Donnerstag,  30. März 2017  -  02:44:13
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Omaha Hi/Lo


Partypoker

 

Übersicht:

 

Einführung

Omaha Hi/Lo folgt grundsätzlich den gleichen Regeln wie Omaha, aber hier gibt es eine weitere Möglichkeit, einen Teil des Pots zu gewinnen. Der sogenannte Hi-Gewinner ist der Spieler mit der besten Poker Hand, genau wie bei Omaha High Only. Zusätzlich zum Hi-Gewinner kann es aber auch einen Lo-Gewinner geben. Die „Lo-Hand“ muss ein Blatt mit fünf verschiedenen Karten niedriger als die 9 sein.

Sie müssen wie immer die zwei „Pocket Cards“ und drei „Community Cards“ benutzen, um eine „Low Hand“ zu formen. Zum Beispiel wären 3, 4, 5, 6 und 8 eine „Lo-Hand“. Die niedrigste „Lo-Hand“ gewinnt. In dem Falle, dass es einen Lo-Gewinner gibt, wird der Pot zu 50 Prozent zwischen dem Hi- und dem Lo-Gewinner geteilt. Sollte es mehrere „Lo-Hands“ geben, wird der Lo-Gewinner ermittelt, indem die höchsten Karten der Lo-Hands verglichen werden. Sind die Lo-Hands dennoch gleichwertig, dann wird der „Lo-Pot“ zwischen ihnen geteilt. Es gibt nicht bei jedem Spiel einen Lo-Gewinner, da auf dem „Board“ mindestens 3 verschiedene „Lo-Cards“ unter der 9 liegen müssen. Ein As zählt sowohl als High als auch als Low und Straights und Flushes können ebenfalls als beides zählen. Die Bestmögliche Low Hand ist deshalb eine Straße bis fünf (A-2-3-4-5), ein sogenanntes „Wheel“.

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Regeln und Spielablauf

Omaha Hi/Lo (Omaha 8/b)

Bei Omaha Hi/Lo sitzen bis zu 10 Spieler an einem Tisch. Vor einem der Spieler befindet sich ein kleiner runder Knopf, der mit einem "D" gekennzeichnet ist. Diesen Knopf nennt man den „Dealer Button“. „Der Dealer Button“ verschiebt sich vor jeder neuen Spielrunde um eine Position im Uhrzeigersinn.

Der „Dealer Button“ markiert die Position des Spielers, der an der Reihe ist die Karten zu geben. In vielen Pokerräumen gibt es allerdings einen virtuellen Dealer, dessen alleinige Aufgabe es ist, die Karten zu verteilen. Er sitzt meist in der Mitte einer Seite des Tisches hinter einer Kiste mit Spielchips und er nimmt nicht aktiv am Spielgeschehen teil.

Blinds

Zuallererst müssen die beiden ersten Spieler, die direkt links neben dem Spieler mit dem „Dealer Button“ (nicht der virtuelle Dealer) sitzen, einen „Blind“ (Pflichteinsatz) platzieren. Diese „Blinds“ werden gesetzt, noch bevor die ersten Karten verteilt werden. Diese Prozedur stellt sicher, dass Geld im Pot ist und somit, dass jede gewinnende Hand Geld verdient. Jeder Spieler muss während eines Spieles zu einer gewissen Zeit „Blinds“ setzen, da sich der „Dealer Button“ mit jeder Spielrunde im Uhrzeigersinn verschiebt. Der Spieler direkt links neben dem „Dealer Button“ setzt das „Kleine Blind“, der Spieler links neben dem „Kleinen Blind“ setzt das „Große Blind“.

Pocket Cards

Nach den „Blinds“ werden die ersten Karten verteilt. Jeder Spieler, beginnend mit dem Spieler links vom Dealerbutton (Small Blind), bekommt vier verdeckte Karten. Diese Karten nennt man „Pocket Cards“ oder „Hole Cards“.

Erste Setzrunde

Die erste Setzrunde startet der links vom „Großen Blind“ sitzende Spieler, da er als Erster an der Reihe ist, heißt es der Spieler ist „under the gun“.
Jeder Spieler kann nun entscheiden, ob er aussteigt (fold), checkt/mitgeht (check/call) oder sogar erhöht (raise).

  • Aussteigen (fold): Karten weglegen und eventuell bereits gemachten Einsatz verlieren.
  • Check (schieben): Weder setzen noch aussteigen, sondern dem nächsten Spieler die Möglichkeit überlassen, zu setzen. (Geht nur, wenn noch kein Spieler gesetzt hat.)
  • Mitgehen (call): Wenn ein anderer Spieler bereits gesetzt hat, denselben Einsatz setzen.
  • Erhöhen (raise): Den Einsatz des vorigen Spielers erhöhen.

Der Flop

William Hill Poker Nach Ende der ersten Setzrunde, wird in der Mitte des Tisches der Flop (die ersten drei Karten, die alle Spieler gemeinsam verwenden können) aufgedeckt. Die Gemeinschaftskarten sind für jeden Spieler gleich und die Spieler können sie benutzen um ihre Hand zu bilden.

Zweite Setzrunde

Der erste verbleibende Spieler links vom „Dealer Button“ (also ein Spieler, der nicht bereits vor dem Flop ausgestiegen ist) startet die zweite Runde. Die zweite Setzrunde funktioniert vom Prinzip her wie die erste Setzrunde.

Der Turn

Eine weitere Karte wird neben dem Flop aufgedeckt, diese nennt sich Turn. Damit befinden sich insgesamt vier Gemeinschaftskarten aufgedeckt auf dem Tisch. Eine dritte Setzrunde findet statt, beginnend mit dem ersten verbleibenden Spieler links vom „Dealer Button“.

Dritte Setzrunde

Je nachdem, ob Omaha Hi/Lo Limit, Pot Limit oder No Limit gespielt wird, ändern sich bei der dritten Setzrunde die Regeln. Genauere Erklärungen hierzu finden Sie bei den jeweiligen spezifischen Erklärungen im Anschluss.

Der River

Die letzte Karte wird neben Flop und Turn aufgedeckt. Dies erhöht nun die Anzahl der Gemeinschaftskarten am Tisch auf fünf. Eine letzte Setzrunde erfolgt, beginnend mit dem ersten verbliebenden Spieler links vom „Dealer Button“.

Vierte Setzrunde

Die letzte Setzrunde wird genauso wie die dritte Setzrunde durchgeführt.

Showdown

Nachdem die Bietrunden abgeschlossen sind, erfolgt der „Showdown“. Der Hi-Gewinner ist, wer das beste Blatt aus den fünf „Community Cards“ und seinen vier „Pocket Cards“ bilden kann, wobei dafür genau zwei „Pocket Cards“ verwendet werden müssen. Der Lo-Gewinner (falls es einen gibt) ist derjenige, der mit zwei seiner Karten und drei der Gemeinschaftskarten das niedrigste Blatt, zusammengesetzt aus Karten unter 9, bilden kann. Spieler können sich den Pot auch teilen, wenn sie idente Hände haben.

Wenn Sie feststellen, dass Sie verlieren und Ihre Karten nicht zeigen möchten, können Sie Ihre Karten auch ablegen ohne diese zu zeigen („muck“). Ansonsten können Sie die Karten natürlich offenlegen, um Ihre Hand mit anderen zu vergleichen. Der Spieler, der in der letzten Setzrunde als letzter gesetzt bzw. erhöht hat, muss seine Karten zuerst aufdecken. In dem Fall, das alle Spieler in der letzten Setzrunde nicht weiter gesetzt oder erhöht haben, ist es von Casino zu Casino unterschiedlich, wer zuerst seine Karten aufdecken muss.

Die nächste Runde

Nachdem eine Hand gespielt wurde und der Pot gewonnen wurde, wird der „Dealer Button“ im Uhrzeigersinn um eine Position verschoben und die nächste Hand kann beginnen.

Grundlagen des Bietens

Die erste Aktion in jeder Runde, nachdem die Karten gegeben beziehungsweise aufgedeckt wurden, wird immer vom Spieler links vom „Großen Blind“ ausgeführt. Jeder weitere Spieler entscheidet nun, was er aufgrund seiner Hand setzen möchte, je nachdem wie viele Spieler noch nach ihm mit dem Setzen an der Reihe sind, gestaltet sich dies mehr oder weniger schwierig. So wäre es mit einem mittelmäßigen Blatt und beispielsweise fünf weiteren Spielern nach einem selbst, sehr schwierig zu entscheiden, ob man lieber setzt, erhöht oder gar aussteigt. Speziell bei Omaha und Omaha Hi/Lo ist dies besonders knifflig, da sich durch die erhöhte Anzahl an „Pocket Cards“ ganz andere Gewinnchancen ergeben. Bei Omaha Hi/Lo kommt noch dazu, dass man auch mit besonders schlechten Karten gewinnen kann, erhält man aber zum Beispiel am River noch ein Paar, ist die Chance auf einen Lo-Gewinn vorbei.

Die Standardaktionen beim Poker

Passen (fold)

Wenn Sie mit Ihren Karten nicht zufrieden sind, haben Sie die Möglichkeit auszusteigen. Falls Sie das „Kleine“ oder „Große Blind“ gesetzt haben oder bereits mitgegangen sind, verlieren Sie den bereits gesetzten Betrag. Darüber hinaus können Sie aber nichts mehr verlieren, denn bis zum Beginn der nächsten Hand sind Sie aus dem Spiel.

Check (schieben)

Wenn Sie Ihre Karten behalten und im Spiel bleiben möchten, können Sie nun zum Beispiel checken (schieben). Das bedeutet, dass vor Ihnen noch niemand gesetzt hat und, dass auch Sie nicht setzen. Jetzt hat der Spieler nach Ihnen die Möglichkeit ebenfalls zu checken oder zu bieten. Setzt ein Spieler in der Runde, müssen Sie, wenn Sie wieder an der Reihe sind, entscheiden ob Sie nun passen, mitgehen oder den Einsatz erhöhen.

Mitgehen (call)

Mitgehen (call) bedeutet nun, dass Sie, falls vor Ihnen schon jemand gesetzt hat, den gleichen Betrag setzen, wie der Spieler vor Ihnen.

Setzen und erhöhen – je nach Limit (Bet/Raise/Re-raise)

Wenn Sie denken, dass Sie gute Karten in der Hand halten, dann können Sie einen gewissen Geldbetrag setzen. Falls ein Mitspieler vor Ihnen bereits gesetzt hat, können Sie auch den Einsatz erhöhen. Je nach Setzstruktur sind die Beträge, die Sie setzen beziehungsweise um die Sie erhöhen können, festgelegt.

  • Fixed Limit: Bei einem $ 5/$ 10 Tisch zum Beispiel können Sie $ 5 in den ersten beiden Runden und $ 10 in den letzten beiden setzen. In jeder Runde kann einmal gesetzt und dreimal erhöht werden („Bet“, „Raise“, „Re-Raise“, „Re-Raise“ oder „Cap“). Nachdem dreimal erhöht wurde, liegt ein sogenannter „Cap“ (Obergrenze) vor, was bedeutet, dass nichtmehr weiter erhöht werden kann. In diesem Fall wird die nächste Karte ausgeteilt oder, wenn es sich um die letzte Runde handelt, kommt es zum „Showdown“.
  • No Limit: Bei dieser Variante funktioniert die Setzstruktur nach folgenden Regeln: Jeder Spieler darf so viel setzen wie er am Tisch hat, unabhängig von der Größe des Pots. Grundsätzlich gilt aber, dass der Minimaleinsatz in der Höhe des „Großen Blind“ sein muss. Außerdem müssen Sie, wenn Sie erhöhen, mindestens um denselben Betrag erhöhen, den der Spieler vor Ihnen soeben gesetzt hat.
  • Pot Limit: Beim Pot-Limit-Spiel kann ein Spieler jede Summe vom Mindesteinsatz bis zur Gesamtgröße des Pots setzen. In einem $5/$10-Pot-Limit-Spiel beträgt das „Kleine Blind“ $ 5 und das „Große Blind“ $ 10. Der erste Spieler kann mit dem „Großen Blind“ mitgehen (in diesem Fall $ 10) oder auf jede beliebige Summe bis zur gesamten Pothöhe erhöhen. Die Erhöhung muss entweder dem vorangegangenen Einsatz oder der vorangegangenen Erhöhung entsprechen oder ihn/sie übersteigen. In diesem Fall würde eine maximale Erhöhung bis zum Pot Limit $ 25 betragen ($ 5 „Kleines Blind“ + $ 10 „Großes Blind“ + $ 10 Mitgehen), das bedeutet, dass Spieler #3 gesamt $ 35 einsetzen kann. Angenommen Spieler #3 erhöht um das Pot Limit, dann beträgt der Gesamtpot nun $ 50.
    Wenn der nächste Spieler weiterspielen möchte, muss er mit $ 35 mitgehen, also der Höhe des Wetteinsatzes von Spieler 3. Wenn der Spieler um das Maximum erhöhen möchte, würde er $ 120 einsetzen, was dem gesamten Pot ($ 50) plus einer Erhöhung von $ 70 ($ 35 Mitgehen + $ 35 Erhöhung) entspricht. Die Anzahl der Setzrunden pro Hand ist beim Pot Limit nicht begrenzt, es wird in jeder Runde so lange mitgegangen oder erhöht, bis jeder Spieler entweder ausgestiegen oder mitgegangen ist.

Gewinnen mit allen Mitteln

Alles auf eine Karte setzen klingt wie ein Sprichwort, ist aber in der virtuellen Kartenwelt Realität. Ein Spieler geht All-in, wenn ihm nichts anderes übrig bleibt und er sich von dieser Aktion erhofft, die Gegner einzuschüchtern. Außerdem könnte der Spieler, wenn er „All-In“ geht, auch bluffen und nur signalisieren, dass er eine tolle Hand hat, um die anderen Spieler zum Aussteigen zu drängen, und sich den Pot zu sichern.

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Wenn ein Spieler nicht mehr genügend Chips, aber trotzdem aufgrund seines guten Blattes im Spiel bleiben möchte, dann muss er nicht passen. Es gibt die Möglichkeit „All-In“ zu gehen, was bedeutet, dass der Spieler zwar im Spiel bleibt, aber da er bereits mit seinem gesamten Chipstapel im Spiel ist, keine weiteren Aktionen mehr tätigen kann.

Das Geld, das bis zu dem  im Pot liegt, ist zu gewinnen. Das Geld, das in den Pot nach dem All-in-gehen-Zeitpunkt eingezahlt wurde (und das über seine All-In Summe hinausgeht), wird in einen gesonderten Pot (Side-Pot) gelegt. Sollte nun der Spieler, der „All-In“ ist, den „Showdown“ für sich entscheiden, gewinnt er den Hauptpot, der „Side-Pot“ geht an den Spieler mit der zweitbesten Hand. Gehen mehrere Spieler „All-In“, werden mehrere „Side-Pots“ erstellt. Geht ein Spieler „All-In“ und seine Mitspieler entscheiden, mitzugehen, müssen sie natürlich einen Einsatz in der Höhe seiner gesamten Chips leisten.

Kurze Geschichte von Omaha Hi/Lo

Woher sie kommen und wer sie erfunden hat, ist schwer zu bestimmen. Omaha Hi/Lo ist eine Variante von Omaha, die wahrscheinlich kurz nach dessen Einführung in den Casinos von Las Vegas geschaffen wurde, um das Spiel noch etwas spannender zu machen. Genaue Angaben gibt es dazu allerdings nicht.

Omaha Hi/Lo ist, neben Texas Hold’em, das Lieblingsspiel von Pokerprofi Scotty Nguyen, einem Spieler der vor allem für seine flotten Sprüche bekannt ist.

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