, dies oder das besser zu machen. In meinem tiefsten Inneren schreie ich dann nur mehr: 'Verdammt John… gib mir einfach nur die $ 30.000 und halt endlich die Klappe!'” Abseits der PokertischeJohn ist derzeit Single, hat keine Kinder und sagt heute selbst, dass er sein Privatleben wegen seiner Pokerkarriere vernachlässigt hat. „Ich wünschte, ich hätte mich mehr auf mein Privatleben konzentriert.“, sagt er heute. „Das ist das einzige, was ich bereue, aber vielleicht würde ich mir wünschen, dass ich mehr gespielt hätte, wenn ich nicht so erfolgreich gewesen wäre.“ Er hat den Traum, eines Tages Familienvater zu sein aber noch keineswegs aufgegeben. Heute wohnt er in Marina Del Rey, Kalifornien. „Ich bin nur ungefähr einmal im Monat hier, aber mein Geschäftsführer sagt mir immer wieder, dass die Leute jeden Tag anrufen und fragen: 'Kommt John heute? ' oder 'Wann wird John das nächste Mal hier sein? '. Und um ganz ehrlich zu sein, das ist etwas, worauf ich mich wirklich immer freue: nach L.A. zurückzukommen, dahin, wo für mich alles angefangen hat und einfach nur Menschen zu treffen und mit ihnen zu plaudern.“ Wenn er etwas in der Welt verändern könnte, würde er den Gebrauch von Waffen in einem Krieg verbieten. Er findet es eine weit bessere Idee, die zwei Oberhäupter oder Repräsentanten der sich bekriegenden Nationen in einem Ring gegeneinander antreten zu lassen. Die Fans lieben JohnAuch Pokerfans wissen die Genialität von John Juanda zu schätzen und würdigen ihn unter anderem in diversen Internetforen. „John, da du ja ein professioneller Spieler bist, frage ich mich, ob du dich jemals schuldig fühlst, weil du den Menschen das Geld aus den Taschen ziehst, wie ein Vampir, der das Blut der Menschen aussaugt. Vor allem, weil es sehr wahrscheinlich ist, dass die meisten Menschen, die du besiegst, ein Spielproblem haben. Naaaaaaa, ich mach doch nur Spaß, nur… genau so fühle ich mich manchmal, wenn ich gewinne!“ „Juanda ist definitiv mein Lieblingsspieler. Er ist wirklich talentiert, elegant und sympathisch. Dieser Kerl ist großartig!“ Bereits jetzt unterstützt John einen kalifornischen Arzt, der eine Klinik namens „Aurora Breast MRI of Orange County“(Aurora Brust –MRT-Klinik von Orange County) eröffnet hat, die vor allem dem Zweck der Früherkennung von Brustkrebs dient. „Du kannst John niemals durchschauen. Aber wie wäre es damit… wenn du es schaffst, lass es mich wissen.“ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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