Donnerstag,  8. Dezember 2016  -  01:12:08
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Royal Hold'em Poker


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Übersicht:

 

Königliches Hold’em

Grundsätzlich gelten dieselben Regeln wie bei Texas H.; mit der Ausnahme, dass nur die Karten von 10 bis Ass verwendet werden. Aus diesem Grund können höchstens sechs Spieler an einem Royal Hold’em Spiel teilnehmen, da die verbliebenen 20 Karten in diesem Fall zu Gänze unter den Spielern aufgeteilt bzw. für Community und Burn Cards verwendet werden.

Bei dieser Variante kommen viele starke Blätter zustande, was das taktische Moment stark in den Vordergrund rückt; dadurch dass beim Showdown sämtliche Karten am Tisch liegen oder unter den Spielern (wenn sechs Spieler am Tisch sitzen) verteilt sind, kann man mit etwas Geschick auch einigermaßen leicht erkennen, welcher Spieler welches Blatt haben könnte. Die Regeln von Texas Hold’em – und somit auch von Royal Hold’em – lauten wie unten beschrieben.

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Ablauf der Spielrunden:

Blinds

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Zuallererst müssen die beiden ersten Spieler, die direkt links neben dem Spieler mit dem „Dealer Button“ (nicht der virtuelle Dealer) sitzen, einen Pflichteinsatz platzieren (= „Blind“). Diese „Blinds“ werden gesetzt, noch bevor die ersten Karten verteilt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Geld im Pot ist und, dass jede gewinnende Hand Geld verdient. Jeder Spieler muss während eines Spieles zu einer gewissen Zeit „Blinds“ setzen, da sich der „Dealer Button“ mit jeder Spielrunde im Uhrzeigersinn verschiebt. Der Spieler direkt links neben dem „Dealer Button“ setzt das „Kleine Blind“ (oder „Small Blind“), der Spieler links neben dem „Kleinen Blind“ setzt das „Große Blind“ (oder „Big Blind“).

Pocket Cards / Hole Cards

Nach den „Blinds“ werden die ersten Karten verteilt. Jeder Spieler, beginnend mit dem Spieler links vom Dealerbutton (Small Blind), bekommt zwei verdeckte Karten. Diese Karten nennt man Pocket Cards oder Hole Cards.

Erste Setzrunde

Die erste Setzrunde startet der links vom Großen Blind sitzende Spieler. Man sagt im Pokerjargon, dieser Spieler, der als Erster handeln muss, ist under the gun. Jeder Spieler kann nun entscheiden, ob er aussteigt (fold), mitgeht (call) oder erhöht (raise).

  • Aussteigen (fold): Karten weglegen und eventuell bereits gemachten Einsatz verlieren.
  • Check (schieben): Weder setzen noch aussteigen, sondern dem nächsten Spieler die Möglichkeit überlassen, zu setzen. (Geht nur, wenn noch kein Spieler gesetzt hat.)
  • Mitgehen (call): Wenn ein anderer Spieler bereits gesetzt hat, denselben Einsatz setzen.
  • Erhöhen (raise): Den Einsatz des vorhergegangenen Spielers erhöhen.

Der Flop

Nach Ende der ersten Setzrunde wird in der Mitte des Tisches der Flop (die ersten drei Karten, die alle Spieler gemeinsam verwenden können) aufgedeckt. Diese sogenannten Gemeinschaftskarten sind für jeden Spieler gleich und die Spieler können Sie benutzen um ihre Hand zu bilden.

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Zweite Setzrunde

Der erste verbleibende Spieler links vom DB (also ein Spieler, der nicht bereits vor dem Flop ausgestiegen ist) startet die zweite Runde. Die zweite Setzrunde funktioniert vom Prinzip her wie die erste Setzrunde.

Der Turn

Eine weitere Karte wird neben dem Flop aufgedeckt, diese nennt sich Turn. Damit befinden sich insgesamt vier Gemeinschaftskarten aufgedeckt auf dem Tisch. Eine dritte Setzrunde findet statt, beginnend mit dem ersten verbleibenden Spieler links vom „Dealer Button“.

Dritte Setzrunde

Je nachdem, ob Royal/Texas Hold’em Limit, Pot Limit oder No Limit gespielt wird, ändern sich bei der dritten Setzrunde die Regeln. Genauere Erklärungen hierzu finden Sie bei den jeweiligen spezifischen Erklärungen im Anschluss.

Der River

Die letzte Karte wird neben Flop und Turn aufgedeckt. Dies erhöht nun die Anzahl der Gemeinschaftskarten am Tisch auf fünf. Eine letzte Setzrunde erfolgt, beginnend mit dem ersten verbleibenden Spieler links vom „Dealer Button“.

Vierte Setzrunde

Die letzte Setzrunde wird genauso wie die dritte Setzrunde durchgeführt.

Showdown

Nachdem die Bietrunden abgeschlossen sind, erfolgt der „Showdown“. Der „Showdown“ ist das Ende einer Spielrunde, wo die verbliebenen Spieler ihre Karten zeigen. Der Gewinner ist, wer das beste Blatt aus den fünf „Community Cards“ und seinen zwei „Pocket Cards“ bilden kann. Spieler können sich den Pot auch teilen, wenn sie idente Hände haben. In dem seltenen Falle, dass die beste Hand nur aus den Gemeinschaftskarten besteht, teilen sich alle noch im Spiel befindlichen Spieler den Pot. Wenn Sie feststellen, dass Sie verlieren und Ihre Karten nicht zeigen möchten, können Sie Ihre Karten auch ablegen ohne diese zu zeigen („muck“). Ansonsten können Sie die Karten natürlich offenlegen, um Ihre Hand mit anderen zu vergleichen. Der Spieler, der in der letzten Setzrunde als letzter gesetzt bzw. erhöht hat, muss seine Karten zuerst aufdecken. In dem Fall, dass alle Spieler in der letzten Setzrunde nicht weiter gesetzt oder erhöht haben, ist es von Casino zu Casino unterschiedlich, wer zuerst seine Karten aufdecken muss.

Die nächste Runde

Nachdem eine Hand gespielt wurde und der Pot gewonnen wurde, wird der „Dealer Button“ im Uhrzeigersinn um eine Position verschoben und die nächste Hand kann beginnen.

Grundlagen des Bietens

Die erste Aktion in jeder Runde, nachdem die Karten aufgedeckt wurden, wird vom ersten Spieler links vom „Button“ ausgeführt (in der ersten Runde beginnt der Spieler links vom großen Blind). Jeder weitere Spieler entscheidet nun, was er aufgrund seiner Hand setzen möchte. Je nachdem wie viele Spieler noch nach ihm mit dem Setzen an der Reihe sind, gestaltet sich dies mehr oder weniger schwierig. So wäre es mit einem mittelmäßigen Blatt und beispielsweise fünf weiteren Spielern nach einem selbst, sehr schwierig zu entscheiden, ob man lieber setzt, erhöht oder gar aussteigt.

Die Standardaktionen beim Poker

Passen (fold)

Wenn Sie mit Ihren Karten nicht zufrieden sind, haben Sie die Möglichkeit auszusteigen. Falls Sie das „Kleine“ oder „Große Blind“ gesetzt haben oder bereits mitgegangen sind, verlieren Sie den bereits gesetzten Betrag. Darüber hinaus können Sie aber nichts mehr verlieren, denn bis zum Beginn der nächsten Hand sind Sie aus dem Spiel.

Check (schieben)

Wenn Sie Ihre Karten behalten und im Spiel bleiben möchten, können Sie nun zum Beispiel checken (schieben). Das bedeutet, dass vor Ihnen noch niemand gesetzt hat und, dass auch Sie nicht setzen. Jetzt hat der Spieler nach Ihnen die Möglichkeit ebenfalls zu checken oder zu bieten. Setzt ein Spieler in der Runde, müssen Sie, wenn Sie wieder an der Reihe sind, entscheiden ob Sie nun passen, mitgehen oder den Einsatz erhöhen.

Mitgehen (call)

Mitgehen (call) bedeutet nun, dass Sie, falls vor Ihnen schon jemand gesetzt hat, den gleichen Betrag setzen, wie der Spieler vor Ihnen.

Setzen und erhöhen – je nach Limit (Bet/Raise/Re-raise)

Wenn Sie denken, dass Sie gute Karten in der Hand halten, dann können Sie einen gewissen Geldbetrag setzen. Falls ein Mitspieler vor Ihnen bereits gesetzt hat, können Sie auch den Einsatz erhöhen. Je nach Setzstruktur sind die Beträge, die Sie setzen beziehungsweise um die Sie erhöhen können, festgelegt.

  • Fixed Limit: Bei einem $ 5/$ 10 Tisch zum Beispiel können Sie $ 5 in den ersten beiden Runden und $ 10 in den letzten beiden setzen. In jeder Runde kann einmal gesetzt und dreimal erhöht werden („Bet“, „Raise“, „Re-Raise“, „Re-Raise“ oder „Cap“). Nachdem dreimal erhöht wurde, liegt ein sogenannter „Cap“ (Obergrenze) vor, was bedeutet, dass nichtmehr weiter erhöht werden kann. In diesem Fall wird die nächste Karte ausgeteilt oder, wenn es sich um die letzte Runde handelt, kommt es zum „Showdown“.
  • No Limit: Bei dieser Variante funktioniert die Setzstruktur nach folgenden Regeln: Jeder Spieler darf so viel setzen wie er am Tisch hat, unabhängig von der Größe des Pots. Grundsätzlich gilt aber, dass der Minimaleinsatz in der Höhe des „Großen Blind“ sein muss. Außerdem müssen Sie, wenn Sie erhöhen, mindestens um denselben Betrag erhöhen, den der Spieler vor Ihnen soeben gesetzt hat.
  • Pot Limit: Beim Pot-Limit-Spiel kann ein Spieler jede Summe vom Mindesteinsatz bis zur Gesamtgröße des Pots setzen. In einem $5/$10-Pot-Limit-Spiel beträgt das „Kleine Blind“ $ 5 und das „Große Blind“ $ 10. Der erste Spieler kann mit dem „Großen Blind“ mitgehen (in diesem Fall $ 10) oder auf jede beliebige Summe bis zur gesamten Pothöhe erhöhen. Die Erhöhung muss entweder dem vorangegangenen Einsatz oder der vorangegangenen Erhöhung entsprechen oder ihn/sie übersteigen. In diesem Fall würde eine maximale Erhöhung bis zum Pot Limit $ 25 betragen ($ 5 „Kleines Blind“ + $ 10 „Großes Blind“ + $ 10 Mitgehen), das bedeutet, dass Spieler #3 gesamt $ 35 einsetzen kann. Angenommen Spieler #3 erhöht um das Pot Limit, dann beträgt der Gesamtpot nun $ 50.
    Wenn der nächste Spieler weiterspielen möchte, muss er mit $ 35 mitgehen, also der Höhe des Wetteinsatzes von Spieler 3. Wenn der Spieler um das Maximum erhöhen möchte, würde er $ 120 einsetzen, was dem gesamten Pot ($ 50) plus einer Erhöhung von $ 70 ($ 35 Mitgehen + $ 35 Erhöhung) entspricht. Die Anzahl der Setzrunden pro Hand ist beim Pot Limit nicht begrenzt, es wird in jeder Runde so lange mitgegangen oder erhöht, bis jeder Spieler entweder ausgestiegen oder mitgegangen ist.

Alles oder nichts

In erster Linie geht ein Spieler dann „All-In“, wenn er ein besonders gutes Blatt hat, da er, wenn ein oder mehrere andere Spieler mitgehen und er gewinnt, seinen Gewinn in der jeweiligen Runde deutlich vergrößern kann. Außerdem könnte der Spieler, wenn er „All-In“ geht, auch bluffen und nur signalisieren, dass er eine tolle Hand hat, um die anderen Spieler zum Aussteigen zu drängen, und sich den Pot zu sichern. (Wie die Regelung einer „All-In“ Situation genau funktioniert, ist unten beschrieben.)

Wenn ein Spieler nicht mehr genügend Chips hat um mitzugehen beziehungsweise die Hand zu Ende zu spielen, aber trotzdem aufgrund seines guten Blattes im Spiel bleiben möchte, dann muss er nicht passen. Es gibt die Möglichkeit „All-In“ zu gehen, was bedeutet, dass der Spieler zwar im Spiel bleibt, aber da er bereits mit seinem gesamten Chipstapel („Stack“) im Spiel ist, keine weiteren Aktionen mehr tätigen kann. Alles Geld, das bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Spieler „All-In“ geht, im Pot liegt, ist das, was er gewinnen kann. Geld das in den Pot eingezahlt wird, nachdem der Spieler „All-In“ gegangen ist (und das über seine „All-In Summe“ hinausgeht), wird in einen gesonderten Pot („Side-Pot“) gelegt. Sollte nun der Spieler, der „All-In“ ist, den „Showdown“ für sich entscheiden, gewinnt er den Hauptpot, der „Side-Pot“ geht an den Spieler mit der zweitbesten Hand.

Gehen mehrere Spieler „All-In“, werden mehrere „Side-Pots“ erstellt. Geht ein Spieler „All-In“ und seine Mitspieler entscheiden, mitzugehen, müssen sie natürlich einen Einsatz in der Höhe seiner gesamten Chips leisten. Auch nach der besten aller Spielerklärungen, bleibt einem das Üben nicht erspart. Wo Sie dies am Besten tun können, erfahren Sie hier – wir haben für Sie Profile der besten Online Pokerschulen erstellt!

Kurze Geschichte von Royal Hold’em

So wie sein berühmterer Verwandter Texas Hold’em dürfte auch Royal Hold’em eine neue Entwicklung in der Welt des Pokerspiels sein. Leider kann man auch hier keine genauen Angaben über die Herkunft der Variante machen, aber wie bereits erwähnt ist es wahrscheinlich, dass Royal Hold’em in der jüngeren Vergangenheit entstand.

Wer spielt Royal Hold‘em?

Diese neue Pokervariante hat noch nicht die Chance gehabt viele Pokertische bei berühmten Veranstaltungen zu erobern, bei vielen Pokerspielern erfreut sich dieses Spiel allerdings wachsender Beliebtheit. So spielt zum Beispiel der Pokerprofi Antonio Esfandiari in seiner Freizeit gerne Royal Hold’em, da es eine willkommene und spannende Abwechslung zu Texas Hold’em darstellt.

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