Mittwoch,  29. März 2017  -  07:15:10
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Boxen


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Übersicht:

 

 

Kurze Geschichte des Boxsports

Um 3000 v.Chr. fanden in Ägypten frühe dokumentierte Faustkämpfe statt, es ist jedoch davon auszugehen, dass ein Sport wie Boxen aufgrund seiner einfachen und im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand liegenden Regeln schon früher, zum Beispiel in Revierkämpfen, ein Rolle gespielt hat.

Im Jahre 688. v.Chr. wurde der Faustkampf erstmals als olympische Sportart bei den 23. Olympischen Spielen der Antike ausgetragen. Im antiken Rom fanden Boxkämpfe im Rahmen der Gladiatorenkämpfe großen Anklang beim Publikum. Im 18. Jahrhundert erlangte der Sport, vor allem in England als „bare-knuckle boxing“, dann wieder große Popularität. Zu dieser Zeit wurde auch das Wort „boxen“ populär.

Boxen im digitalen Zeitalter

Boxen gilt trotz (oder wegen) seiner offensiven Zurschaustellung von Gewalt weltweit als eine der beliebtesten Sportarten. Insgesamt sehr umstritten, zieht dieser Sport regelmäßig ein gigantisches Publikum an, live oder auch vor dem Bildschirm, werden rund um den Erdball die Kämpfe verfolgt. Im Laufe der Zeit erreichte dieser publikumswirksame Sport die Dimension eines kulturellen Phänomens und lieferte Stoff für zahlreiche Filmadaptionen wie When we were Kings-Einst waren wir Könige, Rocky mit dem unvergesslichen Sylvester Stallone oder Million Dollar Baby in der Regie von Clint Eastwood.

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Regeln im Boxen

Am Anfang waren die Regeln nicht ausgefeilt: wer am Schluss am Boden lag, hatte verloren. 1743 wurden durch den Boxer Jack Broughton erste bedeutende Regeln, bekannt als die Broughton Rules, festgelegt. Die London Prize Ring Rules (1838) stellten die Erweiterung der Broughton Rules dar. 1867 kam es zu einer weiteren Veränderung der London Prize Ring Rules, Queensberry Rules genannt. Dieses Regelwerk bestand aus 12 Regeln, welche einen fairen stehenden Boxkampf in einem quadratischen 24 Fuß Ring garantieren sollten.

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Die einzelnen Runden dauerten 3 Minuten, mit 1 Minute Pause dazwischen. Grundsätzlich boxen sowohl Männer als auch Frauen und sowohl Erwachsene als auch Kinder. Je nach Alter und Gewicht werden Boxer in Alters- und Gewichtsklassen eingeteilt.

Seit 1867 stellen die Queensberry Regeln das anerkannte Regelwerk für Boxwettkämpfe dar. Ein Kampf wird in einem quadratischen Ring, wobei die Seitenlänge zwischen 16 und 24 Fuß (488 und 732 cm) variiert, ausgetragen. Der Ringboden ist mit einer Zeltplane ausgelegt und außerhalb der Seile ist der Bodenbereich mindestens 50 cm breit. In den Ecken des Rings befinden sich vier Polster, ein roter, ein blauer und zwei weiße. Die weißen Ecken sind neutral, die rote und die blaue Ecke von Gegnern besetzt. Eine Kampf findet meist in 3-Minuten Runden statt, die Anzahl variiert. Ein Olympischer Wettkampf umfasst 3 Runden, ein Profikampf kann bis zu 15 Runden dauern, Amateurkämpfe umfassen meist 4 Runden. Zwischen den Runden gibt es eine einminütige Pause.

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Kampfrichter und Kampfregeln

Im Ring selbst ist ein Ringrichter anwesend, der den Boxkampf überwacht. Außerhalb des Rings befinden sich bis zu drei Richter, welche den Wettstreit beurteilen und Punkte vergeben. Es ist verboten, unter die Gürtellinie zu schlagen, den Gegner festzuhalten, zu beißen, zu spucken, zu drängeln, zu treten oder zum Stolpern zu bringen. Es darf nur mit der geschlossenen Faust geboxt werden, also nicht mit dem Ellbogen oder einem anderen Teil des Arms. Es ist verboten, den Gegner am Rücken, am Hals, in der Nierengegend oder auf den Kopf zu boxen. Wenn ein Boxer die Regeln bricht, kann es zu einem Punkteverlust oder einem Ausschluss kommen.

Bewertung beim Amateurboxen 

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Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Bewertung bzw. des Sieges:

  • Punktentscheidung
  • Aufgabe eines Boxers
  • Knockout
  • Referee Stopped Contest (RSC)
  • keine Wertung
  • Walk Over
  • Unentschieden

Bewertung beim Profiboxen 

Die Zahl der Runden kann von 4 bis 15 variieren. Der Kampf wird entweder von drei Kampfrichtern nach jeder Runde unabhängig beurteilt oder auch nur vom Ringrichter. Abzüge von Punkten gibt es nach Niederschlägen. Die übliche Art der Beurteilung wird „ten point must system“ genannt. Profiboxer können auch Extrapunkte bzw. Abzüge von den Punkten ihres Gegners verdienen. Es gibt auch die Möglichkeit eines Kampfabbruches oder einer Disqualifikation. Am Ende des Kampfes wird Bilanz gezogen (fight record), bei welcher Siege, Niederschläge und Unentschieden aufgelistet werden.

Kampfstile 

Es wird unterschieden zwischen defensivem Boxen und Angriffsboxen. Defensives Boxen bedeutet, dass der Boxer seinen Gegner an sich herankommen lässt und dann kontert (Konterboxer). Angriffsboxen bedeutet, dass der Boxer einen sehr offensiven Stil an den Tag legt. Dieser Stil baut hauptsächlich auf Oberkörperbewegung auf.

Verbände (Profiboxen) und die besten BoxerInnen aller Zeiten

Bei den 4 einflussreichsten Boxverbänden handelt es sich um: WBA - World Boxing Association, WBC - World Boxing Council, IBF - International Boxing Federation, WBO - World Boxing Organisation.

Boxen bei den Olympischen Spielen 

Seit 1904 gehört Boxen mit folgenden Gewichtsklassen zu den olympischen Disziplinen: Halbfliege,Fliege,Bantam, Feder, Leicht, 60- 64 kg, 64- 69 kg, 69- 75 kg, Halbschwer, Schwer, Superschwer. Die Kampfzeit beträgt 4 mal 2 Minuten, mit drei Pausen zu je einer Minute dazwischen. Es gibt einen Ringrichter und fünf Punktrichter, welche nach einem festgelegten Punktesystem bewerten. Bis heute werden nur männliche Amateurboxer zugelassen.

Wichtige Boxer und Boxerinnen

Starke Frauen: Laila Ali (2002 IBA; 2002 WIBA & IWBF; 2005 WBC), Theresa Arnold (1997 IBA), Karen Bill, Bonnie Canino (1997/1998 IFBA), Deirdre Gogarty (1997 WIBF), Regina Halmich (1998- 2000, 2005 WIBF), Diana Mary Dutra (1995 IWBF).

Starke Männer: Jack Dempsey (Boxweltmeister im Schwergewicht zw. 1919 und 1926), Joe Louis (Boxweltmeister im Schwergewicht zw. 1937-1949), Rocky Marciano (Boxweltmeister im Schwergewicht zw. 1952-1956), Muhammad Ali (Boxweltmeister im Schwergewicht zw. 1964-1966; 1966 WBC; 1967 WBC&WBA; 1974-1978 WBC&WBA; 1978-1979 WBA), Mike Tyson (1986 WBC; 1987-1990 IBF,WBA&WBC; 1996 WBC&WBA), Roy Jones Jr. (2003-2004 WBA), Max Schmeling (Boxweltmeister im Schwergewicht zw. 1930-1932), Wladimir Klitschko (2000-2003 WBO; seit 2006 IBF).

Wer ist die Faust aller Zeiten? Gab es jemals einen besseren Boxer als Muhammad Ali? Diskutieren Sie mit – im BBB Forum! Wenn Sie Interesse an Wetten auf Boxveranstaltungen haben und falls Sie mit den Wettmöglichkeiten noch nicht vertraut sind, besuchen Sie unsere Rubrik Wettarten/Wettoptionen – dort finden Sie eine Übersicht der Wettoptionen mit anschaulichen Erklärungen.

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