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STECKBRIEF
Lesen Sie das Online-Tagebuch von Annette Obrestad! BLOG

Annette Obrestad alias "Annette_15"

Letzter Blogeintrag am 12. August 2008
Letztes Update: 24. März 2014


Betfair Poker
„Ich möchte die beste Pokerspielerin der Welt sein.“
Annette über ihr Karriereziel
18.09.1988
Sandnes, NO
Jungfrau
Ledig
Sandnes, NO
Norwegen
Poker, Bowling, Zeit mit Familie und Freunden verbringen, ihr Blog auf BetfairPoker
...als Kind mit ihrem Vater, mit 15 online
Hold'em
Aggressiv, intuitiv
Die Onlinespieler Mark „P0ker H0“ Kroon, Cliff „Johnnybax“ Josephy und Jeff „ActionJeff“ Garza
„Es ist seltsam, dass ein Mädchen, das wahrscheinlich keiner von uns je treffen wird, solch eine Wirkung auf uns hat… Dieses junge Mädchen ist für jeden wie eine kleine Schwester. Wir sind nicht eifersüchtig, keine Spur von Neid. Wir freuen uns über ihren Erfolg." (ein Onlinespieler)
Erspielte sich online ein Vermögen obwohl sie nie Geld investiert hat, Gewann ein Online-Turnier ohne ihre Karten anzusehen, Rekorde: erste Frau, die jemals ein WSOP Hauptturnier gewann, jüngste Spielerin, die jemals ein Goldenes Armband gewann, höchste Gewinnsumme, die je eine Frau in einem einzigen Turnier gewonnen hat (Stand Feb.08)
 Annette_15 bei 

Kindheit und erste Schritte in die Onlinepoker-Szene

Annette wuchs in dem kleinen Ort Sandnes auf und kann sich an keine Zeit erinnern, in der sie nicht Karten gespielt hat. Ihr Vater spielte regelmäßig mit ihr und brachte ihr bereits in jungen Jahren Five Card Stud und Seven Card Stud bei.

Allerdings sei sie, eigenen Angaben zufolge, als Kind nie gut im Kartenspielen gewesen. Als sie älter wurde, begann sie Bowling zu spielen und war jahrelang in einem Bowling-Club. Durch ihre Leidenschaft für diesen Sport fand sie schließlich auch ihren Weg in die Pokerszene. Eines Tages saß Annette vor dem Fernseher und sah sich ein Bowlingspiel an, als sie plötzlich, wie durch eine schicksalhafte Fügung, das Werbetransparent eines Online-Pokerraumes im Hintergrund entdeckte. Sie war neugierig, besuchte den besagten Pokerraum und schaffte es, mit ein bisschen Kreativität, sich zu registrieren. Sie spielte in Seven Card Stud Hi-Lo Sit and Go Turnieren um Spielgeld, lernte Texas Hold’em, ihr heutiges Lieblingsspiel und experimentierte mit verschiedenen Pokervarianten. Das Spielen ohne Gewinnmöglichkeit verlor aber bald seinen Reiz und Annette machte sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, trotz ihres jungen Alters um Geld zu spielen.

Die erste Hürde, die Registrierung, hatte sie bereits überwunden, doch damit war das Problem noch nicht gelöst. Bald stellte sich heraus, dass man vom angepriesenen Bonus des Anbieters erst nach der ersten Einzahlung profitieren konnte. Doch wo sollte eine Fünfzehnjährige diese erste Einzahlung herbekommen? Annette hatte kein eigenes Konto und ihre Mutter weigerte sich vehement, ihre Kreditkarte für das seltsame Hobby der Tochter zur Verfügung zu stellen.

Die rettende Idee: Freerolls – Turniere ohne Buy-In, bei denen man aber trotzdem Geld gewinnen kann! Klingt verlockend, doch bei vierstelligen Teilnehmerzahlen und einstelligen Gewinnen hält sich die Euphorie bei vielen Spielern in Grenzen. Für Annette war dies die einzige Chance und sie stürzte sich voller Motivation ins Getümmel. Was wie ein vorübergehender pubertärer Tick aussah, entpuppte sich als wahre Berufung. Annette kämpfte sich in Online-Pokerräumen wie PokerStars allmählich nach oben und wurde immer besser.
Glauben Sie, einen ähnlichen Weg wie Annette gehen zu können? Nützen Sie diese einmalige Gelegenheit: Spieler, die sich bei PokerStars über BonusBonusBonus registrieren, erhalten einen sagenhaften Willkommensbonus!

Der Beginn einer großen Karriere

Eines Tages gewann sie schließlich bei einem Freeroll-Turnier $ 9 und was danach kam klingt wie ein Märchen. Sie verwandelte diesen ersten Gewinn innerhalb kürzester Zeit in eine stattliche Bankroll (= das Geld, das man beim Pokern zur Verfügung hat) und es dauerte nicht lange, bis ihr Pseudonym „Annette_15“ in der gesamten Onlinepokerszene bekannt – und gefürchtet – war. Eigenen Angaben zufolge, hat Annette niemals selbst Geld investiert, sondern ausschließlich mit ihren Gewinnen gespielt. „Annette_15“ ist jedem, der einigermaßen mit Onlinepoker vertraut ist, ein Begriff, denn der Name steht seit Jahren ganz oben auf den Ranglisten der virtuellen Turniere.

In einem Interview erklärte Annette, sie habe am Anfang sehr vorsichtig gespielt, nie geblufft und nur wenig riskiert. Irgendwann war sie an einem Punkt angelangt, wo sie sich in den „kleinen“ Turnieren mit niedrigen Buy-Ins absolut sicher fühlte. Sie gewann eines nach dem anderen und sehnte sich allmählich nach mehr Herausforderung. Annette wusste, wenn sie bei den „Großen“ mitspielen wollte, musste sie etwas an ihrem Spiel ändern. Sie begann also zu experimentieren, erhöhte manchmal mit schwachen Händen, wurde risikofreudiger und schlussendlich, „nach vielen komischen Spielzügen und einer Menge Fehlern“, hatte sie den Dreh raus und entwickelte ihre eigene Strategie. Poker war nicht länger nur ein Hobby, sondern ist zu einer lukrativen Einnahmequelle für Annette geworden. Heute macht sie dem Ruf der skandinavischen Spieler alle Ehre und gehört definitiv zu den aggressiven Spielertypen.

Zwischen September 2006 und September 2007 schaffte sie es allein auf PokerStars.com in 20 Rebuy-Turnieren immer entweder auf den ersten oder zweiten Platz und gewann auch in anderen Online-Pokerräumen zahlreiche Turniere. Auf PokerStars, UltimateBet und FulltiltPoker zusammen erspielte sich Annette innerhalb eines Jahres mehr als $ 800.000! Und das ohne auch nur einen mickrigen Cent aus eigener Tasche zu investieren. Versuchen auch Sie ihr Glück: Hier können Sie sich direkt bei PokerStars anmelden und sich Ihren exklusiven BonusBonusBonus Willkommensbonus sichern.

Annette_15 bricht alle Rekorde

Natürlich hegt auch Annette seit jeher den Wunsch, an der WSOP (World Series of Poker) in Las Vegas teilzunehmen, doch bis zu ihrem 21. Geburtstag im September 2009 muss sie sich noch mit „kleineren Fischen“ zufrieden geben. Doch Annette hatte Glück und die WSOP kam nach Europa. Somit bot sich für sie die Gelegenheit, ihr Können bei einem prestigeträchtigen Live-Turnier unter Beweis zu stellen, nämlich bei der im September 2007 erstmals veranstalteten „WSOP Europe“ in London.

Zum WSOP Europe Hauptturnier kamen viele große, internationale Stars doch am Finaltisch dominierten junge Europäer wie John Tabatabai, Magnus Persson und natürlich Annette_15. Das Mädel aus der norwegischen Kleinstadt ließ Pokerlegenden wie Gus Hansen, Annie Duke, Jamie Gold, Phil Hellmuth und Daniel Negreanu hinter sich und saß schließlich dem Londoner John Tabatabai im Heads Up gegenüber. Annette ging mit 2.966.000 Chips ins Heads Up, während Tabatabai 4.244.000 zur Verfügung hatte. Es sollte ganze 94 Hände dauern, bis der Sieger feststand.

Annette fühlte sich im Heads Up sichtlich wohl und lief zur Höchstform auf; nach nur 10 Händen waren die beiden gleichauf. Eine Weile tat sich nicht viel und Annette war meistens knapp hinter ihrem Kontrahenten. Nach und nach erkämpfte sie sich einen kleinen Vorsprung und gewann schließlich mit einem 7er Drilling:

Annette erhöhte im Big Blind und Tabatabai ging mit. Der Flop zeigte 7, 6, 5. Tabatabai erhöhte wieder und Annette ging mit 7 und 7♠ All In. Tabatabai ging mit seinem Blatt aus 5♠ und 6ebenfalls All In. Der Turn brachte die 2♣ und der River die Q, Tabatabai konnte somit sein Blatt nicht mehr verbessern und Annette „Annette_15“ Obrestad gewann als bis dato erste Frau ein WSOP Hauptturnier. Doch das ist nicht das einzige, was Annette von der Masse abhebt, der wohl erstaunlichste Rekord ist jener als bis dato jüngste/r SpielerIn, der/die jemals ein WSOP Armband gewonnen hat.

Annette Obrestad holte sich also ihr erstes Goldenes WSOP Armband und ein Preisgeld von $ 2.013.734, womit sie einen weiteren Rekord brach: die höchste Gewinnsumme, die je eine Frau in einem einzigen Turnier gewonnen hat, ein Rekord, den zuvor Annie Duke mit $ 2.000.000 inne hatte.

Die damals Neunzehnjährige stellte die Pokerwelt auf den Kopf und brachte mit ihrem Sieg sogar die Veranstalter der WSOP Europe in Verlegenheit. „Wer wird König von Europa?“ ("Who will be the King of Europe?") war der Leitspruch der Veranstaltung und als sich herausstellte, dass es keinen König sondern eine Königin geben wird, musste die WSOP Europe ihr gesamtes Marketing umkrempeln.

Auch Annette selbst war überwältigt und konnte es kaum fassen: „Ich habe nie damit gerechnet zu gewinnen. Ich bin sprachlos. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll.“ lautete ihr Kommentar unmittelbar nach dem Turnier.

Das Pokerwunderkind ist keine Eintagsfliege

Ihr spektakulärer Sieg brachte Annette einen Sponsorenvertrag von Betfair Poker dem Sponsor der WSOP Europe, sowie Ruhm und Anerkennung ein.

Kritiker halten sie für eine „Eintagsfliege“, die bloß Glück gehabt hat, doch wer Annettes Pokerspiel genau beobachtet, weiß, dass definitiv mehr hinter ihrem Erfolg steckt. Dies bestätigen sogar alt eingesessene Pokerlegenden wie Daniel Negreanu und Kirk Morrison, die ihr Spiel bei der WSOP Europe 2007 als eines der besten, das sie je gesehen haben bezeichneten. In ihrem Blog auf Betfair Poker ist zu lesen, dass sich Annette sehr gut mit Daniel Negreanu versteht und manchmal ihre Spielstrategie mit ihm bespricht.

Doch die WSOP Europe 2007 war nicht ihr einziger Auftritt bei einem Live-Turnier. Kurz nach ihrem 18. Geburtstag nahm sie am „2006 Ultimate Bet Aruba Classic“ teil, wurde 37te im No Limit Hold’em und kassierte dafür immerhin $ 12.415. Beim „EPT (European Poker Tour) Grand Final“ im Jahr 2007 ergatterte Annette einen fünften Platz, ebenfalls im No Limit Hold’em und gewann $ 20.747. Es folgten ein 13. Rang beim „PaddyPower Irish Open“ und ein 18. Rang beim „Barcelona Open“ der EPT, jeweils im Pot Limit Omaha.

Nach ihrem großen Sieg bei der WSOP Europe 2007 verpasste Annette wenige Monate später nur knapp ihre Chance, ein zweites bedeutendes Turnier zu gewinnen. Sie nahm am „EPT Dublin Season 4“ teil und wurde Zweite im No Limit Hold’em. Während der ersten paar Stunden war Annette die eindeutige Favoritin. Sie eliminierte Michael Durrer, Eidsvig Outski, Reijo Manninen und Caspar Hansen und saß schließlich mit 2,6 Millionen Chips dem US-Amerikaner Reuben Peters im Heads Up gegenüber.

Peters lag mit seinen bescheidenen 700.000 Chips deutlich hinten, doch nach den ersten zehn Händen wurde Annette ihr aggressiver Spielstil zum Verhängnis. Peters schaffte es, zu verdoppeln und übernahm schließlich sehr bald die Chipführung. In der letzten Hand erhöhte Peters vor dem Flop und Annette erhöhte noch einmal. Peters ging mit und das Board zeigte 10-6-3. Annette setzte 230.000 und Peters reagierte mit einem All In. Annette überlegte mehrere Minuten lang, zählte die Chips und ging schließlich mit 7-7 mit. Peters zeigte sein Blatt: A-10. Turn und River halfen Annette nicht weiter und nachdem die Chips zweimal gezählt wurden, wurde Reuben Peters zum Sieger erklärt.

Für ihren zweiten Platz durfte Annette immerhin $ 429.181 mit nach Hause nehmen. Nicht schlecht für einen Teenager sollte man meinen, doch das Poker-Wunderkind hatte mehr erwartet und war vom Turnierergebnis sichtlich enttäuscht:

„Mein Spiel in der letzten Hand war vielleicht nicht so gut. Für lange Zeit hatte ich viele Chips, aber bekam keine Karten, als wir im Heads-Up waren. Bei ihm war es genau andersherum. Ich bin schon enttäuscht – ich wollte das Turnier gewinnen!“

Annette gab sogar an, nach dieser „Niederlage“ eine kleine Auszeit vom Live-Turnierpoker nehmen zu wollen. Sie sagte, sie möchte wieder einige Zeit in ihrer Heimatstadt verbringen und von ihrem Gewinn mit ihrer Mutter ein Haus kaufen. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nicht pokern wird, im Gegenteil, Annette verbringt 40 bis 50 Stunden pro Woche am virtuellen Pokertisch.

Im Jänner 2008 lockten einige große Turniere wie das „PokerStars Caribbean Adventure“ der EPT und die „Aussie Millions“ Annette wieder hinaus in die weite Welt. Allerdings kehrte sie diesmal ohne große Gewinne nach Hause zurück, ist aber mit ihrem Spiel beim Main Event der Aussie Millions sehr zufrieden und erzählt in ihrem Blog, dass sie „eine Menge Spaß“ hatte.

Intuitiver Spielstil - Annette gewinnt blind

Über ihre Spielstrategie sagt Annette, sie sei weniger der mathematische Typ, sondern verlasse sich hauptsächlich auf ihre Fähigkeit, die Gegner zu „lesen“. Aber sie verstehe selbstverständlich die mathematische Komponente am Pokern. Auf die Frage nach Idolen und Vorbildern aus der Pokerszene nennt sie die berühmten Onlinespieler Mark „P0ker H0“ Kroon, Cliff „Johnnybax“ Josephy und Jeff „ActionJeff“ Garza. In der ewigen Diskussion darüber, wer denn nun besser sei, Onlinespieler oder Live-Spieler, schlägt sich Annette auf die Seite der Onlinespieler. Diese hätten mehr Erfahrung, weil online alles blitzschnell geht und, weil sie oft an mehreren Tischen gleichzeitig spielen. Diese Meinung teilt auch Pokerlegende Doyle Brunson, der einmal sagte, ein Onlinespieler würde in einem Jahr bestimmt mehr Hände spielen als er in seiner bisherigen Karriere gespielt hat.

In der virtuellen Pokerwelt gehört Annette zweifellos zu den Besten der Besten. Sie dominiert die großen Turniere mit den höchsten Buy-Ins und hat eine riesige Fangemeinde. Eine der bemerkenswertesten Vorstellungen, die sie im Netz zum Besten gab, war ein $ 4 Buy-In Sit and Go Turnier mit 180 Teilnehmern. Annette gewann das Turnier – blind! Sie hatte ihren Bildschirm mit Papier überklebt, sodass sie ihre eigenen Hände nicht sehen konnte und verließ sich ausschließlich auf ihre Bluffkunst. Sie führte ihre Gegner geschickt an der Nase herum und erahnte deren Spielzüge auf scheinbar übersinnliche Art und Weise. Annette hatte nur ein einziges Mal einen Blick auf ihre Hand geworfen, nachdem sie All In gesetzt wurde. Den Rest des Turnieres, inklusive Heads Up, meisterte sie ohne zu wissen, welche Karten sie hatte.

In einem Interview erklärte Annette, sie habe schon oft blind gespielt und es sei eine gute Übung. Über ihren legendären blinden Turniersieg sagt sie:

„[…] Ich hab es wirklich nur zum Spaß gemacht, deshalb hab ich auch bei einer Hand ‚geschummelt‘ und nachgesehen, ich habe dieses Turnier nicht ernst genommen. Doch als ich dann immer weiter nach oben kam, wollte ich gewinnen. Ich wollte allen zeigen, dass man gewinnen kann, ohne seine Karten anzuschaun.“

Dieses Experiment zeigt, wie wichtig es ist, sich auf seine Gegner einzustellen, sich anzupassen und auf seinen Instinkt zu vertrauen. Annette ist der Meinung, man solle eher nach seinem Instinkt und seiner Menschenkenntnis gehen, als nach den Karten. Einen weiteren großen Online-Turniersieg errang Annette beim „Full Tilt $ 500.000 Guarantee“.

Annette vertraut auf ihren betont aggressiven, intuitiven Spielstil sowohl online als auch in Live-Turnieren:

„[In Live-Turnieren] muss man einfach aufmerksamer sein, was nicht so schwer ist wenn man nur an einem Tisch spielt, außer man langweilt sich. Dann hör ich einfach Musik und bleibe aufmerksam, das ist alles.“

Negative Schlagzeilen und Kritik

Die Online-Pokerszene ist Annettes Imperium, keine Frage, doch das Pokersternchen hat auch schon negative Schlagzeilen in Zusammenhang mit einem Online-Turnier gemacht. 2006 wurde sie Siebte beim Hauptturnier der „PokerStars World Championship of Online Poker“ (WCOOP) und gab später in einem Blog zu, nicht selbst gespielt zu haben. Auf ihre Beliebtheit hatte dieser Vorfall allerdings keinerlei Auswirkungen, schließlich ist niemand perfekt.

Obwohl Annettes junges Alter einer ihrer größten Trümpfe ist, stößt man in online Foren auch auf kritische Meinungen zu diesem Aspekt. Einige bezeichnen Annettes Erziehung als zweifelhaft, weil ihre Eltern ihr erlaubten Poker zu spielen, obwohl sie noch nicht volljährig war. Annette kümmern diese Aussagen nicht, es ist ihr egal was andere über sie denken. Sie glaubt nicht, dass ihre Eltern einen Fehler gemacht haben, ihre Mutter hat sich schließlich trotz Bitten und Betteln geweigert, Annette Geld zum Pokern zu geben. Sie haben also ihr Hobby weder gefördert noch unterdrückt. Und die Tatsache, dass sie von ihrem Vater die Grundkenntnisse gelernt hat, ist nun wirklich kein Hinweis auf eine schlechte Erziehung. Annette sagt aber, sie würde ihre eigenen Kinder nicht als Minderjährige um echtes Geld spielen lassen:

„…weil man in große Schwierigkeiten geraten kann, wenn man nicht vorsichtig ist, es überrascht mich, dass für mich alles so gut gelaufen ist.“

Alle lieben Annette

Die liebenswerte Norwegerin wird mit Sympathie, ja sogar mit Liebeserklärungen und Heiratsanträgen überhäuft, wo immer sie hingeht. „Annette, will you marry me?“ („Annette, willst du mich heiraten?“) ist bereits eine Art Kultspruch geworden, der in unzähligen Pokerchats und Foren zu lesen ist. In einem Interview stellte Annette allerdings klar, dass sie keinerlei Heiratsabsichten hat; ob die Anträge dadurch weniger werden, ist fraglich...

Annette genießt nicht nur den Respekt ihrer Fans, auch ihre Online Poker -Kollegen und Kontrahenten schätzen sie sehr und freuen sich über jeden ihrer Siege. Niemand scheint neidisch auf sie zu sein, es ist, als wär sie „Teil einer großen Familie“. Ein Online-Spieler über Annette nach ihrem WSOPE Sieg:

„Es ist seltsam, dass ein Mädchen, das wahrscheinlich keiner von uns je treffen wird, solch eine Wirkung auf uns hat… Dieses junge Mädchen ist für jeden wie eine kleine Schwester. Wir sind nicht eifersüchtig, keine Spur von Neid. Wir freuen uns über ihren Erfolg… [Annette], Tausende von Menschen denken an dich heute Morgen. Wir haben alle ein Lächeln auf den Lippen denn wir fühlen uns, als hätten wir mit dir gewonnen.“

In der Pokerszene kann Annette kaum einen Schritt tun, ohne um Interviews gebeten zu werden, jeder scheint mit ihr sprechen zu wollen. Sie genießt diese Aufmerksamkeit, obwohl es manchmal anstrengend sein kann:

„Es ist cool, dass all diese Leute mit mir sprechen wollen, dabei ist an mir doch nichts Besonderes. Ich habe nur ein Turnier (WSOPE) gewonnen.“

Das Geheimnis ihres Erfolges

Auf die Frage nach dem Geheimnis ihres Erfolges antwortet Annette:

„Ich spiele einfach viel. Ich nehme an vielen Turnieren teil und arbeite hart an meinem Spiel. Ich lese ständig Bücher, Foren und Online-Trainingstipps und ich sehe mir Videos an. Ich glaube, man muss irgendwie dafür geschaffen sein. Aber wer hart genug arbeitet, kann auf jeden Fall ein erfolgreicher Spieler werden. Um ehrlich zu sein, so schwer ist es nicht. Es gibt so viele schlechte Spieler, man muss nur die richtige Taktik haben und so wenig Fehler wie möglich machen.“

Annette gibt an, heute vollkommen relaxt zu sein, wenn sie an einem Turnier teilnimmt. Früher sei das anders gewesen, als einziges Mädchen am Tisch. Jetzt sei es genau umgekehrt, sie ist zwar immer noch oft das einzige Mädchen, doch nun sind es die anderen Spieler, die nervös werden wenn sich Annette an ihren Tisch setzt. Vor allem online fürchten viele, von Annette_15 abgezockt zu werden und passen oder steigen aus:

„Ich bekomme viel mehr Respekt als ich verdiene! Das ist toll, sie werfen viel zu oft ihre Karten weg wenn sie gegen mich spielen. Aber wartet nur bis die WSOPE im Fernsehn übertragen wird, dann wird mir niemand mehr einen Bluff abkaufen!“

Der Erfolg habe, so Annette, ihr Privatleben nicht sonderlich beeinflusst. Bei ihr zu Hause sei Poker nicht so populär (Livepoker ist außerdem illegal) und sie wird auch nicht auf der Straße erkannt. Sie führt quasi ein Doppelleben und ist sehr zufrieden damit. Es würde ihr nicht gefallen, ein internationaler Star zu sein, dem die Paparazzi ständig auf den Fersen sind.

Ihre Freizeit verbringt Annette am liebsten mit Familie und Freunden zu Hause. Sie geht immer noch gerne bowlen und verbringt viel Zeit im Internet, um die Fans in ihrem Blog auf dem Laufenden zu halten und natürlich um zu Pokern. Außerdem hat sie an der Entwicklung der Pokersoftware „PokerManager“ mitgewirkt.

Obwohl sie im Grunde eher bescheiden ist, weiß Annette durchaus, was sie kann und es mangelt ihr keineswegs an Selbstvertrauen. Über Frauenturniere sagte sie, sie würde gerne an einem teilnehmen, das Spielerfeld sei bestimmt leicht zu schlagen und es wäre eine gute Gelegenheit, ein Armband zu gewinnen. Es wäre, so Annette, natürlich nicht so toll wie ein Sieg bei einem „normalen“ Turnier aber „Geld ist Geld“.

Ein Name, der oft in einem Atemzug mit Annette Obrestad erwähnt wird, ist Chris Moneymaker. Chris gilt als einer der Pioniere einer neuen Spielergeneration, einer Generation aus „gewöhnlichen“ Leuten, die übers Internet ihren Weg in die Live-Pokerszene gefunden haben. Chris‘ Sieg bei der WSOP 2003 löste einen regelrechten Onlinepoker-Boom aus. Die Botschaft hinter seinem Erfolg lautete: Wenn er das schafft, kann es jeder schaffen.

Der nächste Sieg, der diese Botschaft trug war Greg Raymers WSOP Sieg im Jahr 2004. Wenn man bedenkt, wie viele sich vor ein paar Jahren schon dachten „Was der Buchhalter aus Tennessee und der Anwalt aus North Dakota können, kann ich schon lange“, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass der Erfolg eines weiblichen Teenagers aus der Kleinstadt den Onlinepoker-Boom weiter vorantreibt. Ihre Siege werden wohl noch viele junge Europäer, vorwiegend Frauen, ermutigen online zu spielen und vielleicht ihr Glück bei größeren Turnieren zu versuchen.

Annette gefällt der Vergleich mit Moneymaker allerdings weniger gut:

„[…] Ich will nicht wie Chris Moneymaker sein, ein Turnier gewinnen und dann nichts mehr tun.“

Annette ist außerordentlich ehrgeizig, gewinnen ist alles. Sie will allen zeigen, wie gut sie ist, das Geld ist dabei angesichts ihres bereits gewonnenen Vermögens eher nebensächlich. „Ich möchte die beste Pokerspielerin der Welt sein.“

Dieses Ziel hat sie mit manch anderen Spielern, wie zum Beispiel „Poker Brat“ Phil Hellmuth, gemeinsam, doch bei dem Erfolg, den sie jetzt schon hat, kann sie den anderen Pros durchaus gefährlich werden.

Nimm dich in Acht Phil, wenn man Poker-Wunderkind Annette_15 erst einmal auf die Casinos von Las Vegas loslässt, wirst du wohl den Gürtel enger schnallen müssen!

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