Zurück auf der Piste! Nach einer zweimonatigen Pause vom intensiven Pokern nach der WSOP, fühle ich mich endlich wieder bereit, in so vielen Ländern wie möglich an Turnieren teilzunehmen. Das wird mich bis mindestens Februar zu einem Leben aus dem Koffer zwingen. Bis auf weiteres ist das hier mein Turnierplan:
PPT Main Event- Cannes
September 3rd - 7th
EPT Barcelona
September 7th-14th
London
October 2nd -5th
Toronto/Niagara Falls WPT
October 5th - 26th
EPT Budapest
October 28th- November 1st
EPT Warsaw
November 1st - 20th
APPT Sydney
December 2nd - 31st
Aussie Millions-Melbourne
January 1st - 26th
EPT Copenhagen
February 17th - 21st
EPT Dortmund
March 10th - 14th
EPT San Remo
April 17th - 24th
Monte Carlo
April 24th - May 3rd
Die Turniere müssen nicht zwangsläufig an den von mir angegebenen Terminen anfangen oder enden, ich habe nur ungefähr geschätzt, wie lange ich in jeder Stadt für das jeweilige Turnier bin.
Gerade eben bin ich in Cannes und auf dem Weg hierher - ich bin wirklich stolz das zu sagen - habe ich mein erstes Pokerbuch gelesen. Die Legende höchstpersönlich, Gus Hansen, hat es geschrieben und es heißt „Hand für Hand“. Es war sehr gut geschrieben und gab mir Einblick in die Dinge, die in seinem kranken Kopf vorgehen. Ich war auf jeden Fall überrascht, dass viele seiner Entscheidungen stark auf mathematischen Überlegungen beruhen und nicht nur auf Bauchgefühl oder Instinkt. Das hat mich dazu inspiriert etwas zu tun, das ich schon lange hätte tun sollen: ich habe gelernt Pot Odds auszurechnen. LOL, ja, ihr könnt das jetzt glauben oder nicht aber ich habe bis jetzt nie gelernt - oder wollte nie lernen - wie man Pot Odds ausrechnet. Wenn ich mit einem All-In konfrontiert werde, nachdem ich Preflop erhöhe, habe ich da meine eigenen Regeln. Regel N°1: Wenn er weniger als 10x den Big Blind hat, MUSS ICH CALLEN (offensichtlich auch ein Faktor bei Antes) N°2: Wenn er mehr hat als 10x den Big Blind darf ich nicht mit irgendwelchen 2 Karten callen, aber wenn ich mir denke, der Spielraum meines Gegners ist weit genug, muss ich auf jeden Fall. Recht simpel, nicht? Ich dachte mir an einem Punkt, dass es vielleicht eher kontraproduktiv sein könnte, Pot Odds auszurechnen. Ich glaube ich habe wohl das alte Sprichwort „Was nicht kaputt ist, muss man auch nicht reparieren“ befolgt. Aber ich will mein Spiel auf ein höheres Niveau bringen und ich glaube, dass etwas Einfaches wie Pot Odds auszurechnen essentiell für ein gutes Spiel ist. Zurück zu Dr. Hansens Buch… Weil ich so regelmäßig SNGs gespielt habe, bin ich langsam immer unkreativer geworden was mein Turnierspiel betrifft. Wenn man nicht vorsichtig ist, können einem SNGs jegliche Kreativität rauben, ohne dass man es selbst überhaupt merkt. Ich will nicht zu viel über das Buch verraten aber es zu lesen hat mich an die optimalen Entscheidungen erinnert, die ich mache, wenn ich mein bestes Poker spiele habe. Danke dafür Dr. Hansen.