5 Card Draw
Übersicht:
- Five card draw
- Spielablauf
- All-In
- Die Standartaktionen beim Poker
- Learning by doing
- Kurze Geschichte von Five Card Draw Poker
- Wer spielt Five Card Draw?
Five Card Draw (alternative Schreibweise: 5 Card Draw)
Five Card Draw bzw. 5 Card Draw ist eine Pokervariante, bei der es darum geht, sich aus fünf Karten, mit einem möglichen Kartentausch, die beste Hand zusammenzustellen.
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Spielablauf:
Blinds
Zuallererst müssen die beiden ersten Spieler, die direkt links neben dem Spieler mit dem „Dealer Button“ (nicht der virtuelle Dealer) sitzen, einen Pflichteinsatz platzieren (= „Blind“). Diese „Blinds“ werden gesetzt, noch bevor die ersten Karten verteilt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Geld im Pot ist und, dass jede gewinnende Hand Geld verdient. Jeder Spieler muss während eines Spieles zu einer gewissen Zeit „Blinds“ setzen, da sich der „Dealer Button“ mit jeder Spielrunde im Uhrzeigersinn verschiebt. Der Spieler direkt links neben dem „Dealer Button“ setzt das „Kleine Blind“ (oder „Small Blind“), der Spieler links neben dem „Kleinen Blind“ setzt das „Große Blind“ (oder „Big Blind“).
Karten und Wettrunde 1
Nachdem die Blinds bezahlt wurden, erhält jeder Spieler vom Dealer 5 Karten, im Anschluss an das Aufteilen der Karten erfolgt die erste Bietrunde im Rahmen derer die Spieler – angefangen mit dem Ersten nach dem Big Blind – entweder passen, mitgehen oder erhöhen können.
Kartentausch
Nach der ersten Setzrunde können die Spieler nun entscheiden, ob sie alle ihre Karten behalten wollen, oder ob sie versuchen ihre Hand durch Austauschen von bis zu fünf Karten zu verbessern.
Wettrunde 2
Diese Bietrunde beginnt mit dem Spieler links neben dem Dealer Button, jeder Spieler kann wieder entscheiden, ob er aussteigt oder im Spiel bleibt und mitgeht oder erhöht.
Showdown
Bei Five Card Draw gewinnt der Spieler mit den fünf besten Karten den Pot, sollten zwei oder mehr Spieler eine gleichwertige Hand haben, wird der Pot zwischen den Spielern aufgeteilt, es gibt hierbei keine Rangfolge der Farben.
Die Standardaktionen beim Poker
Passen (fold)
Wenn Sie mit Ihren Karten nicht zufrieden sind, haben Sie die Möglichkeit auszusteigen. Falls Sie das „Kleine“ oder „Große Blind“ gesetzt haben oder bereits mitgegangen sind, verlieren Sie den bereits gesetzten Betrag. Darüber hinaus können Sie aber nichts mehr verlieren, denn bis zum Beginn der nächsten Hand sind Sie aus dem Spiel.
Check (schieben)
Wenn Sie Ihre Karten behalten und im Spiel bleiben möchten, können Sie nun zum Beispiel checken (schieben). Das bedeutet, dass vor Ihnen noch niemand gesetzt hat und, dass auch Sie nicht setzen. Jetzt hat der Spieler nach Ihnen die Möglichkeit ebenfalls zu checken oder zu bieten. Setzt ein Spieler in der Runde, müssen Sie, wenn Sie wieder an der Reihe sind, entscheiden ob Sie nun passen, mitgehen oder den Einsatz erhöhen.
Mitgehen (call)
Mitgehen (call) bedeutet nun, dass Sie, falls vor Ihnen schon jemand gesetzt hat, den gleichen Betrag setzen, wie der Spieler vor Ihnen.
Setzen und erhöhen – je nach Limit (Bet/Raise/Re-raise)
Wenn Sie denken, dass Sie gute Karten in der Hand halten, dann können Sie einen gewissen Geldbetrag setzen. Falls ein Mitspieler vor Ihnen bereits gesetzt hat, können Sie auch den Einsatz erhöhen. Je nach Setzstruktur sind die Beträge, die Sie setzen beziehungsweise um die Sie erhöhen können, festgelegt.
- Fixed Limit: Bei einem $ 5/$ 10 Tisch zum Beispiel können Sie $ 5 in den ersten beiden Runden und $ 10 in den letzten beiden setzen. In jeder Runde kann einmal gesetzt und dreimal erhöht werden („Bet“, „Raise“, „Re-Raise“, „Re-Raise“ oder „Cap“). Nachdem dreimal erhöht wurde, liegt ein sogenannter „Cap“ (Obergrenze) vor, was bedeutet, dass nichtmehr weiter erhöht werden kann. In diesem Fall wird die nächste Karte ausgeteilt oder, wenn es sich um die letzte Runde handelt, kommt es zum „Showdown“.
- No Limit: Bei dieser Variante funktioniert die Setzstruktur nach folgenden Regeln: Jeder Spieler darf so viel setzen wie er am Tisch hat, unabhängig von der Größe des Pots. Grundsätzlich gilt aber, dass der Minimaleinsatz in der Höhe des „Großen Blind“ sein muss. Außerdem müssen Sie, wenn Sie erhöhen, mindestens um denselben Betrag erhöhen, den der Spieler vor Ihnen soeben gesetzt hat.
- Pot Limit: Beim Pot-Limit-Spiel kann ein Spieler jede Summe vom Mindesteinsatz bis zur Gesamtgröße des Pots setzen. In einem $5/$10-Pot-Limit-Spiel beträgt das „Kleine Blind“ $ 5 und das „Große Blind“ $ 10. Der erste Spieler kann mit dem „Großen Blind“ mitgehen (in diesem Fall $ 10) oder auf jede beliebige Summe bis zur gesamten Pothöhe erhöhen. Die Erhöhung muss entweder dem vorangegangenen Einsatz oder der vorangegangenen Erhöhung entsprechen oder ihn/sie übersteigen. In diesem Fall würde eine maximale Erhöhung bis zum Pot Limit $ 25 betragen ($ 5 „Kleines Blind“ + $ 10 „Großes Blind“ + $ 10 Mitgehen), das bedeutet, dass Spieler #3 gesamt $ 35 einsetzen kann. Angenommen Spieler #3 erhöht um das Pot Limit, dann beträgt der Gesamtpot nun $ 50.
Wenn der nächste Spieler weiterspielen möchte, muss er mit $ 35 mitgehen, also der Höhe des Wetteinsatzes von Spieler 3. Wenn der Spieler um das Maximum erhöhen möchte, würde er $ 120 einsetzen, was dem gesamten Pot ($ 50) plus einer Erhöhung von $ 70 ($ 35 Mitgehen + $ 35 Erhöhung) entspricht. Die Anzahl der Setzrunden pro Hand ist beim Pot Limit nicht begrenzt, es wird in jeder Runde so lange mitgegangen oder erhöht, bis jeder Spieler entweder ausgestiegen oder mitgegangen ist.
All-In
In erster Linie geht ein Spieler dann „All-In“, wenn er ein besonders gutes Blatt hat, da er, wenn ein oder mehrere andere Spieler mitgehen und er gewinnt, seinen Gewinn in der jeweiligen Runde deutlich vergrößern kann. Außerdem könnte der Spieler, wenn er „All-In“ geht, auch bluffen und nur signalisieren, dass er eine tolle Hand hat, um die anderen Spieler zum Aussteigen zu drängen, und sich den Pot zu sichern. (Wie die Regelung einer „All-In“ Situation genau funktioniert, ist unten beschrieben.)
Unter „All-In“ gehen versteht man aber auch Folgendes:
Wenn ein Spieler nicht mehr genügend Chips hat um mitzugehen beziehungsweise die Hand zu Ende zu spielen, aber trotzdem aufgrund seines guten Blattes im Spiel bleiben möchte, dann muss er nicht passen. Es gibt die Möglichkeit „All-In“ zu gehen, was bedeutet, dass der Spieler zwar im Spiel bleibt, aber da er bereits mit seinem gesamten Chipstapel („Stack“) im Spiel ist, keine weiteren Aktionen mehr tätigen kann.
Alles Geld, das bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Spieler „All-In“ geht, im Pot liegt, ist das, was er gewinnen kann. Geld das in den Pot eingezahlt wird, nachdem der Spieler „All-In“ gegangen ist (und das über seine „All-In Summe“ hinausgeht), wird in einen gesonderten Pot („Side-Pot“) gelegt. Sollte nun der Spieler, der „All-In“ ist, den „Showdown“ für sich entscheiden, gewinnt er den Hauptpot, der „Side-Pot“ geht an den Spieler mit der zweitbesten Hand. Gehen mehrere Spieler „All-In“, werden mehrere „Side-Pots“ erstellt. Geht ein Spieler „All-In“ und seine Mitspieler entscheiden, mitzugehen, müssen sie natürlich einen Einsatz in der Höhe seiner gesamten Chips leisten.
Learning by doing
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Kurze Geschichte von Five Card Draw Poker
Five Card Draw Poker ist zweifellos eine der ältesten Pokervarianten, die Geschichte dieses Spiels reicht zurück bis ins Mittelalter und geht dann im Wilden Westen weiter - einer Ära die ohne Five Card Draw Poker nur halb so legendär wäre. Über lange Zeit war diese Pokervariante die zweifellos beliebteste von Allen, bis sie Anfang des 20. Jahrhunderts von Seven Card Stud und später Texas Hold’em verdrängt wurde.
Die Wurzeln des Pokerspiels allgemein liegen in Asien und Europa, aber erst in den USA des frühen 19. Jahrhunderts wurde das Spiel richtig berühmt. Besonders unter Goldsuchern war die Variante Five Card Draw Poker sehr beliebt. Zu dieser Zeit gab es bei dem Spiel nur eine Wettrunde und man konnte keine Karten austauschen, das lag vor allem daran, dass damals nur mit Kartendecks zu 20 Karten gespielt wurde.
Mit der Einführung des 52-Karten Decks 1820 und der Möglichkeit Karten zu ziehen, stieg die Popularität des Spiels Anfang des 19. Jahrhunderts schlagartig an. Zuvor war Five Card Draw Poker ein Spiel, mit dessen Beherrschung sich hauptsächlich die „Outlaws“ (Gesetzlose) des Wilden Westen brüsteten. Nun begann Five Card Draw Poker auch auf den Schiffen am Mississippi populär zu werden, die Schiffe wurden zu riesigen, schwimmenden Pokerräumen und Vergnügungsstätten; auch die Erfindung des Strip-Poker stammt aus dieser schillernden Zeit. Am Festland war New Orleans das Zentrum des Glücksspiels, die Stadt – genannt „the Big Easy“ – erblühte durch den enormen Zustrom an Spielwütigen.
Noch während der amerikanischen Bürgerkriege war Five Card Draw Poker unter Soldaten sehr beliebt; Danach wurde mit der Erfindung von Seven Card Stud, das eine absolute Neuheit darstellte, Five Card Draw Poker vorübergehend aus dem Rampenlicht verdrängt.
In letzter Zeit nehmen viele Online Pokerräume Five Card Draw Poker wieder in ihr Sortiment auf, da das Spiel sich wieder wachsender Beliebtheit erfreut. Besonders die Tatsache, dass Five Card Draw sich so stark von den Klassikern Texas Hold’em und Omaha unterscheidet, lässt diese Pokervariante immer populärer werden.
Wer spielt Five Card Draw?
Five Card Draw Poker ist eine durchaus beliebte Pokervariante, sie wird allerdings bei großen Pokerveranstaltungen wie den WSOP nicht angeboten. Nichts desto trotz gibt es auch viele berühmte Spieler, die diese Variante zu ihre Lieblingen zählen, so zum Beispiel Pokerprofi Annie Duke oder auch “The Duchess of Poker“ genannt. Sie kennt diese Variante bereits seit ihren Kindheitstagen und spielt sie auch heute immer noch sehr gerne.



























