Dienstag,  12. Dezember 2017  -  11:37:30
Poker, Sports Betting, Casino Poker, Sportwetten, Casino BonusBonusBonus.cz BonusBonusBonus.sk Poker, kasyno, bukmacher BonusBonusBonus.hu BonusBonusBonus.ru BonusBonusBonus.cn BonusBonusBonus.hk Poker, Sports Betting, Casino
Hier erfahren Sie alles über John Juanda! STECKBRIEF

John Juanda alias "Mr. Nice Guy"

Letztes Update: 31. März 2014
 
Party Poker
"Es ist wie im Kino: Man beobachtet die Charaktere und ist in der Lage, den guten vom bösen Kerl zu unterscheiden.“
John über seine Fähigkeit andere Spieler zu "lesen"
08.07.1971
Indonesien (Sumatra), ID
Krebs
Single
Marina Del Rey, US
USA
Universität von Oklahoma (BA in Marketing u. Management), Seattle University: MBA (Master of Business Administration)
Besitzer des indonesischen Restaurants "Java Spice" in Rowland Heights, L.A.
Lesen, Filme, Reisen
John Lennon, Elton John
der Tobasee in Indonesien
Dalai Lama
...mit 19 im Flugzeug von Indonesien in die USA
Hold'em
Aggressiv
Erik Seidel, Allen Cunningham, Howard Lederer, Phil Ivey, Chris Ferguson und viele mehr
„Seine Fähigkeit, mit Geld umzugehen ist manchmal richtig ekelerregend." (Daniel Negreanu voller Neid über Johns vorbildliches Bankroll-Management)
...würden im Krieg keine Waffen verwendet werden, die obersten Repräsentanten der sich bekriegenden Nationen würden sich einen Ringkampf liefern.
...wäre es nicht erlaubt mehr als 48h pro Woche Poker zu spielen.
Arbeitete während seines Studiums als Bibelverkäufer, finanziert mit seinen Gewinnen die College-Ausbildung seiner kleinen Schwester

Kindheit und Jugend in Indonesien

„Dies“, erklärt John „war die asiatische Kultur. Man lebte bis zur Hochzeit bei seinen Eltern und dann zog man aus und bekam Kinder. Als meine Eltern 1970 heirateten, zogen sie aus und ein Jahr später kam ich zur Welt. Weil sie aber zu der Zeit so beschäftigt waren, passten meine Großeltern auf mich auf. Rückblickend war bei meinen Großeltern aufzuwachsen vielleicht eine der großartigsten Erfahrungen die ich machen durfte. Ich und meine Geschwister wussten, dass unsere Eltern nur versuchten unser Leben besser zu machen, also hatten wir Verständnis. Und dazu kommt, dass ich viele wertvolle Lektionen gelernt habe, die niemals gelehrt werden könnten.“

Doch gerade das von seinen Eltern aufgebaute Unternehmen, das John während seiner Kindheit bestimmt öfter gehasst hat, war es, das John später sein angenehmes Leben ermöglichte. Vor allem im Vergleich zu den meisten Menschen in Indonesien waren Johns Eltern wohlhabend und konnten so seine Ausbildung an Privatschulen, seine diversen Reisen und seine sehr gute Collegeausbildung bezahlen.

John war während seiner High School-Zeit ein intelligenter Jugendlicher und vielversprechender Leichtathlet.

„Ich war ein sehr guter Athlet.“, erinnert er sich. „Ich war wahrscheinlich der beste Athlet in meiner Junior High School. Ich war im Leichtathletik-Team und ich war der Schnellste über alle Entfernungen, von 200 Meter bis zu 5.000 Meter.“

Johns Zeit als Lang- und Kurzstreckenläufer erklärt auch sein wettkampfbetontes Wesen, das für ihn auch heute als professioneller Pokerspieler von Nutzen ist.

Obwohl John ein sehr guter Schüler war, war er doch auch ein sehr rebellisches Kind – sozusagen ein kleiner „James Dean Asiens“. Fast stolz erzählt Juanda heute:

„Ich bekam ständig Schwierigkeiten und war ziemlich rebellisch. Da gibt es dieses großartige Foto von mir, als ich gerade mal vier oder fünf war. Ich trage eine Sonnenbrille und sitze mit übereinandergeschlagenen Beinen und einer (nicht angezündeten – Anm. des Autors) Zigarette im Mund da und lächle in die Kamera. Ich habe wirklich geglaubt, dass ich cool sei.“

Doch seine übermäßige „Coolness“ hatte natürlich auch ihre Schattenseiten: John wurde in seiner Jugendzeit nämlich zweier Schulen verwiesen…

Natürlich war seine Mutter nicht gerade erfreut darüber, wie sich ihr Sohn entwickelte. Sie war der Meinung, dass John sein ganzes Potenzial zum Fenster rausschmiss. Sie schmiedete für ihren Sohn Pläne für eine Auswanderung nach Amerika, um ihn von seiner problembehafteten Umgebung zu trennen. Auch Johns Vater war nicht gerade das beste Vorbild für den Jugendlichen: Durch ihn kam John zum Glücksspiel, was seiner Mutter ebenfalls ein Dorn im Auge war. Immerhin gelang es John, sein Spiel zu kontrollieren, wohingegen sein Vater Hadi immer tiefer in die Spielsucht hineinrutschte.

“Er hat immer verloren.“, erzählt John über die Spielgewohnheiten seines Vater. „Er war verrückt nach Sportwetten, spielte Bakkarat oder Chinesisches Poker und er verlor immer; meistens, weil er nebenbei auch noch trank. Außerdem spielte er üblicherweise um sehr viel Geld und in Indonesien (wo das Glücksspiel verboten ist) ist es üblich, dass die Leute, gegen die man spielt ständig versuchen zu betrügen.“

Zu jener Zeit also, als Johns Mutter wirklich sehr hart arbeitete, verbrachte sein Vater viel Zeit damit, sich dem Glücksspiel zu widmen. Diese Situation war es schlussendlich auch, die seine Mutter in dem Entschluss bestärkte, John in die USA zu schicken, wo er das College besuchen und Arzt, Anwalt oder Geschäftsmann werden sollte. „Eben alles, nur nicht Spieler, wie mein Vater.“, verrät John.

Pokerunterricht über den Wolken

1990 verließ John also seine Heimat um in den USA zu studieren. Als er zusammen mit zwei seiner besten Freunde im Flugzeug von Indonesien nach Amerika saß, kam John Juanda erstmals in Berührung mit der Faszination Poker. Einer seiner Freunde erklärte ihm die Pokerregeln und die grundlegendsten Strategien der einzelnen Spielvarianten. Außerdem erfuhr er, hoch über dem Pazifischen Ozean, wie wichtig es ist, die gegnerischen Spieler zu lesen. Bereits als das Flugzeug in Oklahoma landete, hatte John ein neues Hobby: Pokern.

Zu seiner eigenen Verwunderung war seine erste Hand ein Royal Flush. Ein solches Blatt ist allgemein schon sehr ungewöhnlich, doch umso ungewöhnlicher als erste Hand. John glaubte nicht, dass man so viel Glück haben konnte, weil er wusste, wie unwahrscheinlich ein Royal Flush ist. Er vermutete, dass etwas faul war und sollte mit dieser Annahme recht behalten: Sein Kumpel hatte gemogelt, um John glauben zu machen, er sei beim Pokern ein echtes Glückskind und müsse deshalb auf jeden Fall weiter spielen. Aus dieser Erfahrung lernte John Juanda, dass man besser an Wettchancen als an Glück glaubt, was schließlich zu einem fundamentalen Baustein seiner Karriere wurde.

Wenn Sie es mit Spielern wie John Juanda aufnehmen wollen, dann versuchen Sie es bei PokerStars, unserem persönlichen Favoriten. Wenn Sie sich über BonusBonusBonus bei PokerStars anmelden, erhalten Sie darüber hinaus einen großartigen Willkommensbonus!

Studium in den USA

John bemerkte relativ schnell, dass das Leben in den USA trotzdem nicht ganz so einfach war, wie er es sich vorgestellt hatte. Da er kaum Englisch sprach, fiel es John nicht leicht, sich in seinem neuen Wohnort einzuleben. Also machte er es sich zur Gewohnheit, die Menschen genau zu beobachten und ihnen aufmerksam zuzuhören. Weil er die Wörter, die gesprochen wurden, nicht verstand, musste er sich auf seine intuitiven Fähigkeiten verlassen um zu verstehen, was die Leute sagten.

An der staatlichen Universität von Oklahoma erwarb er 1994 einen Bachelor-Abschluss in Marketing und Management.

Während Johns Collegezeit, versuchte er sich immer wieder im Pokern und spielte gerne gegen seine Mitbewohner. Als er nach seinem Abschluss nach Indonesien zurückkehrte, bemerkte er, dass ihm der Nervenkitzel der privaten Pokerrunden im Studentenheim fehlte.

„Als ich nach Hause zurückkam, hatte ich eine Kreditkarte mit einem relativ hohen Limit und ich weiß nicht, ob es deshalb war, weil ich wieder unter alten Freunden war oder weil ich zu viel trank, aber bevor ich mich versah, hatte ich mehr als $ 15.000 Schulden bei einem der Casinos in Indonesien. Da war ich also: Ich hatte zwar gerade meinen Collegeabschluss gemacht, fühlte mich aber trotzdem richtig dumm.“, erinnert er sich an seine Gefühle von damals.

John wusste, dass der einzige Weg, das Geld zurückzuzahlen jener war, seiner Mutter weiszumachen, er wollte zurück in die Staaten um dort seinen Doktor zu machen. Er wusste, dass sie ihm $ 40.000 geben würde, damit er seine Ausbildung weiter verfolgen konnte; von diesem Geld wollte er seine Schulden zurückzahlen. Bis heute hat er seiner Mutter nicht die wahre Geschichte erzählt.

1994 hieß es für John Juanda also: zurück in die USA! Er schrieb sich an der Seattle University in Washington ein und errang dort den nächsthöheren akademischen Grad, das MBA (Master of Business Administration). Noch immer arbeitete er an einem Plan, wie er seine Schulden begleichen könnte. Um sich sein Studium finanzieren zu können und die Schulden loszuwerden, jobbte John als Bibelverkäufer und handelte mit Aktien. In dieser Zeit wurde John sogar als „bester Vertreter“ ausgezeichnet.

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung übersiedelte John nach Los Angeles und arbeitete unter anderem als Geschäftsführer eines Marketing-Unternehmens.

Vom stillen Beobachter zum Profizocker

1996 betrat John Juanda zum ersten Mal ein amerikanisches Casino und entdeckte die Herausforderung des Texas Hold’em für sich. Das Kuriose an dieser Geschichte ist, dass er zu Beginn mehrere Tage nur damit verbrachte, den anderen Spielern zuzusehen und sie zu beobachten. John war schon immer ein guter Blackjack-Spieler gewesen und nun, da sein Interesse für das Pokerspiel geweckt war, marschierte er in den erstbesten Buchladen und kaufte sich mehrere Pokerbücher. Erst einige Wochen später, als er das Gefühl hatte, das Spiel einigermaßen verstanden zu haben, spielte er selbst.

Noch im selben Jahr trat John bei seinem ersten richtigen Turnier an. Er kam unter die ersten zehn, ebenso wie bei einem zweiten Turnier, an dem er 1996 teilnahm. Er konzentrierte sich weiterhin stark darauf, im Analysieren seiner Gegner besser zu werden. Natürlich arbeitete John auch an seiner Bankroll (die Geldmenge, die einem beim Pokern zur Verfügung steht) und beehrte immer häufiger die diversen Casinos und Kartenräume mit seiner Anwesenheit.

1997 nahm er an insgesamt 13 Turnieren teil, die in und um seine Heimatstadt Los Angeles stattfanden. Er schaffte es bei allen Turnieren bis an den Finaltisch, bei fünf davon errang er den zweiten, bei zwei Turnieren den ersten Platz.

Durch diese Erfolge bestätigt, begann John, immer mehr Turniere zu spielen. In den nächsten Jahren gelangen ihm bei Turnieren mehr als 20 Platzierungen in den Geldrängen; zwei davon gewann er sogar, woraufhin John Juanda zu einem der meistgefürchtetsten und meistrespektierten Spieler in der Pokerwelt wurde.

Im Jahr 1999 spielte er zum ersten Mal bei der World Series of Poker und erreichte bei beiden Veranstaltungen, an denen er teilnahm, den Finaltisch.

2001 gewann John die „Jack Binion World Poker Open Championship“. Außerdem war John Juanda Zweitplatzierter bei der Wahl des „Card Player Magazine Player of the Year“ in den Jahren 2001 und 2002.

2002 holte er sich sein erstes Goldenes Armband bei der WSOP, indem er die „Triple Draw Lowball Ace to Five“-Veranstaltung für sich entschied. Ebenfalls 2002 gewann John die erste Professional Poker Player’s Tour nach einem langen Heads Up gegen Chris Bigler.

2003 holte er sich zwei weitere Goldene Armbänder bei der Pot Limit OmahaSeven Card Stud Hi-Lo - und der Split-Veranstaltung. Bei den ersten drei Staffeln der World Poker Tour schaffte John es an fünf Finaltische.

John Juanda outet sich als großer Fan der World Series of Poker und glaubt, dass diese die World Poker Tour als beliebteste Pokersendung bald ablösen wird. Er denkt, dass die WSOP bereits jetzt größer und wichtiger ist als die WPT und, dass es außerdem bald noch andere ebenso große Projekte geben wird.

„Bald wird es eine neue professionelle Pokerliga geben, in der die besten Spieler dafür bezahlt werden, zu spielen. Und wenn das passiert wird keiner der exzellenten Spieler mehr bei der WPT teilnehmen wollen.“, meint John Juanda.

2004 gewann er zum ersten Mal eine Veranstaltung der „Professional Poker Tour“ und schaffte es außerdem in diesem Jahr, an sagenhaften 14 anderen Finaltischen zu sitzen.

2005 ging seine Erfolgsserie weiter: Bei der „Five-Star Poker Classic“ und der „National Heads Up Poker Championship“ erreichte er jeweils den fünften Rang.

2006 schaffte er es bei der „World Poker Tour North American Championship“ an den Finaltisch und erreichte den fünften Platz. Dieser brachte ihm ein Preisgeld von $ 217.320 ein.

Ebenfalls 2006 gewann John die „Crown Australien Poker Championship AUD 100.000 Speed Poker“-Veranstaltung und strich dafür ein Preisgeld von $ 732.901 ein. Bei diesem Turnier schlug er unter anderem Pokergrößen wie Mike Sexton, Tony G, Phil Ivey, Barry Greenstein und Phil Bloom. Doch dies war nicht die einzige Veranstaltung, bei der John Juanda im Jahr 2006 Erfolg hatte: Mit seinem sechsten Platz bei der Hauptveranstaltung der Monte Carlo Millions strich er ein Preisgeld von $ 500.000 ein. Er wurde Zweiter bei der „FullTiltPoker.net Invitational Live in Monte Carlo“ und errang den Sieg beim „Monte Carlo Millions Consolation“ Turnier.

Aggressiver Spielstil und beeindruckende Menschenkenntnis

In weniger als zehn Jahren war aus John Juanda ein weltweit bekannter Pokerstar geworden und er gilt heute als einer der weltbesten Turnierspieler. JJ bevorzugt Turnierpoker gegenüber Cash Games und spielt am liebsten No Limit Texas Hold’em und Pot Limit Texas Hold’em. Er sucht sich die Turniere, an denen er teilnimmt sehr genau aus und spielt nur in Turnieren mit hohen Buy-Ins und sehr angesehenen Veranstaltungen.

Wahrscheinlich ist John Juanda neben Phil Ivey einer der am meisten respektierten und gefürchteten Pokerprofis. Er ist weltberühmt für seinen aggressiven Spielstil und wird auch gerne als der „Spieler mit dem meisten Glück“ bezeichnet. Dazu sagte John einmal:

Ich habe nichts gegen diesen Ruf, weil er mir oft hilft zu gewinnen… Es gibt Leute, die Angst davor haben, gegen mich spielen zu müssen, weil sie ̕wissen΄, dass ich auch gegen sie Glück haben werde. Und es gibt noch viele andere Varianten und Wege, damit mein Ruf sie dazu veranlasst, schlecht zu spielen.“

Das Wichtigste, in Johns Augen, ist es, die anderen Spieler zu beobachten. Das sei es, was die großartigen Spieler wie Phil Ivey und Chris Ferguson so gut macht.

„Viele Leute setzen schnell, wenn sie bluffen und wenn sie eine gute Hand haben brauchen sie sehr lange, um nachzudenken. Dann sehen sie weg oder fangen an, mit ihren Chips zu spielen. Wenn man genau aufpasst, weiß man dann genau, dass sie die „Nuts“ (das bestmögliche Blatt innerhalb einer Einsatzrunde) haben.“, meint John.

Seine Fähigkeit, die anderen Spieler zu analysieren führt John darauf zurück, dass er, als er nach Amerika kam, darauf angewiesen war zu verstehen, was die Menschen ihm mitteilen wollten, obwohl er ihre Sprache nicht verstand:

„Als ich in dieses Land kam, konnte ich fast kein Englisch. Als ich also mit meinen Freunden abhing, habe ich meistens nur zugehört, alles beobachtet und sehr wenig geredet. Ich glaube, dass man sehr viel mehr durch Hören als durch Sprechen lernt. Als ich 1996 anfing, Poker zu spielen, konnte ich die Menschen gut einschätzen, obwohl ich ihnen nur zusah. Die Jahre, in denen ich Menschen nur zugehört und sie beobachtet habe, erlaubten es mir, die Fähigkeit zu entwickeln die Menschen ziemlich gut zu verstehen, nicht nur im Poker, sondern auch im richtigen Leben. Wenn du mich in ein Spiel steckst, bei dem ich gegen Menschen antreten muss, die ich noch nie zuvor gesehen habe, werde ich trotzdem schnell eine Vorstellung davon haben, wie diese Personen ticken. Es ist wie im Kino: Man beobachtet die Charaktere und ist in der Lage, den guten vom bösen Kerl zu unterscheiden.“

Pokerstar und Gentleman - John ist ein Vorbild in jeder Hinsicht

Doch John ist nicht nur ein großartiger Pokerspieler, nein: er hat ein gelassenes und unbekümmertes Wesen, das vor allem in der heutigen Welt mit vielen arroganten Pokerspielern, die sich gerne daneben benehmen, erfrischend ist. Er ist immer freundlich und höflich und wird niemals ausfallend. John ist ein vorurteilsfreier Mensch und findet, dass auch dies einen Teil seines Erfolges ausmacht. Es sei einfacher das Verhalten der Spieler am Tisch zu verstehen, wenn man ihnen ein aufrichtiges Interesse entgegenbringt.

Ein weiteres Beispiel für Johns unglaubliche Persönlichkeit ist die Tatsache, dass er sein Geld, das er mit dem Pokern verdient hat, unter anderem dafür verwendet, seiner kleinen Schwester ihre College-Ausbildung zu bezahlen. Sogar seine Profipokerkollegen verehren John Juanda für sein ruhiges Verhalten am Tisch, weshalb er auch unter dem Namen „Mr. Nice Guy“ ist.

Obwohl John zu den bekannt vornehmsten und beliebtesten Pokerprofis zählt, ist es dennoch nicht ratsam, diesen klugen Mann zu unterschätzen. Auch die Tatsache, dass er immer bereit ist, einem Fan einen Gefallen zu tun, trägt zu seinem positiven Ruf bei. Er gibt zu, dass es ihn fast verrückt macht, wenn einige Pokerspieler heutzutage ihre Fans so behandeln, als würden sie nicht einmal existieren. Sein exzellenter Charakter beeinflusst nämlich seine Fähigkeiten am Tisch in keinster Weise und er ist immer in der Lage, ein kühl analysiertes und unbarmherziges Pokerspiel hinzulegen. Poker ist für John ein Geschäft und hat sehr wenig bis nichts mit seinem Privatleben und seiner Persönlichkeit zu tun. Für John wird ein Spiel erst dann so richtig interessant, wenn die Konkurrenz extrem hart ist. Oft sagt er auch selbst:

„Das Geld kommt und geht, aber es ist die Konkurrenz, die mich zurück an den Tisch bringt."

Wenn er sich selbstbewusst genug fühlt, spielt John auch manchmal $ 2.000 - $ 4.000-Cash Games.

„Viele Spieler verlieren bei $ 400- $ 800-Spielen und versuchen ihr Glück dann bei $ 1.000- $ 2.000- Spielen um ihr Geld zurückzugewinnen. Das ist aber ein absolutes Tabu, wenn man erfolgreich sein will.“, sagt John.

Wenn John bemerkt, dass er gerade in eine kleine Unglücksserie schlittert, spielt er in leichteren, kleinen Limits. Er findet, dass es keine besonders intelligente Idee ist, in einem solchen Fall beim Big Game (die Cash Games, an denen die besten Spieler der Welt teilnehmen) zu bleiben. Viel besser sei es, ein einfacheres Spiel zu finden, wo man seine Bankroll und sein Selbstvertrauen wieder aufbauen kann. Man muss dann erst wieder das Gefühl: „Wow, jetzt habe ich schon zwei Nächte hintereinander gewonnen!“ bekommen und sich langsam zurückarbeiten. 

Freundschaften

John ist mit einigen anderen Pokerprofis befreundet und ist ein Mitglied der „Crew“, einer sehr kleinen Pokergemeinschaft. Zu dieser Gruppe gehören neben John Juanda auch Daniel Negreanu, Allen Cunningham und Phil Ivey, die John als seine besten Freunde bezeichnet.

Allen Cunningham ist sich sogar sicher: „Wir werden alle irgendwann erwachsen werden und es ist nur natürlich, dass man sich weiterentwickelt. Aber für manche Leute; es ist wie in der High School, wo man immer sagt, dass man den Kontakt halten wird, aber man macht es dann nicht. Das wird uns nie passieren, sogar wenn wir alle einmal in total verschiedene Richtungen gehen werden, als jene, mit der wir begonnen haben. Aber die Freundschaft, die wir hatten und noch immer haben, wird glaube ich immer eine der einzigartigsten in der Pokerwelt sein.“

Zu seinen besten Kumpels zählt aber auch Mike Matusow, der wie Daniel Negreanu, ein sehr guter Spieler ist. Trotzdem sind beide schon einmal komplett pleite gegangen. John Juanda selbst spielt nun schon mehrere Jahre lang professionell Poker und hatte noch nie eine wirklich lange Durststrecke. „Ich bin ganz alleine in die USA gezogen. Wenn ich also pleite gegangen wäre, wäre das mein Ende gewesen.“, findet John.

Johns Freund Daniel Negreanu erzählt zu diesem Thema: „Seine Fähigkeit, mit Geld umzugehen ist manchmal richtig ekelerregend. Es gab Zeiten, wo ich pleite war ich und zu ihm kam um ihn zu bitten, dass er mir eine bestimmte Summe Geld leiht, damit ich wieder auf die Füße kommen könnte. Und noch bevor er anfing, die Summe mit mir zu diskutieren, fragte er mich jedes Mal, was passiert sei und hielt mir einen Vortrag darüber, was ich falsch gemacht habe und wie schlecht ich gespielt habe. Und die ganze Zeit stehe ich nur da und höre ihm zu, wie er mich belehrt und mir erzählt, dass ich unbedingt anfangen muss, dies oder das besser zu machen. In meinem tiefsten Inneren schreie ich dann nur mehr: 'Verdammt John… gib mir einfach nur die $ 30.000 und halt endlich die Klappe!'”

Abseits der Pokertische

John ist derzeit Single, hat keine Kinder und sagt heute selbst, dass er sein Privatleben wegen seiner Pokerkarriere vernachlässigt hat.

„Ich wünschte, ich hätte mich mehr auf mein Privatleben konzentriert.“, sagt er heute. „Das ist das einzige, was ich bereue, aber vielleicht würde ich mir wünschen, dass ich mehr gespielt hätte, wenn ich nicht so erfolgreich gewesen wäre.“

Er hat den Traum, eines Tages Familienvater zu sein aber noch keineswegs aufgegeben. Heute wohnt er in Marina Del Rey, Kalifornien.

Johns Hobbys sind unter anderem lesen, Filme schauen und neue, unbekannte Plätze bereisen, wobei sein bisheriger Lieblingsplatz immer noch einer in seiner Heimat Indonesien ist: der Tobasee. Seine Lieblingsmusiker sind Elton John und John Lennon.

Einen Traum hat sich John Juanda bereits erfüllt: Er ist jetzt stolzer Besitzer seines eigenen indonesischen Restaurants namens „Java Spice“. Dieses Restaurant liegt in Rowland Heights, einer sehr berühmten Gegend von Los Angeles und wenn man Glück hat, trifft man dort sogar den Chef persönlich an:

„Ich bin nur ungefähr einmal im Monat hier, aber mein Geschäftsführer sagt mir immer wieder, dass die Leute jeden Tag anrufen und fragen: 'Kommt John heute? ' oder 'Wann wird John das nächste Mal hier sein? '. Und um ganz ehrlich zu sein, das ist etwas, worauf ich mich wirklich immer freue: nach L.A. zurückzukommen, dahin, wo für mich alles angefangen hat und einfach nur Menschen zu treffen und mit ihnen zu plaudern.“

Wenn er etwas in der Welt verändern könnte, würde er den Gebrauch von Waffen in einem Krieg verbieten. Er findet es eine weit bessere Idee, die zwei Oberhäupter oder Repräsentanten der sich bekriegenden Nationen in einem Ring gegeneinander antreten zu lassen.
Und wenn er etwas in der Pokerwelt verändern könnte? Dann würde er es verbieten, mehr als 48 Stunden in der Woche Poker zu spielen.

Die Fans lieben John

Auch Pokerfans wissen die Genialität von John Juanda zu schätzen und würdigen ihn unter anderem in diversen Internetforen.

John, da du ja ein professioneller Spieler bist, frage ich mich, ob du dich jemals schuldig fühlst, weil du den Menschen das Geld aus den Taschen ziehst, wie ein Vampir, der das Blut der Menschen aussaugt. Vor allem, weil es sehr wahrscheinlich ist, dass die meisten Menschen, die du besiegst, ein Spielproblem haben. Naaaaaaa, ich mach doch nur Spaß, nur… genau so fühle ich mich manchmal, wenn ich gewinne!“

„Juanda ist definitiv mein Lieblingsspieler. Er ist wirklich talentiert, elegant und sympathisch. Dieser Kerl ist großartig!“

Jetzt habe ich endlich den zurzeit besten Allround-Spieler beobachten können. Einfach pure Eleganz. Er spielt, um zu gewinnen und sieht sogar noch besser aus, wenn er verliert. Es ist gut, Spieler wie ihn beobachten zu dürfen.“

Möglicherweise werden wir diesen netten Kerl bald nicht mehr am Pokertisch sehen. John hat den Plan, auf der medizinischen Fakultät seinen Doktor zu machen und sich für notleidende Menschen einzusetzen. Letztendlich will er dann dafür sorgen, dass die Menschen in seiner Heimat Indonesien, die selbst nicht genug Geld dafür haben, Zugang zu medizinischer Versorgung bekommen. Seinen Beruf als Pokerprofi aufzugeben wäre zwar eine maßgebliche Veränderung seines Lebens, aber John Juanda ist schließlich bekannt dafür, jegliche Herausforderung anzunehmen.

Bereits jetzt unterstützt John einen kalifornischen Arzt, der eine Klinik namens „Aurora Breast MRI of Orange County“(Aurora Brust –MRT-Klinik von Orange County) eröffnet hat, die vor allem dem Zweck der Früherkennung von Brustkrebs dient.

John Juanda ist und bleibt ein Mensch, den man unmöglich durchschauen kann. Noch immer probieren sowohl seine Gegner, wie auch seine Fans, doch hinter sein wahres Wesen zu kommen… und scheitern. Diese Tatsache bestätigt auch der Pokerprofi Erik Seidel, der bereits sieben Mal ein Goldenes Armband der WSOP gewonnen hat:

„Du kannst John niemals durchschauen. Aber wie wäre es damit… wenn du es schaffst, lass es mich wissen.“

Seitdem John Juanda ein professioneller Pokerspieler ist, hat er wieder und wieder bewiesen, dass er einer der originellsten Charaktere der Pokerwelt ist. Sein Stil ist einmalig, sein Talent unbeschreiblich und sein konstanter Erfolg bei Turnieren beinahe unvergleichlich.

Möchten Sie Videos von John Juanda sehen?
BITTE DRÜCKEN SIE 'PLAY' UND DANN DEN MENÜ-BUTTON RECHTS NEBEN DEM LAUTSPRECHER, UM MEHR VIDEOS VON JOHN JUANDA ZU SEHEN
     

    ---

    Tag Cloud

    ---