Samstag,  30. Juli 2016  -  11:09:48
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Texas hold'em


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Einführung - Texas Holdem

Stellen Sie sich vor: Bis zu 10 Spieler sitzen an einem Tisch, vor einem der Spieler befindet sich ein kleiner runder Knopf, der mit einem "D" gekennzeichnet ist. Dieser Knopf (Dealer Button) verschiebt sich vor jeder neuen Spielrunde um eine Position im Uhrzeigersinn und markiert die Position des kartengebenden Spielers. In vielen Pokerräumen gibt es allerdings einen virtuellen Dealer, dessen alleinige Aufgabe es ist, die Karten zu verteilen. Er sitzt meist in der Mitte einer Seite des Tisches hinter einer Kiste mit Spielchips und er nimmt nicht aktiv am Spielgeschehen teil.

Grundsätzlich geht es bei Texas Hold’em darum, dass jeder Spieler versucht, aus seinen „Pocket Cards“ und den „Community Cards“, die am Tisch liegen, die bestmögliche Hand zu bilden. Es gibt vier Setzrunden, im Rahmen derer die Spieler, je nachdem für wie gut sie ihre Karten halten bzw. wie sie sich ihre Chancen anhand der „Community Cards“ ausrechnen, Gebote abgeben. Der Spieler der am Ende (während des „Showdown“) wirklich die beste Hand hält, bzw. der übrig bleibt, weil alle anderen ausgestiegen sind, erhält den Pot (dieser besteht aus den sogenannten „Blinds“ und den Einsätzen aller Spieler). Die bestbesuchten Texas Hold’em Tische finden Sie bei bwin, bet365, Stan James und Party Poker, einem der größten Pokerräume weltweit. Hier können Sie übrigens einen ganz speziellen Willkommensbonus einsacken, wenn Sie sich über BonusBonusBonus bei PartyPoker anmelden. Erspiele Dir Dein Recht aufs Partymachen.

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Pokerspiel von A bis Z

Zuallererst müssen die beiden ersten Spieler, die direkt links neben dem Spieler mit dem „Dealer Button“ (nicht der virtuelle Dealer) sitzen, einen Pflichteinsatz platzieren („Blind“). Diese Blinds werden gesetzt, noch bevor die ersten Karten verteilt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Geld im Pot ist und, dass jede gewinnende Hand Geld verdient. Jeder Spieler muss während eines Spieles zu einer gewissen Zeit „Blinds“ setzen, da sich der Button mit jeder Spielrunde im Uhrzeigersinn verschiebt. Der Spieler direkt links neben dem Dealer Button setzt das Kleine Blind (Small Blind), der Spieler links neben dem Kleinen Blind setzt das Große Blind (Big Blind).

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Pocket Cards/Hole Cards - die erste Setzrunde

Nach den „Blinds“ werden die ersten Karten verteilt. Jeder Spieler, beginnend mit dem Spieler links vom Dealerbutton (Small Blind), bekommt zwei verdeckte Karten. Diese Karten nennt man „Pocket Cards“ oder „Hole Cards“. Die erste Setzrunde startet der links vom „Großen Blind“ sitzende Spieler. Man sagt im Pokerjargon, dieser Spieler, der als Erster handeln muss, ist „under the gun“. Jeder Spieler kann nun entscheiden, ob er aussteigt (fold), mitgeht (call) oder erhöht (raise).

  • Aussteigen (fold): Karten weglegen und eventuell bereits gemachten Einsatz verlieren.
  • Check (schieben): Weder setzen noch aussteigen, sondern dem nächsten Spieler die Möglichkeit überlassen, zu setzen. (Geht nur, wenn noch kein Spieler gesetzt hat.)
  • Mitgehen (call): Wenn ein anderer Spieler bereits gesetzt hat, denselben Einsatz setzen.
  • Erhöhen (raise): Den Einsatz des vorhergegangenen Spielers erhöhen.

Der Flop

Nach Ende der ersten Setzrunde wird in der Mitte des Tisches der Flop (die ersten drei Karten, die alle Spieler gemeinsam verwenden können) aufgedeckt. Diese sogenannten Gemeinschaftskarten, oder „Community Cards“, sind für jeden Spieler gleich und die Spieler können Sie benutzen um ihre Hand zu bilden.

Zweite Setzrunde

Der erste verbleibende Spieler links vom „Dealer Button“ (also ein Spieler, der nicht bereits vor dem Flop ausgestiegen ist) startet die zweite Runde. Die zweite Setzrunde funktioniert vom Prinzip her wie die erste Setzrunde.

Der Turn

Eine weitere Karte wird neben dem Flop aufgedeckt, diese nennt sich Turn.
Damit befinden sich insgesamt vier Gemeinschaftskarten aufgedeckt auf dem Tisch. Eine dritte Setzrunde findet statt, beginnend mit dem ersten verbleibenden Spieler links vom „Dealer Button“.

Dritte Setzrunde

Je nachdem, ob Texas Hold’em Limit, Pot Limit oder No Limit gespielt wird, ändern sich bei der dritten Setzrunde die Regeln. Genauere Erklärungen hierzu finden Sie bei den jeweiligen spezifischen Erklärungen im Anschluss.

Der River flows

Die letzte Karte wird neben Flop und Turn aufgedeckt. Dies erhöht nun die Anzahl der Gemeinschaftskarten am Tisch auf fünf. Eine letzte Setzrunde erfolgt, beginnend mit dem ersten verbleibenden Spieler links vom „Dealer Button“.

Vierte Setzrunde

Die letzte Setzrunde wird genauso wie die dritte Setzrunde durchgeführt.

Showdown

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Die verbliebenen Spieler zeigen ihre Karten. Wer das beste Blatt aus den fünf Community Cards und seinen zwei Pocket Cards bilden kann, gewinnt. Spieler können sich den Pot auch teilen, wenn sie idente Hände haben. Falls die beste Hand nur aus den Gemeinschaftskarten besteht, teilen sich alle noch im Spiel befindlichen Spieler den Pot. Wenn Sie feststellen, dass Sie verlieren und Ihre Karten nicht zeigen möchten, können Sie ablegen ohne diese zu zeigen („muck“). Ansonsten können Sie die Karten natürlich offenlegen, um Ihre Hand mit anderen zu vergleichen. Der Spieler, der in der letzten Setzrunde als letzter gesetzt bzw. erhöht hat, muss seine Karten zuerst aufdecken. In dem Fall, dass alle in der letzten Setzrunde nicht weiter gesetzt oder erhöht haben, ist die Reihenfolge anbieterabhängig.

Die nächste Runde

Nachdem eine Hand gespielt wurde und der Pot gewonnen wurde, wird der „Dealer Button“ im Uhrzeigersinn um eine Position verschoben und die nächste Hand kann beginnen. Die erste Aktion in jeder Runde, nachdem die Karten gegeben beziehungsweise aufgedeckt wurden, wird immer vom Spieler links vom „Großen Blind“ ausgeführt. Jeder weitere Spieler entscheidet nun, was er aufgrund seiner Hand setzen möchte. Je nachdem wie viele Spieler noch nach ihm mit dem Setzen an der Reihe sind, gestaltet sich dies mehr oder weniger schwierig. So wäre es mit einem mittelmäßigen Blatt und beispielsweise fünf weiteren Spielern nach einem selbst, sehr schwierig zu entscheiden, ob man lieber setzt, erhöht oder gar aussteigt.

Passen (fold)

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Wenn Sie mit Ihren Karten nicht zufrieden sind, haben Sie die Möglichkeit auszusteigen. Falls Sie das „Kleine“ oder „Große Blind“ gesetzt haben oder bereits mitgegangen sind, verlieren Sie den bereits gesetzten Betrag. Darüber hinaus können Sie aber nichts mehr verlieren, denn bis zum Beginn der nächsten Hand sind Sie aus dem Spiel.

Check (schieben)

Wenn Sie Ihre Karten behalten und im Spiel bleiben möchten, können Sie nun zum Beispiel checken (schieben). Das bedeutet, dass vor Ihnen noch niemand gesetzt hat und, dass auch Sie nicht setzen. Jetzt hat der Spieler nach Ihnen die Möglichkeit ebenfalls zu checken oder zu bieten. Setzt ein Spieler in der Runde, müssen Sie, wenn Sie wieder an der Reihe sind, entscheiden ob Sie nun passen, mitgehen oder den Einsatz erhöhen.

Mitgehen (call)

Mitgehen (call) bedeutet nun, dass Sie, falls vor Ihnen schon jemand gesetzt hat, den gleichen Betrag setzen, wie der Spieler vor Ihnen.

Setzen und erhöhen – je nach Limit (Bet/Raise/Re-raise)

Wenn Sie denken, dass Sie gute Karten in der Hand halten, dann können Sie einen gewissen Geldbetrag setzen. Falls ein Mitspieler vor Ihnen bereits gesetzt hat, können Sie auch den Einsatz erhöhen. Je nach Setzstruktur sind die Beträge, die Sie setzen beziehungsweise um die Sie erhöhen können, festgelegt.

  • Fixed Limit: Bei einem $ 5/$ 10 Tisch zum Beispiel können Sie $ 5 in den ersten beiden Runden und $ 10 in den letzten beiden setzen. In jeder Runde kann einmal gesetzt und dreimal erhöht werden („Bet“, „Raise“, „Re-Raise“, „Re-Raise“ oder „Cap“). Nachdem dreimal erhöht wurde, liegt ein sogenannter „Cap“ (Obergrenze) vor, was bedeutet, dass nichtmehr weiter erhöht werden kann. In diesem Fall wird die nächste Karte ausgeteilt oder, wenn es sich um die letzte Runde handelt, kommt es zum „Showdown“.
  • No Limit: Bei dieser Variante funktioniert die Setzstruktur nach folgenden Regeln: Jeder Spieler darf so viel setzen wie er am Tisch hat, unabhängig von der Größe des Pots. Grundsätzlich gilt aber, dass der Minimaleinsatz in der Höhe des „Großen Blind“ sein muss. Außerdem müssen Sie, wenn Sie erhöhen, mindestens um denselben Betrag erhöhen, den der Spieler vor Ihnen soeben gesetzt hat.
  • Pot Limit: Beim Pot-Limit-Spiel kann ein Spieler jede Summe vom Mindesteinsatz bis zur Gesamtgröße des Pots setzen. In einem $5/$10-Pot-Limit-Spiel beträgt das „Kleine Blind“ $ 5 und das „Große Blind“ $ 10. Der erste Spieler kann mit dem „Großen Blind“ mitgehen (in diesem Fall $ 10) oder auf jede beliebige Summe bis zur gesamten Pothöhe erhöhen. Die Erhöhung muss entweder dem vorangegangenen Einsatz oder der vorangegangenen Erhöhung entsprechen oder ihn/sie übersteigen. In diesem Fall würde eine maximale Erhöhung bis zum Pot Limit $ 25 betragen ($ 5 „Kleines Blind“ + $ 10 „Großes Blind“ + $ 10 Mitgehen), das bedeutet, dass Spieler #3 gesamt $ 35 einsetzen kann. Angenommen Spieler #3 erhöht um das Pot Limit, dann beträgt der Gesamtpot nun $ 50.
    Wenn der nächste Spieler weiterspielen möchte, muss er mit $ 35 mitgehen, also der Höhe des Wetteinsatzes von Spieler 3. Wenn der Spieler um das Maximum erhöhen möchte, würde er $ 120 einsetzen, was dem gesamten Pot ($ 50) plus einer Erhöhung von $ 70 ($ 35 Mitgehen + $ 35 Erhöhung) entspricht. Die Anzahl der Setzrunden pro Hand ist beim Pot Limit nicht begrenzt, es wird in jeder Runde so lange mitgegangen oder erhöht, bis jeder Spieler entweder ausgestiegen oder mitgegangen ist.

All-In

In erster Linie geht ein Spieler dann „All-In“, wenn er ein besonders gutes Blatt hat, da er, wenn ein oder mehrere andere Spieler mitgehen und er gewinnt, seinen Gewinn in der jeweiligen Runde deutlich vergrößern kann. Außerdem könnte der Spieler, wenn er „All-In“ geht, auch bluffen und nur signalisieren, dass er eine tolle Hand hat, um die anderen Spieler zum Aussteigen zu drängen, und sich den Pot zu sichern. (Wie die Regelung einer „All-In“ Situation genau funktioniert, ist unten beschrieben.) Wenn ein Spieler nicht mehr genügend Chips hat um mitzugehen beziehungsweise die Hand zu Ende zu spielen, aber trotzdem aufgrund seines guten Blattes im Spiel bleiben möchte, dann muss er nicht passen. Es gibt die Möglichkeit „All-In“ zu gehen, was bedeutet, dass der Spieler zwar im Spiel bleibt, aber da er bereits mit seinem gesamten Chipstapel („Stack“) im Spiel ist, keine weiteren Aktionen mehr tätigen kann.

Alles Geld, das bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Spieler „All-In“ geht, im Pot liegt, ist das, was er gewinnen kann. Geld das in den Pot eingezahlt wird, nachdem der Spieler „All-In“ gegangen ist (und das über seine „All-In Summe“ hinausgeht), wird in einen gesonderten Pot („Side-Pot“) gelegt. Sollte nun der Spieler, der „All-In“ ist, den „Showdown“ für sich entscheiden, gewinnt er den Hauptpot, der „Side-Pot“ geht an den Spieler mit der zweitbesten Hand. Gehen mehrere Spieler „All-In“, werden mehrere „Side-Pots“ erstellt. Geht ein Spieler „All-In“ und seine Mitspieler entscheiden, mitzugehen, müssen sie natürlich einen Einsatz in der Höhe seiner gesamten Chips leisten.

Geschichte

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Ein genauer Zeitpunkt oder Ort für die Entstehung von Texas Hold’em kann heute nicht mehr bestimmt werden. Die texanische Landesregierung allerdings erkennt die Stadt Robstown in Texas als offizielle Geburtsstadt von Texas Hold’em Poker an. Es heißt, das Spiel wäre Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden worden und breitete sich dann in Texas aus. In Las Vegas wurde Texas Hold‘em von drei Pokerspielern – Crandell Addlington, Doyle Brunson und Amarillo Slim – im Jahr 1967 eingeführt. Addlington hatte das Spiel zum ersten Mal im Jahr 1959 gesehen und es sofort interessant gefunden, weil man, im Gegensatz zu Draw Poker, viermal setzte und deswegen mehr Gelegenheit hatte, taktisch zu spielen. Für einige Zeit wurde Hold’em (der Name Texas Hold’em entstand erst später) nur in einem der weniger glamourösen Casinos von Las Vegas, dem Golden Nugget Casino, angeboten und hatte daher keine Chance, sich in der Welt der Profi-Pokerspieler zu etablieren. Diese spielten nämlich lieber in den Casinos, die auch von der reichen Laufkundschaft bevorzugt wurden.

Erst nachdem einige professionelle Pokerspieler im Jahr 1969 zum Texas Hold’em-Spielen ins Dunes Casino eingeladen worden waren und dort sehr gut an den reichen Hotelgästen verdient hatten, konnte sich Texas Hold’em Poker durchsetzen. Bereits wenige Jahre später wurde No Limit Texas Hold’em zum Hauptturnier der damals neu geschaffenen World Series of Poker gemacht und ist es bis heute. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat Texas Hold’em Poker einen massiven Aufschwung erlebt. Gründe dafür sind die Erfindung von Onlinepoker, die Live-Fernsehübertragung von Pokerveranstaltungen sowie wahrscheinlich die Tatsache, dass Chris Moneymaker, der Gewinner der World Series of Poker 2003, seinen Platz am WSOP-Tisch über ein Internet-Turnier gewonnen hatte.

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