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Hier erfahren Sie alles über Gregory Raymer! STECKBRIEF

Gregory Raymer alias "Fossilman"

Letztes Update: 28. März 2014


Pokerstars
"Viele Pokerspieler sind zu individualistisch, freidenkend und unabhängig, um sich in die Struktur des modernen Amerika einzufügen."
Greg über den Beruf Pokerspieler
25.06.1964
Minot, US
Krebs
Verheiratet
Tochter Sophie
Stonington, US
USA
Studium der Chemie an der Universität von Missouri, MA in Biochemie (Universität von Minnesota), Jurastudium an der Minnesota Law School
Patentanwalt
Sammelt Fossilien, Blackjack, Golf
...während seines Jurastudiums in Minnesota
Hold'em
Alle, die ehrlich sind und sich am Tisch gut benehmen, besonders Chris Ferguson
„Wenn ich nur halb so meisterhaft sein könnte wie Greg Raymer, wäre ich glücklich. Greg ist ein toller Kerl und ein vollendeter Profi. Er ist intelligent, immer ein Kavalier, ist mit beiden Beinen am Boden geblieben, setzt die richtigen Prioritäten und tut der Pokerszene gut.“ (Joe Hachem)
...würde er die Turniere gerne so umstrukturieren, dass der Glücksfaktor keine Rolle mehr spielt, um wirklich beweisen zu können wer der beste Spieler ist.
Verwendet Fossilien als Kartenbeschwerer, trägt eine Reptilienaugen-Hologrammsonnenbrille, kam über ein Satellitenturnier zum WSOP Hauptturnier (2004) und bekam für seinen Sieg 5 Millionen Dollar

Akademische Laufbahn

In der High School entwickelte Greg eine Vorliebe für Naturwissenschaften. Er war ein äußerst begabter Schüler und studierte Chemie an der University of Missouri. Nach seinem Bachelor ging er nach Minnesota, wo er einen Master in Biochemie machte und an der Minnesota Law School Jura studierte.

Während seiner Studienzeit in Minnesota machte Greg seine ersten Erfahrungen mit Poker. Er war Mitglied der bekannten, internationalen Kappa Sigma Bruderschaft und spielte mit seinen Bruderschaftskollegen des Öfteren um ein paar Münzen. Damals hatte Greg noch nicht viel Ahnung von Poker und verspürte auch nicht das Bedürfnis, sich intensiver mit dem Spiel auseinanderzusetzen. Er zeigte aber Talent im „Card Counting“ (Kartenzählen beim Blackjack) und machte nebenbei etwas Geld mit Blackjack in den örtlichen Indianercasinos.

1992 machte Greg seinen Abschluss in Jura und arbeitete als Patentanwalt in Chicago. Nach drei Jahren wurde ihm das Gebiet zu langweilig und er nahm eine Stelle als Patentanwalt in der Biotechnologiebranche in San Diego an.

Vom Pokerspiel fasziniert

In Chicago zog Greg oft durch die Casinos auf der Suche nach einem guten Blackjack-Spiel. Fand er keines, setzte er sich an den Pokertisch. Nach und nach gefiel ihm das Spiel immer besser und er war bald Stammgast in sämtlichen $ 3/$ 6 Texas Hold’em Spielen. Greg blieb zunächst bei den niedrigen Einsätzen, bis er nach Kalifornien zog und allmählich mutiger wurde. Er las Poker-Ratgeber, verbesserte sein Spiel und fühlte sich bald selbstsicher genug, um seine Einsätze zu erhöhen. Der enorme Stress den sein Beruf mit sich brachte, machte Greg sehr zu schaffen und er entschied sich 1998 für einen weiteren Job- und Wohnortswechsel. Er nahm eine Stelle bei der Pharmafirma Pfizer in Connecticut an.

Der neue Job erlaubte es Greg, mehr Zeit dem Pokerspiel zu widmen. Er machte große Fortschritte und war bald Stammgast im Foxwoods Resort Casino, wo er an $150/$300 Spielen teilnahm. Im Jahr 2000 kam Greg zum ersten Mal in einem namhaften Turnier, den World Poker Finals, in die Cash-Ränge, wurde sogar Dritter (No Limit Hold’em) und kassierte dafür rund $ 50.000. Im selben Jahr nahm er an der „US Poker Championship“ teil und wurde 13ter.

2001 gelang ihm schließlich sein erster Turniersieg beim „New England Poker Classic 2001“ Limit Seven Card Stud Turnier, der ihm $ 25.560 einbrachte. Im selben Jahr schaffte er es zum ersten Mal in die Cash-Ränge der prestigeträchtigen World Series of Poker (WSOP) und wurde 12ter im Limit Omaha Hi-Lo. 2002 ergatterte Greg einen dritten und einen neunten Platz bei den „World Poker Finals“ der WPT Season 1 (No Limit Hold’em) und versuchte zum erstem Mal sein Glück beim Hauptturnier der WSOP, allerdings ohne in die Cash-Ränge zu kommen.

Über Nacht zum Star

2003 gewann er das FARGO No Limit Hold’em Turnier im Foxwoods Casino und 2004 ging für Greg der Traum eines jeden professionellen Pokerspielers in Erfüllung: Er gewann ein Satellitenturnier auf PokerStars und somit das Buy-In für die WSOP 2004, wo er sich sein erstes Goldenes WSOP Armband holte, noch dazu beim No Limit Hold’em Hauptturnier. Er setzte sich gegen Stars wie Chris „Jesus“ Ferguson und Doyle Brunson durch und saß schließlich, mit einem erheblichen Chipvorteil, David Williams im Heads Up gegenüber. Greg hatte zwei Achter auf der Hand bei einem Board von 5-4-2-2-2 und ging All In. Williams ging mit und Greg war der Champion.

Das Preisgeld für diesen Weltmeistertitel betrug sagenhafte 5 Millionen Dollar! Von dieser schwindelerregend hohen Rekordsumme blieb Greg aber letztendlich weniger als die Hälfte. Abzüglich der Schulden bei seinen Unterstützern sowie sämtlicher Steuern hatte Greg schließlich $ 1,7 Millionen in der Tasche. Greg ist ein gutes Beispiel dafür, dass mit Onlinepoker jeder Spieler die Chance hat, ganz nach oben zu kommen. 

Dieser spektakuläre Sieg machte Greg praktisch über Nacht zum Star. Sein ausgefallenes, ulkiges Auftreten am Tisch trug noch erheblich zu seiner Berühmtheit bei: Während des Spiels zückte er plötzlich seine mittlerweile legendäre Reptilaugen-Hologrammsonnenbrille und platzierte Fossilien auf seinen Karten. Diese Eigenart hat ihm auch den Spitznamen Fossilman (dt.: Fossilienmann) eingebracht und ist inzwischen, neben der Brille, zu seinem Markenzeichen geworden. Da Greg in der Pokerszene ein unbekannter Amateur war, hielten viele seinen Erfolg bei der WSOP 2004 für einen „einmaligen Ausrutscher“, doch er bewies das Gegenteil.

Kurz nach seinem Sieg bei der WSOP kündigte Greg seinen Job bei der Pharmafirma Pfizer und verdiente sein Geld mit Turnier- und Onlinepoker. 2005 schaffte er es bei der WSOP und beim EPT/Pokerstars Season 2 „The World Masters“ jeweils unter die ersten Zehn und kassierte auch bei anderen Turnieren beachtliche Beträge ab.

2006 wurde Greg Fünfter bei der WSOP (Deuce to Seven Lowball) und gewann $ 93.124. 2007 ergatterte er einen sechsten, einen vierten und einen 14ten Platz (Seven Card Stud beziehungsweise Seven Card Stud Hi-Lo und H.O.R.S.E) , wobei er für den 14ten Rang deutlich mehr Preisgeld (rund $ 100.000) kassierte als für die höheren Ränge.

Im Vergleich zu vielen anderen Pokerstars, nimmt Greg an relativ wenigen Turnieren teil. Er hält nicht viel davon, an jedem einzelnen Turnier einer Veranstaltung teilzunehmen, sondern konzentriert sich auf die Hauptturniere und sieht sich inzwischen die Stadt an, in der das jeweilige Turnier stattfindet:

„[…] Ich reise 2/3 des Jahres und das ist sehr ermüdend. Ich bin aber nicht wie die anderen Pros. Die fahren zu einem Event, spielen alle Vorab-Turniere und anschließend noch das Main Event. Und dann machen Sie sich schon auf den Weg zum nächsten Event. Die spielen fast jeden Tag Karten und machen nur zu an Weihnachten und Neujahr eine kleine Pause. Ich bin anders. Ich fahre zu einem Event, nutze meine Zeit und schaue mir die Stadt an. Ich konzentriere mich normalerweise darauf das Main-Event zu spielen und mache während den vorher stattfindenden Turnieren eine Pause. […]“

Trotzdem kommt Greg auf ungefähr 40 Turniere pro Jahr und spielt ca. 15 Stunden pro Woche online Cash Games bei PokerStars.

Der Beruf als Profipokerspieler nimmt aber, so Greg, weniger Zeit in Anspruch als seine frühere Arbeit als Rechtsanwalt:

„Lustigerweise habe ich früher als Rechtsanwalt mehr Poker gespielt. Ich habe jeden Dienstag im Foxwoods gespielt. Ich denke nicht, dass ich Probleme durch einen „Burnout“ bekommen könnte. Vielleicht sollte ich mehr spielen, um etwas weiter nach vorne zu kommen.“

Berühmt für sein exzentrisches Auftreten

Doch Greg ist nicht nur was seine Turnierfrequenz betrifft „anders als die anderen“; sein auffälliges Äußeres und sein Fossilien-Tick machen ihn zu einem interessanten Unikat. Eine Frage, die jedem Interviewer auf der Zunge brennt, wenn er „Fossilman“ gegenübersitzt, ist natürlich die Frage, wie es zu diesen Eigenheiten kam. Antworten findet man auf Gregs Homepage unter „FAQ“:

Die Brille

Die 3-D Hologrammsonnenbrille mit den Eidechsenaugen kaufte Greg in Disneyworld, Orlando, Florida, als er dort mit seiner Familie Urlaub machte. Dies war kurz vor seinem ersten WSOP Hauptturnier im Jahr 2002 und er dachte, es wäre eine lustige Idee, die Brille während einer wichtigen Hand aufzusetzen. Er probierte dies dann auch aus, doch sein Gegner reagierte anders als erwartet. Anstatt alle zum Lachen zu bringen, brachte die Brille seinen Kontrahenten so aus der Fassung, dass dieser schließlich passte. Es scheint fast, als verursache die Brille bei manchen Spielern Unbehagen, was einer der Gründe ist, warum Greg sie weiterhin in wichtigen Turnieren trägt.

Als echter Fan kann man ein Exemplar der originalen Fossilman-Sonnenbrillen über Gregs Homepage bestellen.

Die Fossilien

Hinter Gregs Fossiliensammlung steckt eine interessante Geschichte. 1995 machte er folgenden Deal mit seiner Frau: Er erklärte sich bereit, sich fürs Pokern ein separates Konto zuzulegen, unabhängig von seinem regulären Einkommen. Die Bankroll (= das Geld, das man zum Pokern zur Verfügung hat) sollte $ 1000 betragen. Gelang es Greg, das Geld durch Pokern zu vermehren, konnte er damit tun was er wollte, sollte er jedoch die gesamten $ 1000 verlieren, dürfe er nie wieder Poker spielen. Ein Jahr nach diesem Abkommen besuchte er mit seiner Frau eine Stein- und Mineralienschau in San Diego, wo er ein Orthoceras (Kopffüßer) Fossil kaufte, um damit seine Karten zu beschweren. Seine Pokerkollegen im Oceanside Card Club waren von der Idee begeistert und so begann Greg, bei jedem Spiel Fossilien zu verkaufen, was ihm dabei half, seine Bankroll zu behalten und an Spielen mit höheren Einsätzen teilzunehmen.

Auch die Fossilien gibt es, vom Meister signiert, auf Gregs Homepage zu kaufen.

Durch (fast) nichts aus der Ruhe zu bringen

Greg ist bekannt für seine gutmütige, gelassene Art und gibt an, dass ihn kaum etwas aus der Ruhe bringen kann. Er hat einen ausgeprägten Sinn für Humor, weshalb es schwer ist, ihn wütend zu machen. Um dies zu erreichen, so Greg, müsse man schon ausgesprochen gemein zu ihm sein, ihn herausfordern und verletzen.

Trotzdem gibt es einige Pokerkollegen, die Greg nicht gerade als besten Kumpel bezeichnen würden. Einer davon ist Daniel Negreanu. Das Bluff Magazine hat Daniel und Greg sogar in die „Liste der Top-Ten Poker-Streithähne“ aufgenommen. Grund dafür war ein Streitgespräch, das die beiden in einem Chat auf Pokerstars über das Verfahren gegen die World Poker Tour geführt haben. Greg Raymer und andere Pokerstars, darunter Howard Lederer, Phil Gordon und Chris Ferguson, verklagten nämlich 2006 die WPT weil diese die Spieler zwang, einen Vertrag zu unterzeichnen, der es dem Unternehmen erlaubt, sämtliche Bilder und Videoaufnahmen für alle möglichen Zwecke zu verwenden. Dies zwang die Spieler, alle Rechte des geistigen Eigentums aufzugeben, ohne Entschädigung. Die klagenden Pokerstars weigerten sich, an WPT Veranstaltungen teilzunehmen, bis die Sache geregelt war.

Daniel Negreanu hielt die Anklage für lächerlich. Seiner Meinung nach sollten alle, denen die Regeln nicht passen, einfach aufhören in WPT Events zu spielen. Schließlich gebe es noch genügend andere Turniere und niemand sei gezwungen, an der WPT teilzunehmen. Greg und Daniel diskutierten in besagtem Chat und sind dabei angeblich teilweise ausfällig geworden. Greg soll Daniel als „Marionette der WPT“ bezeichnet haben und auch Daniel hat angeblich seinen Kollegen persönlich beleidigt.

Greg war sehr überrascht über die Reaktion der Medien auf diese Meinungsverschiedenheit mit Daniel und dementiert die Behauptung, er sei mit Daniel zerstritten:

„[…] Wir tauschen Blicke aus, aber die Aussage, wir hätten eine Fehde, ist inkorrekt. Er und ich sind einfach nur zwei Leute, welche ihre Gedanken öffentlich aussprechen und unsere Meinungen stimmen halt in einigen Punkten nicht überein.“

Um die Sache endgültig aus der Welt zu schaffen, entschuldigten sich die beiden öffentlich für die beleidigenden Kommentare, die sie über den anderen gemacht haben.

Ein weiterer Kollege, mit dem es zu Unstimmigkeiten kam, ist Großmaul Mike „The Mouth“ Matusow. Mike hat Greg an einem Tisch der WSOP 2004 beschimpft und seither ist das Verhältnis der beiden eher eisig. Greg über Mike:

„Ich mag Mike einfach nicht und die Chancen, dass sich daran in Zukunft etwas ändert, stehen schlecht.“

Von diesen Vorfällen abgesehen, hält sich Greg eher im Hintergrund und erregt wenig Aufmerksamkeit.

Abseits der Pokertische

Abseits der Pokertische verbringt Greg gerne Zeit mit seiner Frau Cheryl, seiner Tochter Sophie und seinen Freunden zuhause in Raleigh, North Carolina. Außerdem spielt er gerne Golf. Auf die Frage, ob der Erfolg bei der WSOP 2004 seine Persönlichkeit verändert hat, antwortet Greg:

„Ich denke der Einfluss des Erfolges auf meine Persönlichkeit und mein Verhalten ist eher gering. Die Umstellung war nicht besonders schwer für mich, vielleicht, weil ich Veränderungen gewohnt bin. Ich bin in meinem Leben oft umgezogen, habe oft meine Karrierepläne geändert. Veränderung ist also etwas, womit ich sehr gut umgehen kann.“

Greg Raymer, der eine ähnliche Geschichte wie sein Pokerkollege Chris Moneymaker zu erzählen hat, hat erheblich zum weltweiten Poker-Boom beigetragen. Der Erfolg der beiden zeigt, dass praktisch jeder eine reelle Chance hat, das WSOP Hauptturnier zu gewinnen. Beide waren vor ihrem großen Sieg völlig unbekannt, haben viel online gespielt und sind über ein Satellitenturnier zur WSOP gekommen. Wenn Sie jetzt sofort gegen Greg Raymer spielen wollen, können Sie sich hier über einen unserer Links bei PokerStars anmelden und sich somit ebenfalls Ihren exklusiven Bonus sichern. Suchen Sie Greg auf einem der zahlreichen Tische und treten Sie gegen ihn an!

Tatsächlich nahmen am WSOP Hauptturnier im Sommer 2006 über 8.000 Spieler teil. Manche sind der Meinung, das Buy-In ($ 10.000) sollte erhöht werden, um die Teilnehmerzahl zu senken. Greg Raymer ist diesbezüglich anderer Meinung und findet, man sollte niemanden davon abhalten, sein Können bei der WSOP unter Beweis zu stellen.

Gregs Tipp an alle, die erfolgreich Poker spielen wollen:

„Das Wichtigste ist, beim Spielen immer auf die „Bankroll“ zu achten. Poker ist ein wundervolles Spiel, aber manche Spieler verlieren mehr, als sie es sich eigentlich leisten könnten und das ist das einzig Negative bei diesem Spiel. Nur wenn Sie ihre „Bankroll“ gut managen und solides Poker spielen, werden Sie langfristig erfolgreich sein.“

Greg Raymer for President!

Greg Raymer ist nicht nur ein exzellenter Pokerspieler mit akademischen Titeln in Chemie und Rechtswissenschaften, er beschäftigt sich auch mit Politik. Greg ist überzeugter Anhänger des Libertarianismus, eine politische Philosophie, welche die Freiheit eines jeden Individuums in den Mittelpunkt stellt. Jeder soll tun und lassen können, was immer er will, solange er damit niemandem schadet. Greg ist der Meinung, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und, dass die Regierung nicht verpflichtet sein sollte, jemandem zu helfen, außer wenn es um den Schutz vor anderen geht:

„[…] Das bedeutet nicht, dass ich gegen alle Regierungsprogramme bin, die Menschen helfen, aber solche Programme sollten nicht ausschließlich der Wohltätigkeit halber durchgeführt werden, sondern nur, wenn sie sich wirtschaftlich auch für die Mehrheit der Bevölkerung lohnen.“

Gregs politisches Interesse ist so groß, dass er sogar mit dem Gedanken spielt, sich eines Tages für die „Libertarian Party“ als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten aufstellen zu lasen! Über die Vorstellung, in die Politik zu gehen sagte Greg in einem Interview:

„Ich würde in vielerlei Hinsicht keinen guten Politiker abgeben, zumindest nicht in dem System, das heutzutage in diesem Lande herrscht. Ich gehe nicht gerne Kompromisse ein. Wenn es jemand schafft, mich zu überzeugen, gebe ich ihm/ihr gerne Recht, aber bevor ich nicht absolut überzeugt bin, tue ich, was ich für das Beste halte.“

In besagtem Interview wunderte sich der Reporter, wieso nicht viel mehr Profipokerspieler Anhänger des Libertarianismus sind, schließlich sei doch die persönliche Freiheit einer der größten Vorteile dieses Berufs. Greg ist in seiner Antwort nicht näher auf die politischen Präferenzen seiner Pokerkollegen eingegangen, betonte aber, dass sich fast alle durch ausgeprägten Individualismus und Freiheitsdrang vom Rest der Gesellschaft abheben:

„Jeder erfolgreiche Pokerspieler ist intelligent genug, um in fast jedem anderen Job Karriere machen zu können, aber viele sind zu individualistisch, freidenkend und unabhängig, um sich in die Struktur des modernen Amerika, in der das Kollektiv im Mittelpunkt steht, einzufügen. In einem Team ist es manchmal wichtiger, gut miteinander auszukommen, als korrekt zu sein und viele von uns sind einfach lieber korrekt. Aus meiner Erfahrung mit großen Firmen schließe ich, dass es immer wichtiger wird, sich gut einzufügen. Dies geht oft sogar so weit, dass die Tatsache, den Job gut zu machen von sekundärer Bedeutung ist. Um in einem Team zu arbeiten, darf man nicht egoistisch sein, aber man sollte sich dennoch darauf konzentrieren, die Arbeit so perfekt wie möglich zu erledigen, anstatt sich mit einer mittelmäßigen Gruppenleisung zufrieden zu geben. Im modernen Amerika […] fokussiert man sich zu sehr auf das Team, anstatt auf die Ergebnisse.“

Analytischer Spielstil und Menschenkenntnis

Auf die Frage, wer oder was sein Pokerspiel am meisten beeinflusst hat, nennt Greg das Buch „The Theory of Poker“ (dt.: „Die Theorie des Pokerspiels“) von David Sklansky. Mithilfe dieses Buches habe er sich die wichtigsten Grundkenntnisse angeeignet und er bezeichnet es sogar als „das wichtigste Pokerbuch für alle, die ihr Spiel verbessern wollen“.

Was seine Pokerkollegen betrifft, so respektiere er alle, die ehrlich sind und sich am Tisch gut benehmen. Es gebe sehr viele, die er für ihr Talent bewundert, zu viele um sie alle aufzuzählen. Greg selbst arbeitet schon seit einigen Jahren an seinem eigenen Pokerbuch. In dem Buch wird es ausschließlich um Turnierpoker gehen und es wird auch nützliche Informationen für Online-Spieler enthalten.

Greg „Fossilman“ Raymer gehört ohne Zweifel zu den vielseitigsten und bemerkenswertesten Persönlichkeiten der Pokerszene. Seine Erfahrung als Anwalt und Wissenschaftler wirkt sich positiv auf sein Spiel aus. Ein guter Anwalt muss in der Lage sein, Menschen innerhalb kürzester Zeit einzuschätzen und zu „lesen“, was natürlich auch im Poker von Vorteil ist. Auch analytisches, logisches Denken gehört, durch seine Arbeit in der Wissenschaft, schon lange zu Gregs Alltag. Das Leben hat ihn gelehrt, flexibel zu sein, Entscheidungen zu treffen und sich schnell an Veränderungen anzupassen.

All das zusammen mit seinem mathematischen Gedächtnis, seinem Sportsgeist und seinem exzentrischen Auftreten ergibt die perfekte Kombination, die einen echten Pokerstar ausmacht!

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