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Hier erfahren Sie alles über Mike Matusow! STECKBRIEF

Mike Matusow alias "The Mouth"

Letztes Update: 2. April 2014
 
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"Poker half mir dabei, mich selbst schätzen zu lernen, weil ich gut darin war. Es machte mich zu einem besseren Menschen.
Mike über seine Berufung
30.04.1968
Los Angeles, US
Stier
Ledig
Henderson, US
USA
Arbeitete im Möbelgeschäft seiner Familie, später als Dealer
Pokern, Reisen, Football, Ski fahren, Sprudelbäder
Alles außer Country
Die Verurteilten, Rounders, Titanic
...als Jugendlicher an Videopoker-Automaten
Hold'em - Omaha
Aggressiv
"Ich könnte diesen Typen mit geschlossenen Augen besiegen" (Daniel Negreanu als er Mike beim WSOP 2002 Limit Omaha Hi-Lo Turnier im Heads Up provozieren wollte. Mike gewann trotzdem.)
Ist für seine große Klappe bekannt (sein Verhalten am Pokertisch ist sehr umstritten), begann bei einem WSOP Turnier zu weinen, weil er ausgeschieden war, trägt immer einen Anhänger aus zwei hebräischen Buchstaben, die "lebend" bedeuten, verlor $ 20.000 gegen Gus Hansen beim Tennis, gilt für viele als der beste Omaha-Spieler der Welt, liebt es bei Turnieren "Poker Brat" Phil Hellmuth zu provozieren (zB: "Philly can't play!" - dt.: "Philly kann nicht spielen!"), besitzt ein 350m² großes Haus mit einer Kathedralendecke

Kindheit und Jugend

In seiner Kindheit und Jugend hatte Michael sich immer für verschiedenste Dinge interessiert, wobei der Wettbewerb und extremes Konkurrenzdenken stets ein Teil davon waren. Ob er nun Rennwagen baute, Poolbillard oder Bowling spielte, Mike Matusow sehnte sich direkt nach Konkurrenzkämpfen.

Mike begann eine Lehre als Automechaniker, brach diese aber ab, um im Familienbetrieb, einem Möbelgeschäft, zu arbeiten. Das College besuchte er nie.

Erste Erfahrungen im Poker machte er als Jugendlicher an Videopoker-Automaten, wozu ihm einer seiner Freunde geraten hatte. In seiner ersten Nacht gewann er dabei $ 85. Dieses Spiel betrieb er so intensiv, dass er davon Muskelverletzungen in seinen Armen und Schultern bekam. Das Geld, das er für seine aufkeimende Sucht benötigte, stahl Mike öfter aus der Geldbörse seiner Mutter. Als er selbst bemerkte, dass er langsam ohne Poker nicht mehr leben konnte, besuchte er ein Treffen der Gamblers Anonymous, der Anonymen Spieler, ein Besuch, der allerdings einmalig blieb.

Ein Poker-Naturtalent

Im Alter von 18 Jahren begann Mike Matusow im „Sam’s Town Hotel and Gambling Hall“ in Las Vegas als Kartengeber zu arbeiten. 1989 brachte der Kartenspieler Steve Samaroff, der ebenfalls als Kartengeber arbeitete, dem jungen Mike die Pokervariante Texas Hold’em bei. In dieser Zeit wurde Mike auch stark von diesem erfahreneren Pokerspieler unterstützt. Häufig bezahlte er Mikes Eintrittsgelder für Turniere, sogar noch, als Michael sein ganzes erspieltes Geld bei Sportwetten und im Casino verlor. Dies gibt Mike heutzutage auch als Grund dafür an, dass er jederzeit bereit ist, einen Kollegen finanziell zu unterstützen. Er selbst hätte nämlich keine Chance gehabt, als Pokerprofi weiterzumachen, wenn ihm in dieser Phase sein Befürworter nicht ausgeholfen hätte.

Am späten Abend, nach Beendigung seiner Schicht bei Sam’s, nahm er immer häufiger an den Pokerturnieren teil, die dort ausgetragen wurden. Bereits zu dieser Zeit setzte er sich in den Kopf, Pokerprofi zu werden. Obwohl er das Pokern liebte, gewann er dabei sehr wenig. Als er allmählich besser wurde und ihm bewusst wurde, dass er mit dem Pokern mehr Geld verdienen konnte, als mit seinem regulären Job, kündigte er und widmete sich dem Poker von da an Vollzeit.

Rückblickend sagt Mike über diese Phase seines Lebens: „Als ich 21 Jahre alt war, war ich eine ziemlich verlorene Seele und hatte keine Ahnung, was ich eigentlich machen wollte. Ich war nirgends richtig gut, bis ich zum Pokern kam. Dabei war ich allerdings ein absolutes Genie und vielleicht war das das einzige, worin ich in meinem Leben wirklich gut sein würde. Ich sage den Menschen dauernd, dass ich nicht gerade der intelligenteste Kerl bin, aber ich habe einen großartigen Sinn für Poker und ich bin sehr glücklich über die Gabe, die Gott mir gegeben hat; die Gabe, Poker zu spielen. Ich bin einer der Typen, die in ihrer Jugend große Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein hatten. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich zu wenig Respekt vor mir selbst hatte, das Pokern half mir dabei, mich selbst schätzen zu lernen, weil ich gut darin war. Es machte mich zu einem besseren Menschen.“

In den frühen 1990er Jahren begann Mike, andere Pokerspieler und ihre Techniken zu beobachten. Bald wurde sein Spiel besser und er nahm an einem kleinen, lokalen Pokerturnier teil, das er auch gewann. Von diesem Sieg beflügelt, spielte Mike von da an regelmäßig bei diversen kleinen Turnieren und gewann diese oft genug, um sowohl sein Bankkonto, wie auch sein Selbstvertrauen aufzustocken. Mit dem Geld, das er nun angespart hatte, entschied Mike, einen Schritt weiter zu gehen und er begann, an Cash Games in ganz Las Vegas teilzunehmen. Mike spezialisierte sich dabei vor allem auf Omaha 8/Better, eine Variante, bei der er sich schnell aus der Masse hervorhob. Noch heute gilt Mike Matusow als einer der besten Omaha 8/Better-Spieler der Welt.

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1997 nahm Mike Matusow zum ersten Mal bei der World Series of Poker teil, wo er ebenfalls Omaha 8/Better spielte und wurde hinter Scotty Nguyen Zweiter.

Bei der World Series of Poker 1998 bezahlte Mike Matusow ein Drittel des Startgeldes von Scotty Nguyen für das $ 10.000 No Limit Texas Hold’em Hauptturnier. Da Nguyen das Turnier gewann, gab dieser Mike Matusow für seine Einsätze $ 333.333.

Sein erstes Goldenes Armband bei der World Series of Poker holte Mike Matusow sich 1999, wo er das $ 3.500 Buy-In No Limit Hold’em Turnier gewann.

Bei der WSOP 2001 schaffte er es zum ersten Mal an den Finaltisch des Hauptturniers und wurde beim $ 1.000 No Limit Texas Hold’em Turnier schlussendlich Sechster.

Ein Jahr danach gewann er sein zweites Goldenes Armband bei der WSOP beim $ 5.000 Buy-In Omaha 8/Better-Turnier.

Da sich Mike Matusow aber niemals auf seinen Lorbeeren ausruht, ist er noch immer darauf bedacht, sein Spiel zu verbessern und ist dadurch nach wie vor einer der erfolgreichsten Pokerspieler an jedem Tisch, an dem er spielt. Man sagt ihm nach, er sei der beste Omaha-Spieler der Welt.

Drogenprobleme

Mikes Privatleben begann bereits im Jahr 2000 eine eher schlechte Wende zu nehmen. Trotz seines großen Erfolges fühlte er sich meistens ziemlich schlecht. Deshalb brachte ihn seine damalige Freundin, eine puertoricanische Stripperin, bei einer Party im „Club Rio“-Nachtklub in Las Vegas, auf die Idee, Drogen auszuprobieren. Dies führte dazu, dass er nur kurze Zeit später regelmäßig Ecstasy konsumierte und das Pokerspiel monatelang aus den Augen verlor. Bei den diversen Partys war Mike vor allem deshalb ein gefragter und gern gesehener Gast, weil er es war, der auch vielen anderen Partybesuchern ihre Drogensucht finanzierte. Später nahm er auch Kokain, begann allerdings auch wieder, Poker zu spielen. Bald stellte sich eine gewisse Routine ein: Party von Freitag bis Montag, Poker spielen am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag…

Innerhalb eines Jahres begann diese sehr „intensive“ Zeit ihre Spuren zu hinterlassen: Mike war nicht mehr in der Lage, seine Gegner am Pokertisch zu lesen. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren und sagt heute selbst:

„Die Drogen haben mein Hirn weggefressen und ich konnte nicht spielen. Und versuch einmal, ein Pokerspieler zu sein und dich an einen Tisch zu setzen, wenn dein Talent weg ist.“

Bei der WSOP 2001 schaffte es Matusow zwar bis an den Finaltisch der Hauptveranstaltung, schied aber schlussendlich am sechsten Platz aus. Dafür strich er aber immer noch ein Preisgeld von $ 239.765 ein. Dennoch begann er langsam, sich große Sorgen um seine Pokerkarriere zu machen.

Aus diesem Grund schlug Mikes Freundin vor, er solle Speed ausprobieren, weil diese Droge keine Auswirkung auf das Pokerspiel hat und den Ruf hat, Pokerspieler wach und konzentriert zu halten. Also stieg er auf diese, nicht weniger gefährliche Droge, um. Dies ging sogar so weit, dass er in einem Interview angab, bei den WSOP 2001 den Finaltisch nur dank Speed erreicht zu haben.

Im September 2002 gab Matusow für 30 seiner besten Freunde eine Party im Palms Casino. Für diese Party verlangte er wegen der hohen Auslagen für die Drogen, die er gratis verteilte, einen Eintritt von $ 250 pro Person. Unter den Gästen befand sich auch ein Kerl namens Mike Fento, dem natürlich ebenfalls ein paar Ecstasy-Pillen in die Hand gedrückt wurden. Fento verließ die Party relativ bald wieder, blieb aber von da an ein fixer Bestandteil von Mikes Leben: Er lud Mike zum Essen und ins Kino ein und war bereit, ihm zuzuhören, wenn er Dampf ablassen musste. Fento schien ebenfalls Vertrauen zu Mike zu fassen und erzählte ihm, er sei in eine Gruppe des organisierten Verbrechens involviert und käme nach Las Vegas, um einen Stripklub zu eröffnen. Er erwähnte außerdem, dass diese Gruppe nach einem Weg suche, Geld zu waschen und bot Matusow $ 6.000 für jede $ 100.000, die er wusch. Anfangs lehnte Mike dieses Angebot noch ab, weil er sich noch nie mit Geldwäsche beschäftigt hatte.

Als Fento seinen Kumpel Mike schließlich kurze Zeit später bat, für einige seiner Freunde Drogen zu besorgen, sagte dieser zu und tat sein Möglichstes, um sein Versprechen zu halten.

Zwischen Mai und September 2003 war Mike Matusow clean, weil er sich wieder einmal nicht mehr in der Lage fühlte, Poker zu spielen. Fento half seinem „Schützling“, von den Drogen loszukommen und Mike fühlte sich wie verwandelt.

Während eines Turniers im Borgata in Atlantic City wurde Michael von einem Drogendealer aus Las Vegas angerufen, der ihn anbrüllte: „Du hast mich mit einem verdammten DEA-Agenten bekannt gemachtMike Fento ist ein Drogenfahnder. Ruf mich bloß nie wieder an.“

Matusow konnte dies nicht glauben und rief einen angeblichen Freund Fentos an, der ihm versicherte, dass dies nicht der Wahrheit entspräche. Daraufhin rief Mike den Dealer zurück, der ihm erklärte, dass zwei Drogenfahnder sein Haus durchsucht hätten, nachdem sie Informationen von Fento erhalten hatten. Mike unterschätzte diese Situation und machte sich keine großen Sorgen, weil Fento schließlich wusste, dass er kein Drogendealer war.

Festnahme und Neuanfang

Am 25. September 2003, gegen halb zehn Uhr morgens, wurde Mike Matusow wegen Verkauf und Inverkehrbringens von kontrollierten Substanzen, wie Kokain und Ecstasy, festgenommen. Sogar noch zum Zeitpunkt seiner Festnahme war er davon überzeugt, dass alles nur ein Missverständnis sei.

Die Polizei bot Michael an, eine Wanze zu tragen, um zu stichhaltigen Beweisen gegen einen anderen Pokerspieler und Besitzer eines Nachtclubs zu kommen. Diesen beschuldigten sie, ebenfalls in Drogengeschäfte involviert zu sein. Dies lehnte er aber ab, weil er zu große Angst vor den Freunden des besagten Nachtclub-Besitzers, die zur organisierten Kriminalität gehörten, hatte.

Mikes Anwalt, David Chesnoff, gelang es, für seinen Klienten eine relativ geringe Strafe herauszuschlagen: Matusow wurde wegen Körperverletzung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Im Zuge seiner Festnahme beschrieb Mikes Anwalt David Chesnoff seinen Klienten einmal wie folgt: „Mike ist sehr naiv, dafür, dass er so schlau ist. […]Mike hat ein großes Herz und das ist es auch, was ihn in Schwierigkeiten bringt.“

Sein Gefängnisaufenthalt im Clark County Gefängnis von Las Vegas dauerte von September 2004 bis April 2005. Während dieser Zeit beschäftigte er sich vermehrt mit Sportwetten und verlor dabei auch beinahe sein gesamtes Preisgeld von $ 250.000, das er bei einem Finaltisch der World Poker Tour gewonnen hatte. Mike schwor sich aber, nach seiner Freilassung noch besser Poker zu spielen. Nachdem „The Mouth“ seine Haftstrafe abgesessen hatte, war es Phil Hellmuth, der ihm eine neue Pokerkarriere ermöglichte, indem er ihm $ 5.000 lieh. Aus diesen $ 5.000 erspielte er in diversen Online Pokercasinos in Windeseile $ 750.000.

Den Großteil davon verlor er wieder, weshalb ihm einige seiner Freunde seine Computermaus und die Tastatur wegnahmen, um ihn daran zu hindern, online zu pokern.

Beim Hauptturnier der World Series of Poker 2005 gelangte Mike auf Platz neun von insgesamt 5.619 Spielern.

Umstrittenes Verhalten am Pokertisch

In der Pokerwelt ist Mike Matusow vor allem für sein schlechtes Urteilsvermögen berühmt. Seine unglückliche Angewohnheit, Situationen falsch einzuschätzen, wenn er schon am besten Wege ist zu gewinnen, ist inzwischen besser unter dem Namen „Mike Matusow Blow-ups“ oder auch „Mike Matusow Meltdowns“ bekannt. In einem Interview des „Card Player Magazine“ von 2005 erzählte Mike, er suche inzwischen einen Therapeuten auf, mit dessen Hilfe er hoffe, diese „Aussetzer“ zu vermeiden. Im selben Interview gab Mike auch an, am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zu leiden und Ritalin zu nehmen, um diese Hyperaktivitätsstörung zu kontrollieren.

Bei der WSOP 2005 gab Mike Matusow den Zuschauern die Gelegenheit, einen seiner Ausraster zu beobachten. Der Dealer warf Mike unsauberes Verhalten vor, weshalb der Turnierleiter an den Tisch gerufen wurde, um diesbezüglich eine Entscheidung zu treffen. Mike war der Ansicht, nichts Unrechtes getan zu haben und wurde in dieser Annahme von den anderen Spielern am Tisch unterstützt. Deshalb wurde er vom Turnierleiter lediglich verwarnt. Wenige Minuten später entkam Mike Matusow, immer noch verärgert, das F-Wort, weshalb der Turnierleiter ihn mit einer 10-Minuten-Strafe belegte. Mikes Antwort darauf war: „F… that!“, womit er zehn weitere Strafminuten einheimste. Mikes Kommentar darauf: „F…ing great!“ Und als ob dies alles nicht schon gereicht hätte, fluchte Mike beim Verlassen des Tisches ein weiteres Mal. Dies ergab insgesamt 40 Strafminuten. Dem Publikum gefiels.

Mike selbst ist nicht der Ansicht, dass er so unbeliebt ist: „Ich habe nicht wirklich einen schlechten Ruf, ich hab nur gerne Spaß. Ich bin doch dazu da, den Sport, oder wie immer man es nennen will, für die Zuseher amüsanter zu machen. Die Leute werden sich die Pokerspiele nicht ansehen, wenn acht Menschen um einen Tisch herum sitzen und kein Wort sagen. Die Zuseher suchen nach Unterhaltung. […] Und ich bin halt so, wie ich bin. Ich ändere mich nicht wegen der Kameras, so wie andere Leute. Ich benehme mich, wie der Idiot, der ich auch bin und sage, was ich will. Ich kümmere mich nicht darum, was die Leute von mir denken.“

Erfolg in der "realen" und der virtuellen Pokerwelt

Wegen seiner großartigen Leistung beim Finaltisch der WSOP wurde Mike eingeladen, beim WSOP Tournament of Champions im November 2005 teilzunehmen. Dies ist ein Freeroll-Turnier - ein Turnier, an dem die Teilnahme kostenlos ist, es aber dennoch einen Geldgewinn zu erspielen gibt. Eine solche Form des Turniers wird oft zu Werbezwecken veranstaltet.

Bei diesem Wettbewerb nahmen 114 der weltbesten Pokerspieler teil und kämpften um ein Preisgeld von $ 2.000.000. Mike spielte bei diesem Turnier möglicherweise das beste Poker, das er je gespielt hatte und wurde der erste und bis jetzt einzige Spieler, der in einem Jahr zweimal $ 1.000.000 einstrich. Er besiegte unter anderem Phil Hellmuth und Hoyt Corkins und holte sich den Tournament of Champions-Titel.

Ein Jahr später kehrte er an den Finaltisch der Tournament of Champions zurück und wurde hinter Daniel Negreanu und dem Gewinner Mike Sexton Dritter.

Trotzdem scheint Mike Matusow nicht gerade der größte Fan von anderen Onlinepoker -Spielern zu sein, wie folgendes Zitate vermuten lässt:

„Onlinepoker-Spieler sind die schlechtesten Pokerspieler in der Geschichte der Menschheit. Ich spiele gegen wirklich schlechte Spieler, die nur ihr Geld verspielen. Manche setzen $ 13.000 oder $ 14.000, obwohl sie mit ihren Karten niemanden besiegen können. So etwas passiert nur online. Das kann in einem Live-Spiel nicht passieren. Ich würde das No Limit online am liebsten vernichten!“

Des Weiteren spielte er auch in der zweiten Staffel von „High Stakes Poker“ und ist auch oft bei anderen Pokerveranstaltungen im Fernsehen zu sehen. Zum Beispiel nahm er 2004 bei der „Aruba Poker Classic“ im Rahmen der World Poker Tour und bei speziellen Veranstaltungen wie „Bad Boys of Poker“ und „Poker Superstars“ teil.

Das Großmaul

Mike Matusow ist ein sehr gefühlsbetonter und emotionaler Mensch. Dies zeigte sich besonders deutlich bei den WSOP 2004, als er aufgrund der Tatsache, dass er ausgeschieden war, zu weinen begann. Im Zuge des Hauptturnieres der World Series of Poker 2004 war „The Mouth“ ein beliebter Gegenstand der Sportberichterstattung auf ESPN (US-amerikanischer Fernsehsender, der ausschließlich Sportprogramme ausstrahlt). Bei seinem Duell gegen Greg Raymer, den späteren Gewinner, griff er diesen verbal aufs Massivste an, weshalb dieser sich nach Ende des Turniers sogar weigerte, seinem Kontrahenten Matusow die Hand zu schütteln. In einem Interview gab Mike später an, dass er das alles nur für die Kamera getan habe.

„Ich hatte Spaß. Er war der einzige, der mir gefährlich werden konnte, also redete ich jede Menge Sch…“

Weil Mike niemals ein Blatt vor den Mund nimmt, erhielt er den Spitznamen The Mouth (etwa „Plappermaul“ oder auch „Großmaul“). Er ist dafür bekannt, an den Tischen sehr gerne und viel zu reden, eine Tatsache, die viele Pokerfans lieben. Andere Fans und vor allem einige seiner Kontrahenten finden ihn schlicht und einfach störend. Mike selbst sieht seine „verbale Aktivität“ am Tisch eher als ein Hilfsmittel dafür, mental im Spiel zu bleiben. Außerdem verbirgt Mike mit seiner Gesprächigkeit am Tisch, dass er ein äußerst fähiger Spieler ist, der ohne weiteres die gewagtesten Spielzüge spielt und seine Gegner vernichten kann, wenn er eine halbwegs gute Hand hat.

Viele seiner Aussagen sind inzwischen in der Pokerwelt legendär. Um diesen Artikel zu komplettieren, dürfen einige davon natürlich nicht fehlen:

"Ich denke, ich bin der Spieler, der auf der Tour am meisten geschätzt wird. Ich glaube, die Leute lieben mich, zumindest haben wir immer viel Spaß miteinander. Okay, ich stichele manchmal ein wenig. Aber ich meine das nicht böse."

„Jetzt spielen bei diesem Turnier über 2000 Nieten mit. Und was passiert mir? Ich muss ausgerechnet am Tisch mit den Könnern ran."

"Ich bin absolut davon überzeugt, einer der Top-Five No Limit Holdem-Spieler weltweit zu sein. Sonst kann ich doch nichts. Bei allem anderen stelle ich mich an wie ein Volltrottel."

Mike Matusow privat

Heute lebt Mike in Henderson, Nevada, einem kleinen Vorort der Spielermetropole Las Vegas. Sein Anwesen dort ist ein knapp 350 Quadratmeter großes Haus mit einem Kathedralenboden.

Seit seinem Gefängnisaufenthalt hat sich Mike Matusow sehr verändert. Sein heutiges Leben ist sehr ruhig, den Drogen hat er abgeschworen und er gibt selbst an, dass die Freiheitsstrafe seine Sicht auf das Leben verändert hat. Nun sei ihm klar, wie viel Glück er in seinem Leben hat.

Auf seinem MySpace-Profil gibt Mike an, dass seine Hobbies, neben Pokern, Reisen und Ski fahren sind. In einem Interview bezeichnete er es außerdem als (sehr ungewöhnliches?) Hobby, häufig Sprudelbäder zu nehmen. Außerdem würde er fast alles ausprobieren. Was seinen Musikgeschmack angeht, so hasst er Country; seine Lieblingsfilme sind „Shawshank Redemption“, „Rounders“ und „Titanic“. Er mag den Autor Dan Brown und dessen Bücher „Illuminati“ und „Sakrileg“. Als seine Helden bezeichnet er, ebenfalls auf seinem MySpace-Profil, alle Soldaten im Irak, die seiner Ansicht nach „extrem unterbezahlt sind“.

Mike Matusow trägt so gut wie immer ein goldenes Chai-Symbol als Kette um seinen Hals, welches aus zwei hebräischen Buchstaben besteht. Dieses Symbol bedeutet "lebend".

In der heutigen Pokerwelt gibt es viele Spieler, die es schaffen, sich einen Namen zu machen und das Publikum zu erobern. Einigen gelingt dies durch ihr fantastisches Spiel, anderen durch unglaubliche Siege. Wieder andere heben sich durch ihre seltsamen Grimassen von der Masse ab. Doch nur ein einziger schaffte es, mit einer Kombination aus diesen drei Vorgehensweisen zu punkten: Mike Matusow.

Obwohl er bestimmt mehr Fehler gemacht hat, als die meisten anderen Pokerspieler, bleibt Mike für Pokerfans eine der führenden Persönlichkeiten der Turnierwelt, sowohl als Spieler, wie auch als Unterhaltungskünstler. Mike ist wahrscheinlich einer der besten Spieler der Welt. Und sogar wenn er einmal nicht auf der Erfolgswelle schwimmt, kann er die ernste und ruhige Welt des Pokerns noch unterhaltsam machen. Ohne Zweifel aber hat Mike Matusow sein Alter Ego „The Mouth“ zu einer feststehenden Größe im Pokergeschäft gemacht.

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